Der Finanzierungsaufwand, bestehend aus Zinsen, Bearbeitungsgebühren für Kredite und Nebenkosten des Geldverkehrs wie Kontoführungsgebühren umfasst in vielen Unternehmen einen wesentlichen Teil des Budgets und verzehrt entsprechend einen nicht unerheblichen Teil des Rohgewinns. Sofern die gesamten Kosten der Finanzierung eine steigende Tendenz aufweisen aufgrund zunehmender Höhe der Verbindlichkeiten und/oder ansteigender Zinsen aufgrund einer allgemeinen Zinserhöhung bzw. auch einer Verschlechterung der Bonität infolge schwächerer Ratingergebnisse, besteht Handlungsbedarf. Um einer Überschuldung entgegenzuwirken, die sich dadurch manifestiert, dass der Kapitaldienst nicht oder nicht mehr vollständig aus dem verfügbaren Cashflow erbracht werden kann, ist eine rechtzeitige Einleitung einer Konsolidierung der Finanzsphäre angezeigt. Für Unternehmen ist eine Konsolidierung in der Regel komplexer zu handhaben als eine drohende Überschuldungssituation bei Privathaushalten. Sie setzt insbesondere eine Ursachenanalyse der gestiegenen Kosten für die Finanzierung des Betriebs voraus. Das Ergebnis einer Unternehmensanalyse seitens einer unabhängigen Unternehmensberatung kann in der Praxis beispielsweise darauf hinauslaufen, dass Investitionsvorhaben über einen längeren Zeitraum nicht planmäßig mittel- bis langfristig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, sondern durch Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits finanziert wurden. Hierdurch wurde der Grundstein gelegt für eine spätere finanzielle Schieflage des Unternehmens, sofern angestrebte Umsatzziele nicht erreicht wurden und/oder Zinsänderungsrisiken schlagend wurden, woraufhin zusätzlicher Finanzierungsbedarf durch noch teurere Kredite in Form von Lieferantenkrediten und Verzicht auf Skonto gedeckt werden musste.
Artikel-Schlagworte: „Rating“
Analyse des Finanzierungsaufwands
Donnerstag, 22. September 2011Schlagworte:Analyse, Finanzierung, Finanzierungsaufwand, Konsolidierung, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Zinsaufwand
Veröffentlicht in Allgemein, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Konsolidierung
Dienstag, 31. Mai 2011Eine Konsolidierung ist für ein Unternehmen angezeigt, wenn es Schwierigkeiten gibt, bestehende Kredite überhaupt zu prolongieren oder dies nur zu schlechteren Konditionen vonstatten geht. Sofern – was der Regelfall ist – ein Unternehmen mit einer Hausbank zusammenarbeitet, die den wesentlichen Teil der Unternehmensfinanzierung bereitstellt, besteht in der Praxis ein nicht zu unterschätzendes Abhängigkeitsverhältnis. Insbesondere besteht eine deutliche Abhängigkeit der Kreditbedingungen vom Rating des Unternehmens, welches die Bonität und damit die Finanzierungsbedingungen aus Sicht des jeweiligen Kreditinstituts wesentlich beeinflusst und im Falle einer Negativentwicklung somit beeinträchtigt.
Sofern eine Anschlussfinanzierung zu vertretbaren Konditionen auf Probleme stößt, kann es eine Option darstellen, Alternativen mit Hilfe einer bankenunabhängigen Unternehmensberatung auszuloten. Gegebenenfalls kann ein Teil der Finanzierungen zu anderen Banken umgeleitet werden; bisweilen gilt es auch, konzeptionell tätig zu werden, um eine Ursachenforschung für quantitativ feststellbare Fehlentwicklungen im Unternehmen zu betreiben und Maßnahmen zur Begrenzung oder Gegensteuerung in die Wege zu leiten.
Entscheidend ist hierbei, dass der Betrieb auf Augenhöhe mit seinen Kapitalgebern verhandeln kann und insofern die erarbeiteten Konzepte zur Konsolidierung plausibel und widerspruchsfrei sind und nachvollziehbare Annahmen unter Berücksichtigung der Entwicklung des Betriebes im Zeitablauf enthalten. Ebenso sollte man sich allerdings darauf einstellen, dass die Neigung von Kreditinstituten im Zeitalter des Basel-III-Akkords in der Praxis abgenommen hat, Kredite auf Blankobasis zur Verfügung zu stellen.
