Artikel-Schlagworte: „Konditionen“
Mittwoch, 8. Juni 2011
Kreditkosten lassen sich grundsätzlich auf dreierlei Art senken: Abbau der Verschuldung, Wechsel zu einem günstigeren Anbieter (bzw. Verhandeln bestehender Konditionen) sowie Änderung der Finanzierungsstruktur. Die Abbau der Verschuldung lässt sich ad hoc grundsätzlich nur durch Kapitalmaßnahmen oder Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Bilanzverkürzung bei vorhandenen stillen Reserven bewerkstelligen. Mit weniger Aufwand und ohne ähnlich tiefgreifende Auswirkungen lassen sich häufig bessere Konditionen aushandeln. Von Vorteil beispielsweise in Zusammenhang mit einer anstehenden Anschlussfinanzierung ist hierbei die Vorlage eines besseren Konkurrenzangebots, um den bisherigen Finanzierer bei gleichbleibender Bonität zu Zugeständnissen bewegen zu können. Option 3, die Finanzierungsstruktur, die in der Praxis in nicht wenigen Fällen Optimierungspotenzial bietet, läuft im Kern auf die konsequente Inanspruchnahme der günstigsten Kredite unter Berücksichtigung der Laufzeit der mit der jeweiligen Finanzierung verbundenen Investition hinaus. Anstelle der zur Betriebsmittelfinanzierung verwandten Lieferantenkredite wird vorrangig die betriebliche Kontokorrentlinie genutzt, sofern diese zinsgünstiger ist. Bodensätze an KK-Inanspruchnahmen werden vermieden; durch Sachinvestitionen induzierte Inanspruchnahmen erfolgen nur als Vorfinanzierung im Vorfeld einer längerfristigen Finanzierung auf Darlehensbasis. Leasing als (teilweise) bilanzneutrale Fremdfinanzierungsmöglichkeit kommt in Betracht, sofern die Konditionen und die Vertragsinhalte als angemessene Alternative zur klassischen Kreditaufnahme zu würdigen sind. In Zweifelsfällen sollte man sich nicht scheuen, die zweite Meinung einer bankenunabhängigen Unternehmensberatung einzuholen.
Schlagworte:Bilanzverkürzung, Finanzierung, Finanzierungsstruktur, KK, KK-Kredit, Konditionen, Kredite, Kreditkosten, Leasing, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Verschuldung
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Freitag, 28. Januar 2011
Ein Darlehen ist die gängigste Kreditart für die Durchführung einer mittel- bis langfristigen Finanzierung. Darlehen werden von grundsätzlich allen Banken und Sparkassen sowie von bestimmten öffentlichen Förderinstitutionen vergeben. Darlehensnehmer können sowohl Privatpersonen als auch Betriebe jeder Couleur von der Existenzgründung bis hin zum Großunternehmen sein.
Im Gegensatz zu einem Ratenkredit, der vornehmlich für die Finanzierung des privaten Konsums vergeben wird, ist ein Darlehen grundsätzlich für längerfristige Finanzierungen angelegt. In aller Regel weisen Darlehen günstigere Konditionen auf als ein Ratenkredit, beinhalten allerdings auch höhere Mindestbeträge. Häufig werden für die Gewährung eines Darlehens gesonderte Kreditsicherheiten von Seiten des Kreditinstituts verlangt. Die Konditionen für ein Darlehen richten sich nach der Darlehenslaufzeit, der Darlehenshöhe, der Bonität des Kreditnehmers und gegebenenfalls nach der Werthaltigkeit der zur Verfügung gestellten Kreditsicherheiten.
Es empfiehlt sich, für die Wahl des Finanzierungspartners angemessene Zeit zu verwenden, da sich die Konditionen einzelner Banken und Sparkassen nicht unbeträchtlich unterscheiden. Bei der Gesamtfinanzierung einer Existenzgründung sollte unbedingt die Möglichkeit geprüft werden, günstige öffentliche Mittel einzubinden. Dies sollte bei einer qualifizierten und unabhängigen Finanzberatung Standard sein.
