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Tilgung von betrieblichen Finanzierungen

Donnerstag, 5. Januar 2012

Die Mindesttilgung bestimmt grundsätzlich bei einer Finanzierung deren längstmögliche Laufzeit. Während im Geschäft mit Privatkunden auch Darlehen zur freien Verwendung – meist allerdings als Ratenkredit – vergeben werden, ist dies im Kreditgeschäft an Unternehmen und beruflich Selbstständige vergleichsweise unüblich. So wird sich ein Finanzierungsangebot eines Kreditinstituts stets an der vorgesehenen Investition orientieren; gegebenenfalls stellt sich heraus, dass die vom Kunden favorisierte Darlehenslaufzeit schwerlich zu realisieren ist. Bei einer kürzeren Laufzeit steigt aufgrund der schnelleren Tilgung entsprechend der zu erbringende Kapitaldienst in Form der Darlehensannuität an.
Bei einer privaten Baufinanzierung hat sich eine Mindesttilgung von einem Prozent der Darlehenssumme zuzüglich ersparter Zinsen branchenweit als Standard herausgebildet. Bei gewerblichen Finanzierungen hingegen orientieren sich Kreditinstitute hinsichtlich der maximalen Darlehenslaufzeit bisweilen an den steuerlichen AfA-Sätzen.
Eine Besonderheit ergibt sich bei Umstrukturierungen der Unternehmensfinanzierung im Zuge der Konsolidierung. Für aufgelaufene Kontokorrentkredite, die in ein grundsätzlich zinsgünstigeres Konsolidierungsdarlehen umgeschuldet werden, sind bislang im Ergebnis keine Tilgungsleistungen erbracht worden. Die Darlehenslaufzeit entscheidet somit wesentlich über den – trotz des Zinsvorteils – höheren zu erbringenden Kapitaldienst infolge der einsetzenden Tilgung. Bei beabsichtigten betrieblichen Konsolidierungsdarlehen wird in der Praxis im Vorfeld häufig eine bankenunabhängige Unternehmensberatung eingebunden.

Konsolidierung

Montag, 14. November 2011

Sofern auf dem Geschäftskonto eines Unternehmens oder beruflich Selbstständigen Sollsalden mit steigender Tendenz auf dem Kontokorrentkonto auftreten, besteht Handlungsbedarf. Grundsätzlich ist es für den Betrieb anzuraten, sich einer intensiven Ursachenforschung zu widmen, um aktiv an einer Lösung mitarbeiten zu können und nicht das Heft des Handelns den Kreditgebern überlassen zu müssen. Sofern die überhöhte Inanspruchnahme lediglich auf einer Ausweitung des betrieblichen Geschäftsumfangs, verbunden mit einem erhöhten Bedarf an einer Finanzierung von Betriebsmitteln beruht, kann eine dauerhafte, bei Saisonbetrieben gegebenenfalls auch befristete Erhöhung des Kontokorrentkredites bereits die ideale Lösung für Kreditgeber und Kreditnehmer sein.
Nicht selten jedoch zeigt eine tiefergehende Analyse, die vorzugsweise von einer bankenunabhängigen und somit neutralen Unternehmensberatung vorgenommen werden sollte, dass der kurzfristige Finanzierungsbedarf, der sich durch die überhöhte Inanspruchnahme der Kreditlinie manifestiert, nicht im Einklang mit den Umsatzzahlen steht und vielmehr Ausdruck einer nicht ausreichenden Finanzplanung, mangelnder betrieblicher Rentabilität und/oder einer nicht fristenkongruenten Finanzierung des betrieblichen Anlagevermögens ist.
In diesen Fällen gilt es, eine Konsolidierung der Kredite des Betriebes in die Wege zu leiten. Häufig zeigt sich hierbei in der Praxis, dass die Konsolidierung nicht nur die Verbindlichkeiten gegenüber der Hausbank und Lieferanten berücksichtigen muss, sondern auch darüber hinausgehende private Verbindlichkeiten der Geschäftsinhaber, da mit zunehmendem Liquiditätsdruck keine strikte Trennung von betrieblicher und privater Finanzsphäre mehr vorgenommen wurde.