Schlagworte:Anschlussfinanzierung, Blankokredite, Finanzierung, Konsolidierung, Kredite, Prolongation, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Krisenmanagement, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Bilanzstrukturen
Montag, 2. Mai 2011In Zeiten steigender Zinsen besteht die Gefahr eines sich selbst verstärkenden Effekts mit unschönen Auswirkungen auf Bilanzstrukturen und damit Rating sowie Bonität eines Unternehmens. Im Falle der Anpassung der Konditionen bestehender Kredite durch die finanzierenden Kreditinstitute an deren gestiegene Refinanzierungskosten verteuert sich die Finanzierung insgesamt. Insbesondere die Zinssätze für die Betriebsmittelkreditlinie auf dem betrieblichen Kontokorrentkonto sind hiervon betroffen. Auch Darlehen ohne Festzinsvereinbarung, also variabel verzinslich ausgestattete, sind von Zinssteigerungen betroffen. Hierdurch ist ein höherer Kapitaldienst die Folge. Im Falle betroffener Darlehen erhöht sich die Leistungsrate bei gleichbleibender Tilgung. Somit geht mit einer höheren Verzinsung zwar keine Verlängerung der Laufzeit einher, die Differenz aus bisheriger und künftig höherer Annuität spielgelt sich jedoch als zusätzlicher Zinsaufwand liquiditätswirksam auf dem Kontokorrentkonto wider. Der Cashflow, der für Investitionen und Verzehr, beispielsweise durch Privatentnahmen bzw. Geschäftsführergehälter, zur Verfügung steht, sinkt somit. Fatal kann es sich auswirken, wenn die Bilanzstrukturen des Unternehmens bislang ohnehin durch einen hohen Anteil an kurzfristigem Fremdkapital, gekennzeichnet sind. Ein hoher Anteil von Kontokorrentverbindlichkeiten ist einerseits mit einer erhöhten Anfälligkeit für Zinserhöhungen, andererseits mit einer niedrigen Anlagendeckung verbunden. Diese im Rahmen der Unternehmensanalyse gängige Kennzahl verdeutlicht, indem langfristig zur Verfügung stehendes Kapital – Eigenkapital sowie langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital – ins Verhältnis zum Anlagevermögen des Unternehmens gesetzt werden. Eine bislang maue Relation verschlechtert sich durch den geschilderten Effekt zwangsläufig. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass kurzfristige Finanzierungsmittel, sofern sie über das KK-Konto dargestellt werden, mit schlechteren Konditionen verbunden sind. Mit Hilfe einer Unternehmensberatung sollte in einem Szenario steigender Zinsen bei gegebener Anfälligkeit eines Betriebes die Zinsreagibilität der gesamten Finanzierung auf den Prüfstand gestellt werden; anhand alternativer Berechnungen möglicher Umschuldungsvarianten und Umstrukturierungsmöglichkeiten lassen sich im Idealfall eine höhere Stabilität und günstigere Finanzierungskonditionen gleichermaßen realisieren.
Schlagworte:Anlagendeckung, Bilanz, Bilanzstrukturen, Bonität, Eigenkapital, Finanzierung, Fremdkapital, JA, JA-Analyse, Kapitaldienst, KK, Kredite, Rating, Unternehmensanalyse, Unternehmensberatung, Zinserhöhungsrisiko, Zinsreagibilität
Veröffentlicht in Allgemein, Bonitätsprüfung, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Wie verbessern Unternehmen ihre Bonität?