Schlagworte:Darlehen, Existenzgründung, Finanzberatung, Finanzierung, Konditionen, Kredit, Kredite, Ratenkredit, Ratenkredite, Unternehmensfinanzierung
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Freitag, 17. Dezember 2010
Ein Darlehen ist die klassische Form für die Bereitstellung mittel- bis langfristiger Finanzierungen durch Kreditinstitute. Die Laufzeiten richten sich nach dem Verwendungszweck und reichen von kurzfristigen Krediten auf Darlehensbasis bis hin zu rd. 30 Jahren für eine Immobilienfinanzierung. Es stehen grundsätzlich diverse Tilgungsmöglichkeiten zur Verfügung. In der Praxis dominiert das sogenannte Annuitätendarlehen. Die regelmäßig zu leistende konstante Darlehensrate setzt sich hierbei aus einem mit zunehmender Laufzeit abnehmenden Zinsanteil und einem ansteigenden Tilgungsanteil zusammen. Das Gegenstück ist das sogenannte Festdarlehen, das bis zum Ende seiner Laufzeit nicht direkt getilgt wird; parallel werden hierfür sogenannte Tilgungssurrogate wie etwa Lebensversicherungen oder Fonds angespart, die das Darlehen zum Laufzeitende in einer Summe ablösen sollen.
Darlehen für mittlere Laufzeiten sind in ihrer Ausgestaltung einem Ratenkredit sehr ähnlich. Sie sind allerdings in aller Regel mit günstigeren Konditionen versehen, erfordern aber meist einen höheren zu finanzierenden Mindestbetrag sowie eine entsprechende Bonität des Kreditnehmers. Hinsichtlich der genauen Ausgestaltung der jeweiligen Finanzierungsvariante mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen bietet es sich im Zweifel an, eine Unternehmensberatung mit Expertise in Fragen rund um die Unternehmensfinanzierung zu kontaktieren.
Schlagworte:Baufinanzierung, Bonität, Bonitätsprüfung, Darlehen, Finanzierung, Finanzierungen, Immobilienfinanzierung, Konditionen, Kredit, Kredite, Ratenkredit, Ratenkredite, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
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Mittwoch, 15. Dezember 2010
Beim Leasing gibt es keine Sonderzinssätze, mit denen geworben wird. Überhaupt wird beim Leasing grundsätzlich nicht mit Zinssätzen geworben, da die Kosten der Finanzierung nicht durch den Effektiven Jahreszins angegeben werden. Dass beispielsweise bei der Finanzierung eines Fahrzeugs über Leasing jedoch Kosten entstehen, die über den reinen Anschaffungspreis hinausgehen, sollte jedem klar sein. Sonderkonditionen spielen dahingehend eine Rolle, dass der Hersteller entweder einen Nachlass auf den Listenpreis einräumt oder dass günstige Konditionen sich in einer niedrigen Leasingrate widerspiegeln. Zu beachten ist allerdings, dass bei derartigen Sonderaktionen die Rahmenbedingungen hinsichtlich Sonderzahlung, Laufzeit und Modalitäten am Ende des Vertrages in aller Regel fix und damit nicht verhandelbar sind. Zu diesen Modalitäten zählen unter anderem die Vertragsbedingungen bezüglich der Konditionen einer käuflichen Übernahme des Fahrzeugs oder die Vergütung für den Kunden für den Fall, dass die Fahrleistung während der Leasinglaufzeit letztlich geringer ausfällt als kalkuliert. Auch aus diesem Grund ist es zu empfehlen, stets zum Vergleich Angebote für einen Kredit einzuholen. In Zweifelsfragen, welche Finanzierungsalternative aus welchen Gründen vor- und nachteilig ist, kann eine versierte Unternehmensberatung eingeschaltet werden.
