Artikel-Schlagworte: „Rentabilität“

Investitions- und Finanzplanung

Donnerstag, 17. Februar 2011

Die Finanzplanung eines Unternehmens beinhaltet auch eine Investitionsplanung. Hierbei ist einerseits der entsprechende Kapazitätseffekt innerhalb des betrieblichen Leistungsprozesses zu berücksichtigen, andererseits sind die unmittelbaren Auswirkungen auf Liquidität (durch den Kapitaldienst) und Ertragslage (durch Abschreibungen und Zinsaufwand) zu planen. Im Zusammenhang mit jeder Investition ist von daher die Finanzierung von vorn herein aufgrund der Wechselwirkung mit der Liquiditäts- und Ertragslage von herausragender Bedeutung.
Grundsätzlich gilt, dass das Anlagevermögen, dass dem Betrieb entsprechend langfristig oder zumindest mittelfristig zur Verfügung stehen soll, lang- bzw. mittelfristig zu finanzieren. Die entsprechenden Anteile von Fremdkapital sollten entsprechend eine volumengewichtete mittlere Laufzeit haben, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer möglichst nicht unterschreiten sollte. In der Praxis werden derartige Finanzierungen von Kreditinstituten über ein sogenanntes Annuitätendarlehen zur Verfügung gestellt, wie es auch bei einer privaten Baufinanzierung zum Einsatz kommt. Sofern der Grundsatz der fristenkongruenten Finanzierung nicht eingehalten wird, kann es mittel- bis langfristig zu Problemen bei der Unternehmensfinanzierung kommen. Eine Unternehmensberatung, die in Fragen rund um die Investitions- und Finanzplanung versiert ist, sollte zu Rate gezogen werden, wenn sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu langfristigen Verbindlichkeiten mit einem Charakter von Dauerschulden entwickeln. In der Praxis drückt sich dieser Umstand häufig durch ein bereits verschlechtertes Rating durch die Hausbank aus.

Konsolidierung

Dienstag, 27. Juli 2010

Sofern auf dem Geschäftskonto eines Unternehmens oder beruflich Selbstständigen Sollsalden mit steigender Tendenz auf dem Kontokorrentkonto auftreten, besteht Handlungsbedarf. Falls die höhere Inanspruchnahme nachvollziehbar auf einer Ausweitung des Geschäftsumfangs beruht, verbunden mit einem steigenden Bedarf an einer Finanzierung von Betriebsmitteln, kann eine dauerhafte (bei Saisonbetrieben gegebenenfalls auch befristete) Erhöhung des KK-Limits bereits die ideale Lösung für Kreditgeber und Kreditnehmer darstellen.

Falls jedoch eine tiefergehende Analyse durch das finanzierende Kreditinstitut oder eine bankenunabhängige, neutrale Unternehmensberatung zeigt, dass der kurzfristige Finanzierungsbedarf, der sich in der steigenden Inanspruchnahme der Kreditlinie widerspiegelt, nicht im Einklang mit den Umsatzzahlen steht, kommen andere Ursachen in Betracht, beispielsweise eine nicht ausreichende Finanzplanung, rückläufige Rentabilität, steigende Debitorenlaufzeiten und/oder eine nicht fristenkongruente Finanzierung des betrieblichen Anlagevermögens. In diesen Fällen gilt es, eine Konsolidierung der Kredite des Betriebes in die Wege zu leiten mit dem Ziel, die Finanzierungskosten zu senken und die Bilanzrelationen zu verbessern.

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

Mittwoch, 5. Mai 2010

Bei der Analyse der Kapitaldienstfähigkeit im Rahmen der anlassbezogenen und turnusmäßigen Bonitätsprüfung nehmen Kreditinstitute u.a. einen Einblick in die Einkommensteuerunterlagen der Kreditnehmer. Die Anlage V (Vermietung und Verpachtung) gibt detailliert Auskunft über wesentliche Aspekte der privaten Vermögensverhältnisse. Enthalten sind Informationen über Einnahmen aus Immobilien, Absetzungen für Abnutzungen, Sonderabschreibungen, Schuldzinsen im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung, Werbungskosten und Erhaltungsaufwendungen. Unstimmigkeiten mit den korrespondierenden Angaben in der Vermögensaufstellung wären seitens des Kreditnehmers erläuterungsbedürftig, ebenso eine fehlende Rentabilität aus einer fremdvermieteten Immobilie.