Mittwoch, 27. April 2011Die Kapitaldienstbelastung senken oder die Kapitaldienstgrenze erhöhen: Dies sind die beiden Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, um die Bonität eines Unternehmens aus Bankensicht zu verbessern. Beide Optionen müssen sich im Übrigen nicht ausschließen, sondern können auch parallel beschritten werden, da sie im Hinblick auf das Ziel, die Relation von betrieblichem Cashflow und betrieblichem Kapitaldienst zu verbessern, gleichgerichtet sind. Da die Jahresabschlüsse, die zur Unternehmensanalyse herangezogen werden, von der Geschäftsführung bzw. dem Inhaber zu unterzeichnen sind und diese die maßgebliche Grundlage für das daraus abgeleitete Rating darstellen, ist auch der Kapitaldienst, die Summe von zu erbringenden Zins- und Tilgungsleistungen, uneingeschränkt als Chefsache im Unternehmen zu begreifen. Welche Optionen im Einzelfall unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Gegebenheiten zur Verfügung stehen, kann seitens der Entscheidungsträger innerhalb des Unternehmens mit den jeweiligen Kundenbetreuern der Kreditinstitute besprochen werden oder, insbesondere wenn sich Probleme abzeichnen, mit einer bankenneutralen und unabhängigen Unternehmensberatung.
Sich abzeichnende Probleme betreffen einerseits die Anschlussfinanzierung im Falle bislang befristet zur Verfügung gestellter Kredite, andererseits die Konditionen der Fremdfinanzierung. Die Konditionen wiederum beinhalten sowohl die Höhe der Zinssätze für bereitgestellte und/oder in Anspruch genommene Finanzierungen als auch deren Besicherung. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, inwieweit das private Vermögen der Gesellschafter bzw. Inhaber einer vertraglichen Haftung für betriebliche Verbindlichkeiten unterzogen ist.
Schlagworte:Bonität, Finanzierung, haftung, Kapitaldienst, Kapitaldienstfähigkeit, Kapitaldienstgrenze, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Bonitätsprüfung, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Was bringt ein Rating für ein Unternehmen?
Mittwoch, 30. März 2011Ein Rating bringt für ein Unternehmen zunächst einen Erkenntniswert, wie seine Kreditwürdigkeit durch die Hausbank eingeschätzt wird. Nicht selten ergibt sich hierdurch weiterhin ein gewisses Maß an Unruhe im Hause, ausgelöst durch einen sich abzeichnenden Handlungsbedarf.
Wie kam es zu dieser Entwicklung? Die Bonitätsbeurteilung durch die kreditgebenden Banken war für Unternehmen stets eine kritische Erfolgsgröße gewesen. Sie unterlag in der Vergangenheit hinsichtlich ihrer Intensität häufig Schwankungen bedingt durch das Ausmaß der bankaufsichtsrechtlichen Vorgaben an die Kreditinstitute. So hat die Aufhebung wesentlicher Ausführungsbestimmungen der Bankenaufsicht zur Auslegung des § 18 Kreditwesengesetz, der die Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern zum Inhalt hat, zunächst für eine branchenweite Lockerung bei der Prüfungsintensität der Banken gegenüber ihren Firmen- und Unternehmenskunden geführt. Im Gegenzug allerdings wurde dieser Effekt durch die Einführung bzw. verfeinerte Ausgestaltung bankinterner Ratingprozesse, ausgelöst durch den sogenannten Basel-II-Akkord, überkompensiert. Waren ehedem nur sehr große Unternehmen, die sich auf dem Kapitalmarkt refinanzieren, gezwungen, ihr Zahlenwerk in der gebotenen Tiefe analysieren und beurteilen zu lassen, werden nunmehr auch kleine und mittlere Unternehmen, die auf Kredite angewiesen sind, mit einem Rating seitens ihrer Hausbank(en) konfrontiert.
Unternehmen sind gut beraten, diesem Prozess die gebotene Beachtung zu schenken. Eine Unternehmensberatung, die mit der Methodik des Ratings unter Berücksichtigung spezieller branchenspezifischer Usancen vertraut ist, macht sich durch eine Stärken-Schwächen-Analyse bezogen auf die wirtschaftlichen Verhältnisse (Jahresabschluss und Gesellschafterebene) und qualitative Bewertungen seitens der Banken häufig bereits dadurch bezahlt, dass sie die mit einem schwächeren Rating einhergehenden höheren Kosten der Finanzierung vermeiden helfen kann.
Schlagworte:Finanzierung, Kredite, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Bonitätsprüfung, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Richtig finanziert?
