Artikel-Schlagworte: „Kredite“
Freitag, 3. Februar 2012
Wer sich heute für eine Baufinanzierung entscheidet, der wird whrscheinlich die nächsten 30 Jahre damit seine Zeit verbringen. Dies liegt zum einen natürlich dran, dass eine Finanzierung über viele Jahre abgeschlossen wird, zum anderen aber auch daran, dass mit der Anschaffung einer Immobilie immer weitere Kosten auf einen zukommen. Dennoch ist die Immobilie eine der besten Möglichkeiten einen Aufbau für die Altersvorsorge zu betreiben. Damit die Jahre mit der Baufinanzierung keine Bauchschmerzen verursachen, heißt es vor Abschluss einer Immobilienfinanzierung die Angebote zu vergleichen. Hierfür könnten beispielsweise Baufinanzierungsrechner genutzt werden, die man im Internet findet. Da nicht nur Banken Baufinanzierungen anbieten, sondern auch viele freie Finanzdienstleister, sollten die möglichen Alternativen einer Immobilienfinanzierung genau berechnet werden. Auch eine zusätzliche Absicherung für eine Anschlussfinanzierung ist sinnvoll, sodass die Absicherung der Zinsen bereits zu Vertragsabschluss der Immobilienfinanzierung gemacht werden kann.
Das klassische Bankdarlehen bei der Immobilienfinanzierung!
Vor einer Immobilienfinanzierung heißt es, die genauen Kosten zu berechnen. Hierzu zählen nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Baunebenkosten wie beispielsweise Renovierungsarbeiten oder Behördenkosten. Mit diesem Kostenplan ausgestattet kann eine Bank oder ein freier Finanzdienstleister aufgesucht werden, sodass ein Angebot zur Baufinanzierung erstellt werden kann. Zur klassischen Baufinanzierung zählt das Annuitätendarlehen. Hierbei entscheidet sich der Kreditnehmer für eine Baufinanzierung, welche mithilfe von monatlichen Raten zurückgezahlt wird. In dieser Rate sind die Zins- und Tilgungskosten enthalten. Zu Beginn der Baufinanzierung wird der Zinsanteil höher sein, da die Darlehenssumme größer ist. Je länger die Laufzeit, umso mehr relativiert sich das Verhältnis zwischen Zins und Tilgung, sodass am Ende eine höhere Tilgungsleistung erbracht werden kann. Sinnvoll für die Baufinanzierung ist eine Zinsfestschreibung. So kann man sich beispielsweise für eine Zinsfestschreibung von 10 Jahren entscheiden. Hierbei ist garantiert, dass der Zinssatz der Immobilienfinanzierung während dieser Zeit nicht geändert wird. Mithilfe eines Fowarddarlehens, welches ebenfalls viele Banken anbieten, kann sogar schon eine Zinsabsicherung für die Zukunft getroffen werden. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Folgefinanzierung der Baufinanzierung in 2 oder 3 Jahren bevorsteht und abgesichert werden soll.
Eigenkapital mit in die Immobilienfinanzierung einbringen!
Eine wichtige Grundregel für die Immobilienfinanzierung sollte die Einbringung von Eigenkapital sein. Durch dieses Eigenkapital wird die Finanzierungssumme verkleinert und der Kunde hat eine geringe Belastung. Auch für die Bank ist die Einbringung von Eigenkapital in die Immobilienfinanzierung sinnvoll, da der Kunde hier seine Sparfähigkeit unter Beweis gestellt hat. Eigenkapital für eine Immobilienfinanzierung kann in Form von Bargeld aber auch durch Eigenleistungen oder eines bereits bezahlten Grundstücks vorhanden sein bzw. erbracht werden. Sollten die Einkommensverhältnisse aber ausreichend gut sein, ist auch eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital möglich. Bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital sollten aber nicht zu viele, besser sogar keine Kredite bestehen, da dann die Darstellung der Finanzierung immer schwieriger wird. Sollten beispielsweise aber nur ein oder zwei kleine Ratenkredite bestehen, könnten diese im Zusammenhang mit der Baufinanzierung ohne Eigenkapital gleich mit umgeschuldet werden.