Schlagworte:Effektiver Jahreszins, Finanzierung, Finanzierungen, Konditionen, Kredit, Kredite, Leasing, Sonderkonditionen, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Zinsen
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Freitag, 26. November 2010
Die Finanzierung eines Unternehmens ist vielfach des Pudels Kern in Bezug auf einen notwendigen Konsolidierungsbedarf. Eine Unternehmensanalyse hat häufig zum Ergebnis, dass keine fristgerechte Finanzierung des Anlagevermögens vorgenommen wurde. Hierbei wurden langfristige Investitionen über kurzfristiges Fremdkapital durch eine Inanspruchnahme der bereitgestellten Kreditlinie auf dem Betriebsmittelkonto finanziert. Dies hat in der Regel zur Folge, dass aus dem Cashflow heraus keine oder nur unzureichende Tilgungsleistungen erbracht werden, wodurch die Anlagendeckung – eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, auf die Kreditinstitute im Rahmen der Bonitätsprüfung verstärktes Augenmerk richten – beeinträchtigt wird. Zudem stellt sich Zinsbelastung des Unternehmens bei dieser Form der Finanzierung absolut und relativ weitaus höher dar, als sie notwendig wäre. Eine mittel- bis langfristige Darlehensaufnahme brächte im Vergleich deutlich günstigere Konditionen mit sich. Bereits dieser Effekt ist geeignet, eine deutliche Ersparnis zu realisieren.
Im Zuge einer Existenzgründung werden derartige Szenarien idealerweise im Vorfeld durchleuchtet. Hierbei wird häufig eine qualifizierte Unternehmensberatung in die Analyse eingebunden.
Schlagworte:Abschreibungen, Analyse, Anlagendeckung, Betriebsmittel, Betriebsmittelkredit, Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, Boniät, Bonitätsprüfung, Cashflow, Ersparnis, Existenzgründung, Finanzergebnis, Finanzierung, Fremdkapital, Kennzahlen, KK, KK-Linie, Konditionen, Konsolidierung, Kredit, Kreditkonditionen, Kreditlinie, Tilgung, Unternehmensanalyse, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Zinsen, Zinsersparnis
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Freitag, 1. Oktober 2010
Unter einer Vollfinanzierung versteht man eine Investition, die vollständig durch Aufnahme von Fremdkapital durchgeführt wird. In der Praxis erfolgt hierbei eine Finanzierung, bei der der Kaufpreis in voller Höhe durch neu valutierte Kredite oder Darlehen durch Kreditinstitute beglichen wird.
Für ein Unternehmen hat eine Vollfinanzierung den Vorteil, dass das bestehende Eigenkapital geschont wird. Unter der Maßgabe, dass die Investition sich als rentabel herausstellen soll, muss diese rechnerisch jedoch eine höhere Rendite erwirtschaften als die Finanzierungskosten, bemessen nach dem Effektiven Jahreszins. Auch ist zu beachten, dass die Eigenkapitalquote sinkt, was sich negativ auf das Rating des Unternehmens auswirken kann. Überdies steigt im Vergleich zu einer Mischfinanzierung mit einem teilweisen Eigenkapitalanteil der Kapitaldienst an.
Für gewöhnlich üben Kreditinstitute bei der Durchführung von Vollfinanzierungen für Unternehmen und beruflich Selbstständige eine größere Zurückhaltung als im Privatkundengeschäft. Sofern eine anstehende betriebliche Investition vollständig durch Fremdkapitalaufnahme realisiert werden soll, kann in der Bereitstellung zusätzlicher Kreditsicherheiten seitens des Unternehmens gegebenenfalls eine Verhandlungsmasse liegen. Im Übrigen kann eine ortsansässige und unabhängige Unternehmensberatung aufgrund ihrer lokalen Marktkenntnis bei der Wahl geeigneter Finanzierungspartner hilfreich sein.