Montag, 14. März 2011Eine ausgewogene Kapitalstruktur, bestehend aus Eigenkapital, langfristigem Fremdkapital und kurzfristigen Fremdmitteln, ist von immenser Bedeutung für jedes Unternehmen, vom Start-up, das soeben der Existenzgründung entschlüpft ist, bis hin zum Großbetrieb. Kreditinstitute stellen im Rahmen der Bonitätsprüfung, die sich nicht nur im Zuge der Beantragung neuer Kredite, sondern auch laufend durch turnusmäßige Auswertung der Jahresabschlüsse und unterjähriger betriebswirtschaftlicher Auswertungen vollzieht, in wesentlichem Maße auf eine ausgewogene Kapitalstruktur und damit die gesamte Finanzierung des Unternehmens ab. Insbesondere gelten die Eigenkapitalquote eines Unternehmens und die Anlagendeckung – das Verhältnis von langfristigem Fremdkapital zum Sachanlagevermögen – als wichtige Indikatoren für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Eine Unternehmensberatung, die die einschlägigen betrieblichen Kennzahlen unter Berücksichtigung der jeweiligen Branchensituation im Zusammenspiel mit der Geschäftsleitung analysiert und steuert, ist hierbei als eine wertvolle Investition aufzufassen, spätestens, wenn sich abzeichnet, dass das Unternehmen mit einem schlechteren Rating durch seine Hausbank konfrontiert wird.
Schlagworte:Eigenkapital, Existenzgründung, Finanzierung, Kennzahlen, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Existenzgründung, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Fremdfinanzierung
Montag, 7. März 2011Eine Fremdfinanzierung beinhaltet kurz gesagt die Aufnahme von Fremdkapital. Hierbei werden Kredite oder Darlehen aufgenommen; sehr große Unternehmen, die sich am Kapitalmarkt refinanzieren, begeben ergänzend Anleihen. Fremdkapital steht einem Unternehmen im Gegensatz zum Eigenkapital grundsätzlich nur befristet zur Verfügung. Es reduziert sich insbesondere durch planmäßige und außerplanmäßige Tilgungen.
Neben Rückstellungen aller Couleur stellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten die maßgebliche Position innerhalb des Fremdkapitals für nahezu jedes Unternehmen dar. In einzelnen Branchen können auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber sonstigen Kreditoren wie Lieferanten einen bedeutenden Umfang einnehmen.
Grundsätzlich ist für ein Unternehmen eine ausgewogene Struktur der Unternehmensfinanzierung hinsichtlich der Restlaufzeiten anzustreben. Die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer sollte im Übrigen mit der Vermögensstruktur, dem Verhältnis von Umlauf- und Anlagevermögen, im Einklang stehen.
Schlagworte:Analyse, Bonität, Finanzierung, Fremdfinanzierung, Kredite, Rating, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Investitions- und Finanzplanung
Donnerstag, 17. Februar 2011Die Finanzplanung eines Unternehmens beinhaltet auch eine Investitionsplanung. Hierbei ist einerseits der entsprechende Kapazitätseffekt innerhalb des betrieblichen Leistungsprozesses zu berücksichtigen, andererseits sind die unmittelbaren Auswirkungen auf Liquidität (durch den Kapitaldienst) und Ertragslage (durch Abschreibungen und Zinsaufwand) zu planen. Im Zusammenhang mit jeder Investition ist von daher die Finanzierung von vorn herein aufgrund der Wechselwirkung mit der Liquiditäts- und Ertragslage von herausragender Bedeutung.
