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Alternativen bei der Fremdfinanzierung

Montag, 4. April 2011

Manchmal wird Leasing als die günstigere Alternative zu einem Kredit als Form der Finanzierung gewählt oder zumindest als solche angeboten. Ob es im konkreten Einzelfall tatsächlich die günstigere Variante ist, ist allerdings fraglich und erst nach eingehenden Überlegungen zu beurteilen. Ab und zu ist Leasing einfach auch nur zweite Wahl, weil die Hausbank bei der Kreditvergabe abwinkt. Es gibt in der Tat die Konstellation, dass ein Kunde nicht für einen Kredit in der gewünschten Höhe gut ist, hingegen einen Leasingvertrag erhält. Der Unterschied zwischen beiden Varianten liegt in der Differenz hinsichtlich der monatlichen Belastung. Diese ist beim Leasing grundsätzlich niedriger. Dies ergibt sich daraus, dass der Kunde während der vereinbarten Vertragslaufzeit nicht vollständig tilgt. Vielmehr ist ein Leasingvertrag so kalkuliert, dass der aus Sicht des Leasinggebers, der Leasinggesellschaft, noch nicht amortisierte Teil der Finanzierung approximativ dem Zeitwert des Leasinggegenstands zum Ende der Grundleasingzeit entspricht. Der Kunde als Leasingnehmer tilgt in diesem Zeitraum somit nur den kalkulierten Werteverzehr bzw. die Wertminderung.
Auch zum Ende der Vertragslaufzeit gibt es Unterschiede zu einer klassischen Finanzierung durch Aufnahme eines Darlehens oder Kredits: Kann oder muss man den Leasinggegenstand käuflich übernehmen, falls ja, zu welchen Konditionen? Im Übrigen ist – hier unterscheiden sich Leasing und Kredit nicht – vor Vertragsabschluss noch zu prüfen, inwieweit das Leasingangebot des Herstellers/Verkäufers im Vergleich zu anderen Leasinggesellschaften günstig ist. Gegebenenfalls holt man Angebote der Konkurrenz ein, zum Beispiel mit Hilfe einer unabhängigen Unternehmensberatung.

Besonderheiten beim Leasing

Montag, 21. Februar 2011

Leasing ist eine besondere Form der Finanzierung. Es handelt sich um eine Mischung zwischen einer klassischen Kreditaufnahme, einem Mietvertrag und einem Mietkaufvertrag. Die einzelnen Elemente sind im jeweiligen Einzelfall unterschiedlich stark ausgeprägt. Der Leasingnehmer erwirbt kein Eigentum an dem Leasingobjekt, sondern mietet es von der Leasinggesellschaft. Diese wiederum kauft das Objekt und refinanziert den Kauf oftmals über ein Kreditinstitut. Die Leasinggesellschaft und das Kreditinstitut gehören mitunter demselben Konzern an. Während der Laufzeit des Leasingvertrages zahlt der Leasingnehmer monatliche Leasingraten. Diese sind fest vereinbart und unterliegen entsprechend keinem Zinsänderungsrisiko bei steigenden Zinssätzen. Die Leasingraten beinhalten die Abnutzung des Leasingobjekts, bemessen nach den Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die Finanzierungskosten sowie Verwaltungskosten und die kalkulierte Marge der Leasinggesellschaft unter Berücksichtigung eventueller Kreditausfallrisiken.
Im Vergleich zu einer klassischen Finanzierung auf Darlehensbasis ist der Kapitaldienst in Form der monatlichen Leasingrate in aller Regel niedriger als eine entsprechende Kreditrate. Dies hängt insbesondere damit zusammen, dass beim Leasing die rechnerische Tilgung nur bis zum kalkulierten Restwert des Leasinggegenstands zum Ende der Vertragslaufzeit erfolgt. Bei einem Kredit hingegen ist die Kreditsumme zum Ende der Kreditlaufzeit vollständig durch die Tilgungsanteile der Kreditraten zurückgezahlt. Dass Leasing insgesamt nicht die günstigere Form der Finanzierung darstellen muss (und in der Praxis oft auch nicht wird), lässt sich, gegebenenfalls unter Mithilfe einer auf Fragen rund um die Unternehmensfinanzierung spezialisierten Unternehmensberatung ermitteln.

Was ist für einen Business Plan wichtig?