Schlagworte:Darlehen, Eigenkapital, Finanzierung, Finanzierungen, Fremdkapital, Investition, Kapitaldienst, Konditionen, Kredit, Kredite, Kreditsicherheiten, Rating, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Vollfinanzierung, Zinsaufwand, Zinsen
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Mittwoch, 15. September 2010
Wenn in Zusammenhang mit dem Dispo auf dem privaten Girokonto bisweilen von einer Kostenfalle die Rede ist, gilt dies nicht selten auch für Kontokorrentkredite. Anders als im Privatkundengeschäft lässt sich, etwa über die Bereitstellung von Kreditsicherheiten, mitunter zwar über die Konditionen verhandeln, dennoch sind die Angebote der Kreditinstitute in aller Regel kaum als günstig zu bezeichnen, insbesondere nicht im Vergleich zu mittel- und langfristigen Finanzierungen. Ohnehin stellt eine KK-Inanspruchnahme, die über Dispositionsspitzen hinausgeht, ein latentes Risiko für die Unternehmensfinanzierung dar. Neben der Belastung der Ertragslage durch die Finanzierungskosten geht mit einer Dauerinanspruchnahme des KK-Kredits auch eine Verschlechterung der Bilanzrelationen einher, die sich in einem verschlechterten Rating und damit künftig eingeschränkteren Finanzierungsmöglichkeiten äußern kann. Ein Investitionsbedarf, der fremdfinanziert werden soll, sollte somit über Kredite, die sich in ihrer Laufzeit an der geplanten Nutzungsdauer orientieren, abgedeckt werden.
Schlagworte:Bilanz, Bilanzkennzahlen, Bilanzrelationen, Dispo, Dispositionskredit, Finanzierung, Finanzierungen, Fremdfinanzierung, Investition, KK, Konditionen, Kontokorrent, Kontokorrentkredit, Kontokorrentlinie, Kredit, Kredite, Kreditsicherheiten, Rating, Tilgung, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Verschuldung, Verschuldungsgrad, Zinsaufwand, Zinsbelastung, Zinsen
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Montag, 23. August 2010
Der Umstand, dass Kredite bonitätsabhängig vergeben werden, ist ein uralter Hut. Lediglich in jüngerer Zeit ist die Vokabel “bonitätsabhängig” in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelangt, da Kreditinstitute auch im Privatkundengeschäft für Ratenkredite individuelle Konditionen eingeführt haben. Diese werden grundsätzlich anhand des EDV-gestützten Scorings ermittelt und weichen in der Regel nicht unerheblich von den mit Fußnoten und/oder Sternchen versehenen Top-Konditionen aus der Werbung ab. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Umsetzung der neuen EU-Verbraucherkreditrichtlinie diese Praxis eindämmen wird.
Für Unternehmen und beruflich Selbstständige ändert sich an der bisherigen Handhabung nichts, wonach die Bonität als Zusammenspiel von wirtschaftlicher und persönlicher Kreditwürdigkeit kontinuierlich durch das jährliche Rating neu unter Beweis gestellt werden muss. Die Konditionen für bereitgestellte Kredite sowie die Bereitschaft der Banken, das Unternehmen durch die Bereitstellung von Finanzierungen weiterhin zu begleiten, werden weiterhin von den Ergebnissen der Jahresabschlussanalyse, der Kontoführung und der Qualität der zur Verfügung gestellten Kreditsicherheiten abhängen. Werden Probleme bei der Unternehmensfinanzierung unübersehbar, die sich beispielsweise durch eine zunehmende Ausschöpfung der Kreditlinie äußern, empfliehlt es sich, beizeiten eine Unternehmensberatung zur Ursachen- und Schwachstellenanalyse einzuschalten.
Schlagworte:Bonität, bonitätsabhängig, Finanzierung, Finanzierungen, Jahresabschluss, Jahresabschlussanalyse, Konditionen, Kredit, Kredite, Kreditsicherheiten, Kreditvergabe, Kreditwürdigkeit, Rating, Verbraucherkredit, Verbraucherkreditrichtlinie
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Freitag, 6. August 2010
Eine Bürgschaft ist eine klassische Form der Kreditsicherung. Hierbei steht der Bürge dafür ein, dass der vergebene Kredit vom Kreditnehmer entsprechend den Regelungen der zugrunde liegenden Finanzierung zurückgezahlt wird. Im Falle von Zahlungsstörungen kann sich das finanzierende Kreditinstitut somit an den Bürgen halten. Bei einer Begleichung der Forderung durch den Bürgen kann sich dieser als Folge des gesetzlichen Forderungsübergangs an den Kreditnehmer als Hauptschuldner wenden.