Zinsgünstige Darlehen für die Immobilienfinanzierung nutzen!
Neben dem Thema Eigenkapital und Bankdarlehen bei der Immobilienfinanzierung sollte auch die Aufnahme eines zinsgünstigen Darlehens bedacht werden. Diese Darlehen haben den Vorteil, dass sie mit einem besonders günstigen Zinssatz und einer niedrigen Tilgung ausgestattet sind. Somit hat der Kunde keine hohe monatliche Belastung zu einem günstigen Preis. Da zinsgünstige Darlehen jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen beantragt werden können, muss hier eine genau Kreditprüfung stattfinden. Solche Darlehen für die Baufinanzierung werden von den Ländern oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) angeboten und oftmals einfach nur als Förderdarlehen bezeichnet. Bei der KfW müssen bestimmte Kriterien wie energieeffizientes Bauen oder altersgerechtes Bauen nachgewiesen werden. Das Baugeld bzw. die Konditionen von Förderdarlehen sind meistens subventioniert und liegen daher oftmal unter dem üblichen Kapitalniveau. Besteht noch kein Bausparvertrag, so ist es manchmal sinnvoll diesen mit der Baufinanzierung gemeinsam abzuschließen, da auch dieser für eine spätere Folgefinanzierung genutzt werden kann.
Schlagworte:Baufinanzierung, Baufinanzierung ohne Eigenkapital, Baufinanzierungsrechner, Baugeld, Immobilienfinanzierung, Kredite, Ratenkredite
Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »
Dienstag, 20. Dezember 2011
Ganz grundsätzlich ist es überaus risikobehaftet, die Finanzierung eines Unternehmens im Wesentlichen auf das Wohlwollen seiner (einen bzw. einzigen) Hausbank abzustellen. Bei drohenden oder sich abzeichnenden Liquiditätsengpässen vergrößert sich die meist ungewollte Bankenabhängigkeit spürbar. Deutlich wird diese insbesondere, wenn sich höhere Auflagen bei der Prolongation bestehender Kreditlinien ergeben und die Gewährung von neuem Kapital zur Finanzierung der Betriebsmittel mit höheren Anforderungen, etwa zusätzlichen geforderten Kreditsicherheiten, verbunden ist. Wenn eingereichte betriebswirtschaftliche Unterlagen signalisieren, dass sich die Bonität des jeweiligen Unternehmens anhand des Ratings seitens der Bank verschlechtert hat, werden grundsätzlich auch bestehende Sonderkonditionen gestrichen, wodurch sich die Finanzierung im Vergleich zur bisherigen Situation verteuert. Die Anschlussfinanzierung wird bisweilen auch mit strengeren Auflagen als bisher versehen, beispielsweise hinsichtlich der Stellung von Kreditsicherheiten. Im Zusammenspiel mit der Geschäftsführung des Unternehmens werden in der Praxis häufig durch eine Unternehmensberatung sachgerechte Maßnahmen eingeleitet, die darauf abzielen, bestehenden Problemen bei der Generierung eines hinreichenden und nachhaltigen Cashflows zu begegnen. Dies stellt im Erfolgsfall sicher, dass das Unternehmen weiterhin die benötigten Kredite erhält.
Schlagworte:Cashflow, Finanzierung, Kredite, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Bonitätsprüfung, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Montag, 14. November 2011
Sofern auf dem Geschäftskonto eines Unternehmens oder beruflich Selbstständigen Sollsalden mit steigender Tendenz auf dem Kontokorrentkonto auftreten, besteht Handlungsbedarf. Grundsätzlich ist es für den Betrieb anzuraten, sich einer intensiven Ursachenforschung zu widmen, um aktiv an einer Lösung mitarbeiten zu können und nicht das Heft des Handelns den Kreditgebern überlassen zu müssen. Sofern die überhöhte Inanspruchnahme lediglich auf einer Ausweitung des betrieblichen Geschäftsumfangs, verbunden mit einem erhöhten Bedarf an einer Finanzierung von Betriebsmitteln beruht, kann eine dauerhafte, bei Saisonbetrieben gegebenenfalls auch befristete Erhöhung des Kontokorrentkredites bereits die ideale Lösung für Kreditgeber und Kreditnehmer sein.