Freitag, 11. Februar 2011

Der Business Plan für eine vorgesehene Existenzgründung enthält zunächst eine verbale Erläuterung der Geschäftsidee bzw. des Gründungsvorhabens sowie einen (häufig umfangreichen) Zahlenteil, der die geplante Geschäftsentwicklung komprimiert und übersichtlich darstellt. Hierunter fallen eine Umsatz- und Ertragsvorschau, eine Kapitalbedarfsplanung und eine Liquiditätsvorschau.
Wie umfangreich der Business Plan im Einzelfall zu sein hat und über welchen Zeitrahmen sich das Zahlenwerk zu erstrecken hat, kann nicht pauschal angegeben werden. Zum einen hängt dies von der Komplexität des Geschäftsvorhabens ab, zum anderen vom Adressaten. Beispielsweise kann ein (knapp gehaltener) Business Plan ausreichend für einen Antrag auf den Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit sein, während für die Bereitstellung von Finanzierungen durch öffentliche Förderinstitute eine noch tiefere und ausführlichere Darstellung erforderlich sein kann.
Grundsätzlich ist es jedoch erforderlich, dass das Zahlenwerk in sich geschlossen und widerspruchsfrei ist. Zudem muss es in Verbindung mit der Branchensituation plausibel sein und von dem Selbstständigen in spe erläutert und vertreten werden können. Insbesondere, wenn keine einschlägigen kaufmännischen oder betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vorhanden sind, empfiehlt es sich, eine Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung bei der Erstellung des Business Plans einzugehen.

Darlehen für Existenzgründer

Freitag, 28. Januar 2011

Ein Darlehen ist die gängigste Kreditart für die Durchführung einer mittel- bis langfristigen Finanzierung. Darlehen werden von grundsätzlich allen Banken und Sparkassen sowie von bestimmten öffentlichen Förderinstitutionen vergeben. Darlehensnehmer können sowohl Privatpersonen als auch Betriebe jeder Couleur von der Existenzgründung bis hin zum Großunternehmen sein.
Im Gegensatz zu einem Ratenkredit, der vornehmlich für die Finanzierung des privaten Konsums vergeben wird, ist ein Darlehen grundsätzlich für längerfristige Finanzierungen angelegt. In aller Regel weisen Darlehen günstigere Konditionen auf als ein Ratenkredit, beinhalten allerdings auch höhere Mindestbeträge. Häufig werden für die Gewährung eines Darlehens gesonderte Kreditsicherheiten von Seiten des Kreditinstituts verlangt. Die Konditionen für ein Darlehen richten sich nach der Darlehenslaufzeit, der Darlehenshöhe, der Bonität des Kreditnehmers und gegebenenfalls nach der Werthaltigkeit der zur Verfügung gestellten Kreditsicherheiten.
Es empfiehlt sich, für die Wahl des Finanzierungspartners angemessene Zeit zu verwenden, da sich die Konditionen einzelner Banken und Sparkassen nicht unbeträchtlich unterscheiden. Bei der Gesamtfinanzierung einer Existenzgründung sollte unbedingt die Möglichkeit geprüft werden, günstige öffentliche Mittel einzubinden. Dies sollte bei einer qualifizierten und unabhängigen Finanzberatung Standard sein.

Ertragsvorschau

Mittwoch, 19. Januar 2011

Man begibt sich aus vielerlei Motiven in die berufliche Selbstständigkeit: Angestrebte Unabhängigkeit ist der vermutlich meistgenannte Beweggrund, um eine Existenzgründung in Angriff zu nehmen.
Letztlich ist bei jeder Existenzgründung jedoch die entscheidende Frage, ob sich das Vorhaben als tragfähig erweist, und zwar nachhaltig. Die Anlaufphase ist nicht selten durch Verluste geprägt: Die Umsätze steigen erst sukzessive an und können zu Beginn die von vorn herein existenten Fixkosten noch nicht abdecken. Sorgsam und realistisch erstellte Ertragsvorschaurechnungen beinhalten nicht selten “geplante Verluste“. Kreditinstitute, die die Existenzgründung durch Bereitstellung eigener Kredite oder Durchleitung staatlicher Fördermittel begleiten, wissen um die Problematik und haben bei der Plausibilitätsprüfung der Ertragsvorschau ein besonderes Augenmerk auf die Darstellung der Anfangsphase. Geplante Verluste, die solide finanziert sind, sind aus diesem Grund grundsätzlich nicht zwangsläufig als Makel des geplanten Existenzgründungsvorhabens zu interpretieren.
Sofern sich zeigt, dass die ursprünglich angestrebten Umsatzzahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben, hat dies zweierlei Effekte, die unmittelbar miteinander zusammenhängen: Zum Einen werden die Planzahlen der Ertragsvorschaurechnung verfehlt, zum Anderen entsteht ein Defizit hinsichtlich der Liquiditätsausstattung des Unternehmens. Diese Zusammenhänge aufzuzeigen, ist ein Kernstück des Dienstleistungsangebots einer Unternehmensberatung. Unternehmensberater unterstützen Existenzgründer sowohl bei der Erstellung der für den Business Plan erforderlichen Ertragsvorschau als auch beim Controlling.