Analyse des Finanzierungsaufwands

Donnerstag, 22. September 2011

Der Finanzierungsaufwand, bestehend aus Zinsen, Bearbeitungsgebühren für Kredite und Nebenkosten des Geldverkehrs wie Kontoführungsgebühren umfasst in vielen Unternehmen einen wesentlichen Teil des Budgets und verzehrt entsprechend einen nicht unerheblichen Teil des Rohgewinns. Sofern die gesamten Kosten der Finanzierung eine steigende Tendenz aufweisen aufgrund zunehmender Höhe der Verbindlichkeiten und/oder ansteigender Zinsen aufgrund einer allgemeinen Zinserhöhung bzw. auch einer Verschlechterung der Bonität infolge schwächerer Ratingergebnisse, besteht Handlungsbedarf. Um einer Überschuldung entgegenzuwirken, die sich dadurch manifestiert, dass der Kapitaldienst nicht oder nicht mehr vollständig aus dem verfügbaren Cashflow erbracht werden kann, ist eine rechtzeitige Einleitung einer Konsolidierung der Finanzsphäre angezeigt. Für Unternehmen ist eine Konsolidierung in der Regel komplexer zu handhaben als eine drohende Überschuldungssituation bei Privathaushalten. Sie setzt insbesondere eine Ursachenanalyse der gestiegenen Kosten für die Finanzierung des Betriebs voraus. Das Ergebnis einer Unternehmensanalyse seitens einer unabhängigen Unternehmensberatung kann in der Praxis beispielsweise darauf hinauslaufen, dass Investitionsvorhaben über einen längeren Zeitraum nicht planmäßig mittel- bis langfristig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, sondern durch Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits finanziert wurden. Hierdurch wurde der Grundstein gelegt für eine spätere finanzielle Schieflage des Unternehmens, sofern angestrebte Umsatzziele nicht erreicht wurden und/oder Zinsänderungsrisiken schlagend wurden, woraufhin zusätzlicher Finanzierungsbedarf durch noch teurere Kredite in Form von Lieferantenkrediten und Verzicht auf Skonto gedeckt werden musste.

Unabhängigkeit

Dienstag, 30. August 2011

Wer die Dienste einer Unternehmensberatung in Anspruch nehmen möchte, sollte sich vergewissern, dass diese unabhängig agieren kann und im Rahmen der vereinbarten Dienstleistung und bei der Abarbeitung des Auftrags frei von Interessenkonflikten agieren kann. Wenn beispielsweise ein Konsolidierungskonzept erarbeitet werden soll und die betraute Unternehmensberatungsgesellschaft zur Unternehmensgruppe der Hausbank des Unternehmens gehört, ist nicht ohne Weiteres davon auszugehen, dass lediglich und ausschließlich die Interessen des Auftragnehmers vertreten werden. Hellhörig sollten Unternehmen insoweit werden, wenn ihnen bei Verhandlungen über die Konditionen für eine anstehende Anschlussfinanzierung oder bei der Bilanzbesprechung empfohlen wird, externe Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, hierbei jedoch just eine Beratungsgesellschaft mehr oder minder dringend nahegelegt wird.