Nicht selten jedoch zeigt eine tiefergehende Analyse, die vorzugsweise von einer bankenunabhängigen und somit neutralen Unternehmensberatung vorgenommen werden sollte, dass der kurzfristige Finanzierungsbedarf, der sich durch die überhöhte Inanspruchnahme der Kreditlinie manifestiert, nicht im Einklang mit den Umsatzzahlen steht und vielmehr Ausdruck einer nicht ausreichenden Finanzplanung, mangelnder betrieblicher Rentabilität und/oder einer nicht fristenkongruenten Finanzierung des betrieblichen Anlagevermögens ist.
In diesen Fällen gilt es, eine Konsolidierung der Kredite des Betriebes in die Wege zu leiten. Häufig zeigt sich hierbei in der Praxis, dass die Konsolidierung nicht nur die Verbindlichkeiten gegenüber der Hausbank und Lieferanten berücksichtigen muss, sondern auch darüber hinausgehende private Verbindlichkeiten der Geschäftsinhaber, da mit zunehmendem Liquiditätsdruck keine strikte Trennung von betrieblicher und privater Finanzsphäre mehr vorgenommen wurde.
Schlagworte:Finanzierung, Konsolidierung, Kredite
Veröffentlicht in Allgemein, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Mittwoch, 8. Juni 2011
Kreditkosten lassen sich grundsätzlich auf dreierlei Art senken: Abbau der Verschuldung, Wechsel zu einem günstigeren Anbieter (bzw. Verhandeln bestehender Konditionen) sowie Änderung der Finanzierungsstruktur. Die Abbau der Verschuldung lässt sich ad hoc grundsätzlich nur durch Kapitalmaßnahmen oder Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Bilanzverkürzung bei vorhandenen stillen Reserven bewerkstelligen. Mit weniger Aufwand und ohne ähnlich tiefgreifende Auswirkungen lassen sich häufig bessere Konditionen aushandeln. Von Vorteil beispielsweise in Zusammenhang mit einer anstehenden Anschlussfinanzierung ist hierbei die Vorlage eines besseren Konkurrenzangebots, um den bisherigen Finanzierer bei gleichbleibender Bonität zu Zugeständnissen bewegen zu können. Option 3, die Finanzierungsstruktur, die in der Praxis in nicht wenigen Fällen Optimierungspotenzial bietet, läuft im Kern auf die konsequente Inanspruchnahme der günstigsten Kredite unter Berücksichtigung der Laufzeit der mit der jeweiligen Finanzierung verbundenen Investition hinaus. Anstelle der zur Betriebsmittelfinanzierung verwandten Lieferantenkredite wird vorrangig die betriebliche Kontokorrentlinie genutzt, sofern diese zinsgünstiger ist. Bodensätze an KK-Inanspruchnahmen werden vermieden; durch Sachinvestitionen induzierte Inanspruchnahmen erfolgen nur als Vorfinanzierung im Vorfeld einer längerfristigen Finanzierung auf Darlehensbasis. Leasing als (teilweise) bilanzneutrale Fremdfinanzierungsmöglichkeit kommt in Betracht, sofern die Konditionen und die Vertragsinhalte als angemessene Alternative zur klassischen Kreditaufnahme zu würdigen sind. In Zweifelsfällen sollte man sich nicht scheuen, die zweite Meinung einer bankenunabhängigen Unternehmensberatung einzuholen.
