Mittwoch, 28. Juli 2010
Die Finanzierungskosten, bestehend aus Zinsen, Bearbeitungsgebühren für Kredite und Nebenkosten des Geldverkehrs verzehren in vielen Unternehmen einen wesentlichen Teil des Rohgewinns. Sofern die gesamten Finanzierungskosten eine steigende Tendenz aufweisen, kann dies grundsätzlich mehrer Ursachen haben: Ein Anstieg der in Anspruch genommenen betrieblichen Kredite ist ebenso wie eine Erhöhung der Durchschnittsverzinsung denkbar. Im Hinblick auf eine vielfach seitens der Kreditinstitute praktizierte risikogerechte Bepreissung ist auch eine Wechselwirkung in der Praxis nicht selten anzutreffen: Höher verschuldete Unternehmen erhalten schlechtere Konditionen für beantragte Finanzierungen, da ihr Rating schlechter ausfällt.
Um einer Überschuldung entgegenzuwirken, die sich darin äußert, dass der Kapitaldienst nicht oder nicht mehr vollständig aus dem laufenden Cashflow erbracht werden kann, ist eine rechtzeitige Einleitung einer Konsolidierung der Finanzen geboten. Eine häufige Maßnahme besteht in einer Neustrukturierung der betrieblichen Verbindlichkeiten, unter anderem mit einer Ablösung des Kontokorrentsaldos durch ein längerfristiges Konsolidierungsdarlehen. Im Übrigen zeigt eine Unternehmensberatung häufig Potenziale zur Optimierung der betrieblichen Finanzierung außerhalb der Geschäftsverbindung zu den finanzierenden Banken auf. Eine Verkürzung der Debitorenlaufzeit sowie aktives und passives Nutzen von Skontovereinbarungen stellen in dieser Hinsicht Ansatzpunkte dar, um die Finanzierungskosten eines Unternehmens zu reduzieren.
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Dienstag, 27. Juli 2010
Sofern auf dem Geschäftskonto eines Unternehmens oder beruflich Selbstständigen Sollsalden mit steigender Tendenz auf dem Kontokorrentkonto auftreten, besteht Handlungsbedarf. Falls die höhere Inanspruchnahme nachvollziehbar auf einer Ausweitung des Geschäftsumfangs beruht, verbunden mit einem steigenden Bedarf an einer Finanzierung von Betriebsmitteln, kann eine dauerhafte (bei Saisonbetrieben gegebenenfalls auch befristete) Erhöhung des KK-Limits bereits die ideale Lösung für Kreditgeber und Kreditnehmer darstellen.
Falls jedoch eine tiefergehende Analyse durch das finanzierende Kreditinstitut oder eine bankenunabhängige, neutrale Unternehmensberatung zeigt, dass der kurzfristige Finanzierungsbedarf, der sich in der steigenden Inanspruchnahme der Kreditlinie widerspiegelt, nicht im Einklang mit den Umsatzzahlen steht, kommen andere Ursachen in Betracht, beispielsweise eine nicht ausreichende Finanzplanung, rückläufige Rentabilität, steigende Debitorenlaufzeiten und/oder eine nicht fristenkongruente Finanzierung des betrieblichen Anlagevermögens. In diesen Fällen gilt es, eine Konsolidierung der Kredite des Betriebes in die Wege zu leiten mit dem Ziel, die Finanzierungskosten zu senken und die Bilanzrelationen zu verbessern.
Schlagworte:Anlagevermögen, Betriebsmittel, Bilanz, Bilanzkennzahlen, Bilanzrelationen, Debitoren, Finanzierung, Finanzierungskosten, KK, KK-Linie, Konsolidierung, Kontokorrent, Kosten, Kostensenkung, Rentabilität, Sollsaldo, Sollzinsen, Umsatz, Unternehmensberatung, Zinsen
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Montag, 28. Juni 2010
Das derzeitige Zinsniveau zeichnet sich durch Rekordtiefstände im langfristigen Darlehensbereich aus. Profitieren sollten nicht nur private Bauherren im Rahmen ihrer Baufinanzierung, sondern auch Unternehmen. Nicht nur anlässlich von Prolongationen oder der Besprechung des Ratings nach der Jahresabschlussanalyse empfiehlt es sich, den Kontakt zu den finanzierenden Banken aufzunehmen, um Zinssenkungsspielräume auszuloten. Bestehen variabel verzinsliche Darlehen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens, kann es in dem zurzeit herrschenden Umfeld Sinn machen, eine Festzinsvereinbarung zu treffen, um sich die attraktiven Konditionen mittel- bis langfristig zu sichern und das Zinsänderungsrisiko zu reduzieren. Sieht sich die Hausbank zu keinerlei Entgegenkommen in der Lage, hilft bisweilen die Einschaltung einer Unternehmensberatung, etwa um im Rahmen von Umschuldungen aufgelaufener KK-Inanspruchnahmen koordinierend tätig zu werden.
Schlagworte:Anlagevermögen, Baufinanzierung, Darlehen, Finanzierung, Jahresabschluss, Jahresabschlussanalyse, KK, Konditionen, Kontokorrent, Prolongation, Umschuldung, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Zinsen, Zinsniveau, Zinssenkung
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