Artikel-Schlagworte: „Verbindlichkeiten“

Finanzierungskosten

Mittwoch, 28. Juli 2010

Die Finanzierungskosten, bestehend aus Zinsen, Bearbeitungsgebühren für Kredite und Nebenkosten des Geldverkehrs verzehren in vielen Unternehmen einen wesentlichen Teil des Rohgewinns. Sofern die gesamten Finanzierungskosten eine steigende Tendenz aufweisen, kann dies grundsätzlich mehrer Ursachen haben: Ein Anstieg der in Anspruch genommenen betrieblichen Kredite ist ebenso wie eine Erhöhung der Durchschnittsverzinsung denkbar. Im Hinblick auf eine vielfach seitens der Kreditinstitute praktizierte risikogerechte Bepreissung ist auch eine Wechselwirkung in der Praxis nicht selten anzutreffen: Höher verschuldete Unternehmen erhalten schlechtere Konditionen für beantragte Finanzierungen, da ihr Rating schlechter ausfällt.

Um einer Überschuldung entgegenzuwirken, die sich darin äußert, dass der Kapitaldienst nicht oder nicht mehr vollständig aus dem laufenden Cashflow erbracht werden kann, ist eine rechtzeitige Einleitung einer Konsolidierung der Finanzen geboten. Eine häufige Maßnahme besteht in einer Neustrukturierung der betrieblichen Verbindlichkeiten, unter anderem mit einer Ablösung des Kontokorrentsaldos durch ein längerfristiges Konsolidierungsdarlehen. Im Übrigen zeigt eine Unternehmensberatung häufig Potenziale zur Optimierung der betrieblichen Finanzierung außerhalb der Geschäftsverbindung zu den finanzierenden Banken auf. Eine Verkürzung der Debitorenlaufzeit sowie aktives und passives Nutzen von Skontovereinbarungen stellen in dieser Hinsicht Ansatzpunkte dar, um die Finanzierungskosten eines Unternehmens zu reduzieren.

Verzehr des Cashflows

Dienstag, 8. Juni 2010

Um die Kapitaldienstfähigkeit seines Betriebes nachhaltig aufrecht zu erhalten, ist für den Unternehmer bzw. Geschäftsinhaber eine ganzheitliche Betrachtungsweise sowohl der betrieblichen als auch der privaten Finanzsphäre notwendig. Die privaten Finanzen haben über den Verzehr des betrieblichen Cashflows für private Verbindlichkeiten und Lebenshaltung indirekt einen nicht unerheblichen Einfluss auf die betriebliche Kapitaldienstfähigkeit. Insbesondere eine private Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung stellt hinsichtlich Konditionen und Tilgungssatz eine wesentliche Stellschraube dar. Die Nutzung übriger Sparpotenziale in der privaten Finanzsphäre entlastet die Unternehmensfinanzierung entsprechend.

Cashflow-Analyse

Freitag, 7. Mai 2010

Viele Unternehmen kranken daran, dass sie eigentlich rentabel arbeiten, dennoch mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen haben: Die (handelsrechtliche) Gewinn- und Verlustrechnung ist (noch) durch Überschüsse geprägt, während die Liquidität nachhaltig abnehmende Tendenzen zeigt. Während die Debitoren des Betriebes längere Zahlungsziele in Anspruch nehmen und ggf. auch die Forderungsausfallrate des Unternehmens steigt, besteht umgekehrt geringer Spielraum, von den Lieferanten längere Zahlungsziele zu vertretbaren Konditionen zu erhalten. Skonto kann kaum mehr genutzt werden, was gleichbedeutend mit der Inanspruchnahme sehr teurer Lieferantenkredite ist. Die Kontokorrentverbindlichkeiten weisen eine nachhaltig steigende Tendenz auf, verbunden mit einem markanten Anstieg der Zinsaufwendungen und damit des negativen Finanzergebnisses. Dies wiederum zieht ein schlechteres Rating verbunden mit Problemen bei der Unternehmensfinanzierung und/oder schlechteren Kreditkonditionen nach sich, da der Cashflow die zentrale Größe schlechthin darstellt, auf die Kreditinstitute bei der Ermittlung der Kapitaldienstfähigkeit eines Unternehmens  im Rahmen der Bonitätsprüfung Augenmerk haben.
Eine Unternehmensberatung ist der geeignete Ansprechpartner, um Probleme bei der Cashflow-Generierung zu erkennen, zu analysieren und in Zusammenarbeit mit den Inhabern bzw. der Geschäftsführung durch Einleitung sachgerechter Maßnahmen zu beseitigen.