Schlagworte:Bilanzverkürzung, Finanzierung, Finanzierungsstruktur, KK, KK-Kredit, Konditionen, Kredite, Kreditkosten, Leasing, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Verschuldung
Veröffentlicht in Allgemein, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Freitag, 3. Juni 2011
Wenn ein Unternehmen sich maßgeblich über kurzfristige Kredite finanziert in Gestalt einer Dauerinanspruchnahme der Betriebsmittelkreditlinie auf dem Kontokorrentkonto, ist dies an Flexibilität zwar kaum zu überbieten, jedoch zweifellos eine sehr, genauer gesagt zu teure Form der Unternehmensfinanzierung. Die permanente Inanspruchnahme eines Bodensatzes an täglich rückzahlbaren Geldern ist – analog zum Dispo bei Privathaushalten – eine alles andere als günstige Form der Refinanzierung. Überdies weisen einschlägige betriebswirtschaftliche Kennzahlen bei einem Szenario mit maßgeblich kurzfristiger Restlaufzeit der betrieblichen Verbindlichkeiten überaus schwache Werte aus, verbunden mit Ratings, die ihrerseits für verschlechterte Finanzierungsbedingungen sorgen können, die sich nach der erfolgten Jahresabschlussanalyse durch die Hausbank in Schwierigkeiten bei der Anschlussfinanzierung in Anspruch genommener Kredite manifestieren können. Eine Umschuldung des Bodensatzes von kurzfristigem Fremdkapital in mittel- bis langfristige Darlehensmittel ist eine Option, die man unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die bilanziellen Verhältnisse, den Zinsaufwand und die finanzielle Stabilität durch Reduzierung des latenten Zinserhöhungsrisikos mit einer bankenunabhängigen Unternehmensberatung durchdiskutieren sollte.
Schlagworte:Anschlussfinanzierung, Finanzierung, Jahresabschluss, Kennzahlen, KK, Kredite, Prolongation, Refinanzierung, Umschuldung, Unternehmensberatung
Veröffentlicht in Allgemein, Bonitätsprüfung, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Dienstag, 31. Mai 2011
Eine Konsolidierung ist für ein Unternehmen angezeigt, wenn es Schwierigkeiten gibt, bestehende Kredite überhaupt zu prolongieren oder dies nur zu schlechteren Konditionen vonstatten geht. Sofern – was der Regelfall ist – ein Unternehmen mit einer Hausbank zusammenarbeitet, die den wesentlichen Teil der Unternehmensfinanzierung bereitstellt, besteht in der Praxis ein nicht zu unterschätzendes Abhängigkeitsverhältnis. Insbesondere besteht eine deutliche Abhängigkeit der Kreditbedingungen vom Rating des Unternehmens, welches die Bonität und damit die Finanzierungsbedingungen aus Sicht des jeweiligen Kreditinstituts wesentlich beeinflusst und im Falle einer Negativentwicklung somit beeinträchtigt.
Sofern eine Anschlussfinanzierung zu vertretbaren Konditionen auf Probleme stößt, kann es eine Option darstellen, Alternativen mit Hilfe einer bankenunabhängigen Unternehmensberatung auszuloten. Gegebenenfalls kann ein Teil der Finanzierungen zu anderen Banken umgeleitet werden; bisweilen gilt es auch, konzeptionell tätig zu werden, um eine Ursachenforschung für quantitativ feststellbare Fehlentwicklungen im Unternehmen zu betreiben und Maßnahmen zur Begrenzung oder Gegensteuerung in die Wege zu leiten.
Entscheidend ist hierbei, dass der Betrieb auf Augenhöhe mit seinen Kapitalgebern verhandeln kann und insofern die erarbeiteten Konzepte zur Konsolidierung plausibel und widerspruchsfrei sind und nachvollziehbare Annahmen unter Berücksichtigung der Entwicklung des Betriebes im Zeitablauf enthalten. Ebenso sollte man sich allerdings darauf einstellen, dass die Neigung von Kreditinstituten im Zeitalter des Basel-III-Akkords in der Praxis abgenommen hat, Kredite auf Blankobasis zur Verfügung zu stellen.