Privatentnahmen

Montag, 17. Januar 2011

Bei Problemen hinsichtlich der Unternehmensfinanzierung, die auf einer zunehmenden Zurückhaltung seitens der finanzierenden Kreditinstitute beruhen, sind grundsätzlich Zweifel an der Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens ursächlich, im schlimmeren Fall bereits offensichtliche Mängel.
Neben Maßnahmen, die zu einer Kapitaldienstentlastung führen, gilt es, Optionen zu einer Steigerung der Kapitaldienstgrenze zu prüfen. Hierunter fallen einerseits Möglichkeiten, Umsatzsteigerungen zu realisieren, andererseits ist auszuloten, inwieweit Kostensenkungen vorgenommen werden können. Für beide Zielrichtungen bietet sich die Einbindung einer Unternehmensberatung mit Know-how in der jeweiligen Branche an. Ebenso betrifft dies den dritten zentralen Punkt, der geeignet ist, eine Steigerung der Kapitaldienstgrenze herbeizuführen: Die Bindung des betrieblichen Cashflows durch Privatentnahmen des Inhabers bzw. entsprechend Geschäftsführergehälter. Eine Konsolidierung der privaten Finanzen, beispielsweise durch Umschuldungen privat aufgenommener Kredite, kann insoweit auch zu einer merklichen Entlastung der betrieblichen Sphäre beitragen.

Kurzfristige Kredite

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Die Laufzeit eines Kredites orientiert sich grundsätzlich an dem Verwendungszweck der entsprechenden Finanzierung. Entsprechend kann die Kreditlaufzeit nur wenige Tage betragen, gegebenenfalls auch unbefristet bzw. sehr langfristig vereinbart werden. Unbefristet bzw. “bis auf Weiteres“ vergeben werden insbesondere Dispositionskredite im Privatkundengeschäft der Banken und Sparkassen. Der eingeräumte Dispo steht dem Kontoinhaber damit grundsätzlich unbegrenzt zur Verfügung, solange die Voraussetzungen für die Kreditvergabe (regelmäßiges Einkommen in der aktuellen Höhe, Höhe des Gesamtverschuldungsgrads, keine Beanstandungen in der Kontoführung, keine Negativmerkmale, die dem Kreditinstitut aus externen Quellen wie der Schufa bekannt werden) gewahrt bleiben. Da Sollsalden vom Kreditnehmer täglich ohne Kündigung zurückgeführt werden können, handelt es sich um einen kurzfristigen Kredit, auch wenn dieser dauerhaft eingeräumt ist.
Befristete Kreditlinien sind hingegen nicht unüblich im Geschäft mit Geschäftskunden, also Unternehmen und Selbstständigen, zumal es sich hierbei oftmals um höhere Kreditbeträge handelt. Die revolvierende Aufrechterhaltung der zur Verfügung gestellten Kreditlinie ist hierbei abhängig von dem Ergebnis der turnusmäßigen Bonitätsprüfung anhand der einzureichenden Geschäftszahlen. Neben der notwendigen Ausstattung mit Betriebsmittelkrediten ist es Aufgabe der Finanzplanung, dafür Sorge zu tragen, dass die Struktur der Unternehmensfinanzierung ein dem betrieblichen Anlagevermögen angemessenes Volumen an langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet. Bei einer notwendigen Neustrukturierung ist es oftmals sinnvoll, die Dienste einer in Finanzierungsfragen versierten Unternehmensberatung in Anspruch zu nehmen.

Darlehen oder Ratenkredit?