Konsolidierung

Dienstag, 31. Mai 2011

Eine Konsolidierung ist für ein Unternehmen angezeigt, wenn es Schwierigkeiten gibt, bestehende Kredite überhaupt zu prolongieren oder dies nur zu schlechteren Konditionen vonstatten geht. Sofern – was der Regelfall ist – ein Unternehmen mit einer Hausbank zusammenarbeitet, die den wesentlichen Teil der Unternehmensfinanzierung bereitstellt, besteht in der Praxis ein nicht zu unterschätzendes Abhängigkeitsverhältnis. Insbesondere besteht eine deutliche Abhängigkeit der Kreditbedingungen vom Rating des Unternehmens, welches die Bonität und damit die Finanzierungsbedingungen aus Sicht des jeweiligen Kreditinstituts wesentlich beeinflusst und im Falle einer Negativentwicklung somit beeinträchtigt.
Sofern eine Anschlussfinanzierung zu vertretbaren Konditionen auf Probleme stößt, kann es eine Option darstellen, Alternativen mit Hilfe einer bankenunabhängigen Unternehmensberatung auszuloten. Gegebenenfalls kann ein Teil der Finanzierungen zu anderen Banken umgeleitet werden; bisweilen gilt es auch, konzeptionell tätig zu werden, um eine Ursachenforschung für quantitativ feststellbare Fehlentwicklungen im Unternehmen zu betreiben und Maßnahmen zur Begrenzung oder Gegensteuerung in die Wege zu leiten.
Entscheidend ist hierbei, dass der Betrieb auf Augenhöhe mit seinen Kapitalgebern verhandeln kann und insofern die erarbeiteten Konzepte zur Konsolidierung plausibel und widerspruchsfrei sind und nachvollziehbare Annahmen unter Berücksichtigung der Entwicklung des Betriebes im Zeitablauf enthalten. Ebenso sollte man sich allerdings darauf einstellen, dass die Neigung von Kreditinstituten im Zeitalter des Basel-III-Akkords in der Praxis abgenommen hat, Kredite auf Blankobasis zur Verfügung zu stellen.

Privatentnahmen

Montag, 17. Januar 2011

Bei Problemen hinsichtlich der Unternehmensfinanzierung, die auf einer zunehmenden Zurückhaltung seitens der finanzierenden Kreditinstitute beruhen, sind grundsätzlich Zweifel an der Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens ursächlich, im schlimmeren Fall bereits offensichtliche Mängel.
Neben Maßnahmen, die zu einer Kapitaldienstentlastung führen, gilt es, Optionen zu einer Steigerung der Kapitaldienstgrenze zu prüfen. Hierunter fallen einerseits Möglichkeiten, Umsatzsteigerungen zu realisieren, andererseits ist auszuloten, inwieweit Kostensenkungen vorgenommen werden können. Für beide Zielrichtungen bietet sich die Einbindung einer Unternehmensberatung mit Know-how in der jeweiligen Branche an. Ebenso betrifft dies den dritten zentralen Punkt, der geeignet ist, eine Steigerung der Kapitaldienstgrenze herbeizuführen: Die Bindung des betrieblichen Cashflows durch Privatentnahmen des Inhabers bzw. entsprechend Geschäftsführergehälter. Eine Konsolidierung der privaten Finanzen, beispielsweise durch Umschuldungen privat aufgenommener Kredite, kann insoweit auch zu einer merklichen Entlastung der betrieblichen Sphäre beitragen.

Zinsbelastung

Montag, 20. Dezember 2010

Der Zinsaufwand eines Unternehmens verzehrt in der Praxis häufig einen wesentlichen Teil des Rohertrags. Die absolute Höhe ist im Wesentlichen abhängig von den Volumina an aufgenommenem Fremdkapital und der Durchschnittsverzinsung. Im Rahmen einer Unternehmensanalyse, die von Kreditinstituten oder von einer beauftragten Unternehmensberatung durchgeführt wird, spielt insbesondere die relative Höhe im Branchenvergleich und im Zeitablauf eine Rolle.
Im Rahmen der Prüfung der Finanzierungsstruktur eines Unternehmens ist darüber hinaus zu prüfen, inwieweit neben dem ausgewiesenen Zinsaufwand weitere Finanzierungskosten die Ertragslage beeinträchtigen. Dies betrifft vorwiegend Leasingverträge und Lieferantenkredite, die ebenfalls – wenn auch verdeckte – Zinsbestandteile enthalten.
Im Rahmen einer Neustrukturierung der Unternehmensfinanzierung stellt der Zinsaufwand nicht selten eine wesentliche Stellschraube dar, beispielsweise durch die Ablösung in Anspruch genommener kurzfristiger und teurer Kredite durch Konsolidierungsdarlehen.