Schlagworte:Anschlussfinanzierung, Blankokredite, Finanzierung, Konsolidierung, Kredite, Prolongation, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Krisenmanagement, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Montag, 2. Mai 2011
In Zeiten steigender Zinsen besteht die Gefahr eines sich selbst verstärkenden Effekts mit unschönen Auswirkungen auf Bilanzstrukturen und damit Rating sowie Bonität eines Unternehmens. Im Falle der Anpassung der Konditionen bestehender Kredite durch die finanzierenden Kreditinstitute an deren gestiegene Refinanzierungskosten verteuert sich die Finanzierung insgesamt. Insbesondere die Zinssätze für die Betriebsmittelkreditlinie auf dem betrieblichen Kontokorrentkonto sind hiervon betroffen. Auch Darlehen ohne Festzinsvereinbarung, also variabel verzinslich ausgestattete, sind von Zinssteigerungen betroffen. Hierdurch ist ein höherer Kapitaldienst die Folge. Im Falle betroffener Darlehen erhöht sich die Leistungsrate bei gleichbleibender Tilgung. Somit geht mit einer höheren Verzinsung zwar keine Verlängerung der Laufzeit einher, die Differenz aus bisheriger und künftig höherer Annuität spielgelt sich jedoch als zusätzlicher Zinsaufwand liquiditätswirksam auf dem Kontokorrentkonto wider. Der Cashflow, der für Investitionen und Verzehr, beispielsweise durch Privatentnahmen bzw. Geschäftsführergehälter, zur Verfügung steht, sinkt somit. Fatal kann es sich auswirken, wenn die Bilanzstrukturen des Unternehmens bislang ohnehin durch einen hohen Anteil an kurzfristigem Fremdkapital, gekennzeichnet sind. Ein hoher Anteil von Kontokorrentverbindlichkeiten ist einerseits mit einer erhöhten Anfälligkeit für Zinserhöhungen, andererseits mit einer niedrigen Anlagendeckung verbunden. Diese im Rahmen der Unternehmensanalyse gängige Kennzahl verdeutlicht, indem langfristig zur Verfügung stehendes Kapital – Eigenkapital sowie langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital – ins Verhältnis zum Anlagevermögen des Unternehmens gesetzt werden. Eine bislang maue Relation verschlechtert sich durch den geschilderten Effekt zwangsläufig. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass kurzfristige Finanzierungsmittel, sofern sie über das KK-Konto dargestellt werden, mit schlechteren Konditionen verbunden sind. Mit Hilfe einer Unternehmensberatung sollte in einem Szenario steigender Zinsen bei gegebener Anfälligkeit eines Betriebes die Zinsreagibilität der gesamten Finanzierung auf den Prüfstand gestellt werden; anhand alternativer Berechnungen möglicher Umschuldungsvarianten und Umstrukturierungsmöglichkeiten lassen sich im Idealfall eine höhere Stabilität und günstigere Finanzierungskonditionen gleichermaßen realisieren.
Schlagworte:Anlagendeckung, Bilanz, Bilanzstrukturen, Bonität, Eigenkapital, Finanzierung, Fremdkapital, JA, JA-Analyse, Kapitaldienst, KK, Kredite, Rating, Unternehmensanalyse, Unternehmensberatung, Zinserhöhungsrisiko, Zinsreagibilität
Veröffentlicht in Allgemein, Bonitätsprüfung, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Dienstag, 26. April 2011
Versicherungen kosten in jedem Fall Geld. Bisweilen retten sie auch welches, in mitunter existenziellem Ausmaß. Bei einer Existenzgründung ist aus diesem Grunde eine intensive Auseinandersetzung mit Haftung im Allgemeinen und finanziellen Risiken im Besonderen dringend anzuraten. Der prämierte Business Plan nützt wenig, wenn Haftungsgefahren übersehen oder aus falschem Geiz heraus unzureichend abgedeckt wurden.