Die Bürgschaft spielt im Privatkundengeschäft der Banken und Sparkassen eine vergleichsweise seltene Rolle, sieht man von Mietbürgschaften ab. Bei einer Baufinanzierung treten Kunden mitunter als Bürgschaftsnehmer einer Bürgschaft der Hausbank zugunsten des Bauunternehmens hinsichtlich der Vertragserfüllung auf.
Kredite an juristische Personen, beispielsweise eine GmbH, werden in aller Regel durch Kreditinstitute nur dann vergeben, wenn sie durch Bürgschaften der Gesellschafter abgesichert sind. Die persönliche Haftung der Gesellschafter bei Aufnahme einer Finanzierung lässt sich gegenüber Kreditinstituten kaum vermeiden. Gegenüber Lieferanten mag dies im Zweifelsfall anders zu gestalten sein. Hierbei wiederum sollten die Konditionen für etwaige Lieferantenkredite, gegebenenfalls unter Einbeziehung einer Unternehmensberatung, jedoch unbedingt ins Kalkül gezogen werden.
Schlagworte:Baufinanzierung, Bürgschaft, Finanzierung, haftung, Konditionen, Kredit, Kreditsicherheiten, Lieferantenkredit, Mietbürgschaft, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
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Mittwoch, 28. Juli 2010
Die Finanzierungskosten, bestehend aus Zinsen, Bearbeitungsgebühren für Kredite und Nebenkosten des Geldverkehrs verzehren in vielen Unternehmen einen wesentlichen Teil des Rohgewinns. Sofern die gesamten Finanzierungskosten eine steigende Tendenz aufweisen, kann dies grundsätzlich mehrer Ursachen haben: Ein Anstieg der in Anspruch genommenen betrieblichen Kredite ist ebenso wie eine Erhöhung der Durchschnittsverzinsung denkbar. Im Hinblick auf eine vielfach seitens der Kreditinstitute praktizierte risikogerechte Bepreissung ist auch eine Wechselwirkung in der Praxis nicht selten anzutreffen: Höher verschuldete Unternehmen erhalten schlechtere Konditionen für beantragte Finanzierungen, da ihr Rating schlechter ausfällt.
Um einer Überschuldung entgegenzuwirken, die sich darin äußert, dass der Kapitaldienst nicht oder nicht mehr vollständig aus dem laufenden Cashflow erbracht werden kann, ist eine rechtzeitige Einleitung einer Konsolidierung der Finanzen geboten. Eine häufige Maßnahme besteht in einer Neustrukturierung der betrieblichen Verbindlichkeiten, unter anderem mit einer Ablösung des Kontokorrentsaldos durch ein längerfristiges Konsolidierungsdarlehen. Im Übrigen zeigt eine Unternehmensberatung häufig Potenziale zur Optimierung der betrieblichen Finanzierung außerhalb der Geschäftsverbindung zu den finanzierenden Banken auf. Eine Verkürzung der Debitorenlaufzeit sowie aktives und passives Nutzen von Skontovereinbarungen stellen in dieser Hinsicht Ansatzpunkte dar, um die Finanzierungskosten eines Unternehmens zu reduzieren.
Schlagworte:Cashflow, Darlehen, Debitoren, Finanzierung, Finanzierungskosten, Gebühren, Kapitaldienst, KK, Konditionen, Konsolidierung, Kontokorrent, Kosten, Kredite, Kreditoren, Nebenkosten, Rating, Rohgewinn, Skonto, Überschuldung, Unternehmensberatung, Verbindlichkeiten, Verzinsung, Zinsen
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