Unternehmensfinanzierung

Freitag, 26. November 2010

Die Finanzierung eines Unternehmens ist vielfach des Pudels Kern in Bezug auf einen notwendigen Konsolidierungsbedarf. Eine Unternehmensanalyse hat häufig zum Ergebnis, dass keine fristgerechte Finanzierung des Anlagevermögens vorgenommen wurde. Hierbei wurden langfristige Investitionen über kurzfristiges Fremdkapital durch eine Inanspruchnahme der bereitgestellten Kreditlinie auf dem Betriebsmittelkonto finanziert. Dies hat in der Regel zur Folge, dass aus dem Cashflow heraus keine oder nur unzureichende Tilgungsleistungen erbracht werden, wodurch die Anlagendeckung – eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, auf die Kreditinstitute im Rahmen der Bonitätsprüfung verstärktes Augenmerk richten – beeinträchtigt wird. Zudem stellt sich Zinsbelastung des Unternehmens bei dieser Form der Finanzierung absolut und relativ weitaus höher dar, als sie notwendig wäre. Eine mittel- bis langfristige Darlehensaufnahme brächte im Vergleich deutlich günstigere Konditionen mit sich. Bereits dieser Effekt ist geeignet, eine deutliche Ersparnis zu realisieren.

Im Zuge einer Existenzgründung werden derartige Szenarien idealerweise im Vorfeld durchleuchtet. Hierbei wird häufig eine qualifizierte Unternehmensberatung in die Analyse eingebunden.

Liquiditätsstatus

Freitag, 24. September 2010

In Krisenzeiten eines Unternehmens gilt es, sowohl Kosten- als auch Erlösstrukturen zu analysieren, zu stabilisieren und im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zu optimieren. Für eine qualifizierte Unterstützung hierbei bietet es sich an, eine Unternehmensberatung zu Rate zu ziehen. Ein besonderes Augenmerk bei der Konsolidierung ist auf die Finanzsituation bzw. den Liquiditätsstatus des Betriebes zu richten. Dies ergibt sich unmittelbar aus dem Umstand, dass jedes Unternehmen auf das Wohlwollen seiner Kreditgeber angewiesen ist, bestehende Kreditlinien aufrecht zu erhalten oder gegebenenfalls auch kurzfristig auszuweiten. Insbesondere bei kleineren Betrieben, die inhabergeführt sind oder sich noch in der Phase der Existenzgründung befinden, hat die finanzielle Privatsphäre einen wesentlichen Einfluss auf den Verzehr des betrieblichen Cashflows und damit auf die betrieblichen Finanzen insgesamt. Einerseits ist zu prüfen, inwieweit im privaten Bereich Einsparpotenziale gegeben sind, die den Betrieb somit entlasten können, andererseits bestehen bei einer unbefriedigenden Ertragssituation des Betriebes und damit einer unzureichenden Einkommenssituation des oder der Geschäftsinhaber häufig Ansprüche auf staatliche Transferleistungen. In Betracht kommen insbesondere Wohngeld als Mietzuschuss bzw. ein Lastenzuschuss, falls der Antragsteller in eigenen vier Wänden wohnt und eine laufende Baufinanzierung zu bedienen hat.

Konsolidierung

Dienstag, 21. September 2010

Wenn die Kapitaldienstfähigkeit offenkundig durch eine ansteigende Verschuldung nicht mehr gegeben ist, da die zu erbringenden Zins- und Tilgungsleistungen nicht mehr vollständig erwirtschaftet werden, ist dringender Konsolidierungsbedarf für ein Unternehmen angezeigt. Eine qualifizierte Unternehmensberatung kann sich den beiden zur Verfügung stehenden Stellschrauben eingehend widmen. Dies sind Möglichkeiten zur Steigerung der Kapitaldienstgrenze, insbesondere durch Steigerung des Cashflows, sowie Optionen zur Kapitaldienstentlastung, sprich Reduzierung der zu leistenden Zins- und Tilgungsleistungen, etwa durch eine Umstrukturierung der Unternehmensfinanzierung.