Bevor man sich der Frage widmet, welche betrieblichen Versicherungen mit welchem Deckungsumfang benötigt werden, sollte man sich eingehend mit seinem sozialversicherungsrechtlichen Status nach Beginn des Sprungs in die Selbstständigkeit auseinandersetzen. Ein markantes Beispiel ist die Krankenversicherung, die sich ohne gegensteuernde Maßnahmen durch den Wegfall des Arbeitgeberzuschusses annähernd beitragsmäßig verdoppelt. Entsprechendes gilt für die Pflegeversicherung als weitere Pflichtversicherung. Dieser Kostenblock muss entsprechend im Rahmen der Finanzplanung berücksichtigt werden und im Vorfeld dem geplanten Cashflow gegenübergestellt werden. Grundsätzlich ist eine möglichst detaillierte und sorgfältige Kalkulation sämtlicher anfallender Fixkosten unter besonderer Berücksichtigung der Trennung zwischen betrieblicher und privater Finanzsphäre dringend geboten. Inwieweit es Wahlrechte oder Möglichkeiten zur gegebenenfalls befristeten Befreiung von Pflichtversicherungen in einigen Versicherungszweigen gibt, die im individuellen Einzelfall in Betracht kommen, können angehende Existenzgründer von einem entsprechenden Existenzgründungscoach oder einer spezialisierten Unternehmensberatung in Erfahrung bringen oder sich selbst mit den einzelnen Versicherungsträgern ins Benehmen setzen.
Dass bezogen auf die betrieblichen Versicherungen die Beiträge jedoch nicht nur als Kostenfaktor fungieren, sondern im Schadensfall auch das Betriebs- und Privatvermögen des Unternehmers durch die jeweilige Versicherungsleistung sichern können sollen, ist bei der Vereinbarung der jeweiligen Deckungssumme im Hinterkopf zu behalten. Der Vermögensschutz ist darüber hinaus auch ein Thema, wenn Existenzgründer Kredite benötigen. Im Gegensatz zu Dispositions- oder Konsumentenkrediten an Privatkunden sind Kreditsicherheiten hierbei bei der Antragstellung und Bewilligung grundsätzlich ein nicht unwichtiges Thema. Eine Existenzgründung in der Rechtsform einer juristischen Person mit einer entsprechenden Haftungsbeschränkung auf des Gesellschaftsvermögen sollte niemanden zu der Annahme verleiten lassen, Banken würden in diesen Fällen auf den potenziellen Zugriff auf das Privatvermögen des Gesellschafters durch Hereinnahme selbstschuldnerischer Bürgschaften sowie – bei Eheleuten – Vermögensverschiebenserklärungen verzichten. In der Praxis übliche Konstellationen zur Gestaltung der Unternehmensfinanzierung sollte man in Zweifelsfällen im Vorfeld mit einer Unternehmensberatung besprechen.