Grundsätzlich gilt, dass das Anlagevermögen, dass dem Betrieb entsprechend langfristig oder zumindest mittelfristig zur Verfügung stehen soll, lang- bzw. mittelfristig zu finanzieren. Die entsprechenden Anteile von Fremdkapital sollten entsprechend eine volumengewichtete mittlere Laufzeit haben, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer möglichst nicht unterschreiten sollte. In der Praxis werden derartige Finanzierungen von Kreditinstituten über ein sogenanntes Annuitätendarlehen zur Verfügung gestellt, wie es auch bei einer privaten Baufinanzierung zum Einsatz kommt. Sofern der Grundsatz der fristenkongruenten Finanzierung nicht eingehalten wird, kann es mittel- bis langfristig zu Problemen bei der Unternehmensfinanzierung kommen. Eine Unternehmensberatung, die in Fragen rund um die Investitions- und Finanzplanung versiert ist, sollte zu Rate gezogen werden, wenn sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu langfristigen Verbindlichkeiten mit einem Charakter von Dauerschulden entwickeln. In der Praxis drückt sich dieser Umstand häufig durch ein bereits verschlechtertes Rating durch die Hausbank aus.
Schlagworte:Abschreibungen, Finanzierung, Finanzplanung, Investition, Kapazitäten, Kapitaldienst, Liquidität, Rating, Rentabilität, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Zinsaufwand
Veröffentlicht in Allgemein, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Vollfinanzierung
Mittwoch, 12. Januar 2011Unter einer Vollfinanzierung versteht man eine Investition, die vollständig durch Aufnahme von Fremdkapital durchgeführt wird. In der Praxis vollzieht sich eine solche Finanzierung dadurch, dass der Kaufpreis in voller Höhe durch neu valutierte Kredite oder Darlehen durch Kreditinstitute beglichen wird.
Für ein Unternehmen hat eine Vollfinanzierung den Vorteil, dass das bestehende Eigenkapital geschont wird. Unter der Maßgabe, dass die Investition sich als rentabel herausstellen soll, muss diese rechnerisch jedoch eine höhere Rendite erwirtschaften als die Finanzierungskosten, bemessen nach dem Effektiven Jahreszins. Auch ist zu beachten, dass die Eigenkapitalquote sinkt, was sich negativ auf das Rating des Unternehmens auswirken kann. Überdies steigt im Vergleich zu einer Mischfinanzierung mit einem teilweisen Eigenkapitalanteil der Kapitaldienst an.
Für gewöhnlich üben Kreditinstitute bei der Durchführung von Vollfinanzierungen für Unternehmen und beruflich Selbstständige eine größere Zurückhaltung als im Privatkundengeschäft. Im Gegensatz zu einer privaten Baufinanzierung können – auch bei geordneten finanziellen Verhältnissen – Kreditverhandlungen über eine betriebliche Investition ohne entsprechenden Eigenkapitaleinsatz der Gesellschafter schwierig werden. Sofern eine anstehende betriebliche Investition vollständig durch Fremdkapitalaufnahme realisiert werden soll, kann in der Bereitstellung zusätzlicher Kreditsicherheiten seitens des Unternehmens gegebenenfalls eine Verhandlungsmasse liegen. Eine Kontaktaufnahme zu einer Unternehmensberatung mit Tätigkeitsschwerpunkt Unternehmensfinanzierung kann überdies hilfreich sein.
Schlagworte:Baufinanzierung, Bonität, Finanzierung, Investition, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Vollfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Baufinanzierung, Bonitätsprüfung, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
BilMoG
Donnerstag, 7. Oktober 2010Die neue handelsrechtliche Bilanzierung nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) bringt erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss von Unternehmen mit sich, die nach dem HGB bilanzieren. Betroffen sind somit auch kleinere Mittelständler. In aller Regel ergeben sich deutliche Veränderungen durch eine höhere Dotierung der Pensionsrückstellungen für die Betriebliche Altersvorsorge (bAV). Dies geht grundsätzlich mit Verschlechterungen von Bilanzkennzahlen (z.B. Eigenkapitalquote) und Auswirkungen auf das Rating des Unternehmens einher. Die Unternehmensfinanzierung insgesamt bleibt somit auch nicht unberührt.
Schlagworte:bAV, Betriebliche Altersvorsorge, Bilanz, Bilanzierung, Bilanzkennzahlen, BilMoG, Eigenkapital, Eigenkapitalquote, Finanzierung, Finanzierungen, JA, Jahresabschluss, Jahresabschlussanalyse, Mittelstand, Mittelständler, Pensionsrückstellungen, Rating, Unternehmen, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Bonitätsprüfung, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | 1 Kommentar »