Freitag, 17. Dezember 2010

Ein Darlehen ist die klassische Form für die Bereitstellung mittel- bis langfristiger Finanzierungen durch Kreditinstitute. Die Laufzeiten richten sich nach dem Verwendungszweck und reichen von kurzfristigen Krediten auf Darlehensbasis bis hin zu rd. 30 Jahren für eine Immobilienfinanzierung. Es stehen grundsätzlich diverse Tilgungsmöglichkeiten zur Verfügung. In der Praxis dominiert das sogenannte Annuitätendarlehen. Die regelmäßig zu leistende konstante Darlehensrate setzt sich hierbei aus einem mit zunehmender Laufzeit abnehmenden Zinsanteil und einem ansteigenden Tilgungsanteil zusammen. Das Gegenstück ist das sogenannte Festdarlehen, das bis zum Ende seiner Laufzeit nicht direkt getilgt wird; parallel werden hierfür sogenannte Tilgungssurrogate wie etwa Lebensversicherungen oder Fonds angespart, die das Darlehen zum Laufzeitende in einer Summe ablösen sollen.
Darlehen für mittlere Laufzeiten sind in ihrer Ausgestaltung einem Ratenkredit sehr ähnlich. Sie sind allerdings in aller Regel mit günstigeren Konditionen versehen, erfordern aber meist einen höheren zu finanzierenden Mindestbetrag sowie eine entsprechende Bonität des Kreditnehmers. Hinsichtlich der genauen Ausgestaltung der jeweiligen Finanzierungsvariante mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen bietet es sich im Zweifel an, eine Unternehmensberatung mit Expertise in Fragen rund um die Unternehmensfinanzierung zu kontaktieren.

Sonderkonditionen beim Leasing

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Beim Leasing gibt es keine Sonderzinssätze, mit denen geworben wird. Überhaupt wird beim Leasing grundsätzlich nicht mit Zinssätzen geworben, da die Kosten der Finanzierung nicht durch den Effektiven Jahreszins angegeben werden. Dass beispielsweise bei der Finanzierung eines Fahrzeugs über Leasing jedoch Kosten entstehen, die über den reinen Anschaffungspreis hinausgehen, sollte jedem klar sein. Sonderkonditionen spielen dahingehend eine Rolle, dass der Hersteller entweder einen Nachlass auf den Listenpreis einräumt oder dass günstige Konditionen sich in einer niedrigen Leasingrate widerspiegeln. Zu beachten ist allerdings, dass bei derartigen Sonderaktionen die Rahmenbedingungen hinsichtlich Sonderzahlung, Laufzeit und Modalitäten am Ende des Vertrages in aller Regel fix und damit nicht verhandelbar sind. Zu diesen Modalitäten zählen unter anderem die Vertragsbedingungen bezüglich der Konditionen einer käuflichen Übernahme des Fahrzeugs oder die Vergütung für den Kunden für den Fall, dass die Fahrleistung während der Leasinglaufzeit letztlich geringer ausfällt als kalkuliert. Auch aus diesem Grund ist es zu empfehlen, stets zum Vergleich Angebote für einen Kredit einzuholen. In Zweifelsfragen, welche Finanzierungsalternative aus welchen Gründen vor- und nachteilig ist, kann eine versierte Unternehmensberatung eingeschaltet werden.

Kreditsicherheiten

Freitag, 10. Dezember 2010

Anders als im Geschäft mit Privatkunden ist im Geschäft der Kreditinstitute mit Unternehmen und Selbstständigen die Kreditsicherung generell ein Thema. Die Höhe und Werthaltigkeit der vom Kreditnehmer zur Verfügung gestellten Sicherheiten hat regelmäßig einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Entscheidung über die Kreditvergabe und auch auf die Konditionen der bereitgestellten Finanzierungen. Blanko, also ungesichert, werden Kredite im Firmenkundengeschäft in der Regel nur als Kontokorrentkredite in begrenztem Umfang vergeben, eine entsprechende Bonität des Kunden vorausgesetzt.
Unternehmen mit einer Rechtsform, die die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt wie GmbH, Ltd. oder UG (haftungsbeschränkt), dürfen davon ausgehen, dass grundsätzlich für eine Kreditvergabe selbstschuldnerische Bürgschaften durch den/die Gesellschafter zur Voraussetzung gemacht werden. Weitere gängige Kreditsicherheiten sind Grundschulden im Zuge einer Immobilienfinanzierung, die Sicherungsübereignung beispielsweise eines finanzierten Fahrzeugs, die Abtretung insbesondere von Forderungen sowie die Verpfändung von Guthaben. Da die Bereitstellung werthaltiger Kreditsicherheiten die Vermögenslage des Unternehmens und/oder der Gesellschafter beeinträchtigt, bietet es sich im Zweifel an, bei der Strukturierung der Unternehmensfinanzierung auch unter diesem Aspekt eine Unternehmensberatung zu konsultieren.