Schlagworte:Betriebliche Versicherungen, Existenzgründung, Finanzierung, haftung, Kredite, Privatvermögen, Untenehmensfinanzierung, Unternehmensberatung, Vermögen, Versicherungen
Veröffentlicht in Allgemein, Betriebliche Versicherungen, Existenzgründung, Sozialversicherung, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | 1 Kommentar »
Dienstag, 12. April 2011
Der Kapitalbedarf für eine Existenzgründung lässt sich bei einem Start-up von überschaubarer Größe manchmal komplett aus eigenen Mitteln bestreiten. Meistens werden jedoch Kredite in einem gewissen Umfang benötigt. Ratenkredite kommen hierbei grundsätzlich nur für überschaubare Beträge in Betracht. Ansonsten werden Darlehen zur betrieblichen Finanzierung beantragt. Der Unterschied liegt insbesondere in den unterschiedlichen Konditionen beider Finanzierungsvarianten. Während Ratenkredite vornehmlich standardisiert vergeben werden, bedarf es bei einem Darlehen einer individuellen Prüfung der Finanzierung durch das jeweilige Kreditinstitut. Für Unternehmen, auch Selbstständige, gilt ohnehin die Besonderheit, dass die Bonitätsprüfung auch laufend erfolgt. Hierfür sind turnusmäßig Jahresabschlüsse und betriebswirtschaftliche Auswertungen seitens der Kunden einzureichen. Die Besicherung eines Darlehens ist in aller Regel ebenfalls abweichend von einem herkömmlichen Kredit, wie er für Privatpersonen zur freien Verwendung oder zur Anschaffung von Konsumgütern vergeben wird. Grundsätzlich sind Kreditsicherheiten ebenso wie die Zinssätze im Geschäft mit Firmenkunden Verhandlungssache. Beide Vertragsbedingungen hängen allerdings auch voneinander ab. Je besser ein Darlehen abgesichert ist, desto günstigere Konditionen kann ein Kunde grundsätzlich im Vergleich zu einem Blankokredit erwarten. Eine Unternehmensberatung, die mit Fragen der betrieblichen Finanzierung eingehend vertraut ist und mit diversen Kreditinstituten zusammenarbeitet, kann durch eine Analyse der bestehenden Kreditverträge und Berücksichtigung der Marktgegebenheiten im Einzelfall die gesamten Finanzierungskosten im Zuge der Existenzgründung und für bereits etablierte Betriebe durchaus nicht unwesentlich verringern.
Schlagworte:Darlehen, Existenzgründung, Finanzierung, Kredite, Ratenkredite, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Bonitätsprüfung, Existenzgründung, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »
Montag, 11. April 2011
Die EZB hat letzte Woche damit begonnen, den Pfad des extrem billigen Geldes zu verlassen. Ob und welche direkten Auswirkungen die Erhöhung des Leitzinses von 1,00% auf 1,25% im Einzelfall für ein Unternehmen hat, hängt von den Umständen der jeweiligen Gestaltung der Unternehmensfinanzierung ab. Überliquide Betriebe mit Brutto- und Nettofinanzschulden von Null profitieren von einer zu erwartenden besseren Verzinsung ihrer liquiden Mittel. Diese sind in der Praxis jedoch eher rar gesät. Der häufigere Fall einer Inanspruchnahme von kurzfristigen Krediten, insbesondere der Betriebsmittelkreditlinie auf dem Kontokorrentkonto kann in Kürze tangiert werden, dadurch, dass die jeweilige Bank die Zinserhöhung an den Kunden als Kreditnehmer weitergibt. Eine unmittelbare Zinsanpassungsklausel gekoppelt an den Referenzzins ist darüber hinaus gehend auch möglich, in der Praxis für Kredite an Unternehmen jedoch eher die Ausnahme. Wie viel in Euro gerechnet die Verteuerung der Kreditkonditionen mit sich bringt, ergibt sich von der absoluten und relativen Höhe der KK-Kredite. Grundsätzlich ist hierzu im Übrigen zu bemerken, dass in vielen Fällen die Finanzierungskosten eines Betriebes zum Teil eine deutliche Reduzierung durch eine Umschuldung in mittelfristige Darlehen erfahren könnten. KK-Kredite stellen nämlich eine überaus teure Form der Finanzierung dar. Insofern sollte erwogen werden, spätestens, wenn die Mitteilung über die Konditionsanpassung ins Haus flattert, die diesbezüglichen Möglichkeiten einer Neustrukturierung der Finanzierung, gegebenenfalls unter Mitwirkung einer in Finanzierungsfragen versierten Unternehmensberatung, auszuloten.
Schlagworte:Finanzierung, Finanzierungskosten, KK-Kredit, Kredite, Leitzins, Leitzinserhöhung, Referenzzins, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
Veröffentlicht in Allgemein, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung | Keine Kommentare »