Die Zeiten, in denen alleine die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung für einen auskömmlichen Lebensstandard im Ruhestand sorgen konnten, sind wohl definitiv vorbei. Wer sich im Rahmen einer Existenzgründung in die berufliche Selbstständigkeit begibt, sollte dies bei seiner mittelfristigen Finanzplanung unbedingt berücksichtigen, auch wenn dieser Aspekt womöglich zunächst im Rahmen des gesamten Projekts Selbstständigkeit nicht vordringlich erscheint. In jedem Fall zu klären ist jedoch der rentenversicherungsrechtliche Status, den der Selbstständige künftig einnimmt. Dieser wird seitens der Deutschen Rentenversicherung per Verwaltungsakt beschieden. Sich im Zuge der Existenzgründung hierum nicht zu kümmern, birgt das Risiko von unter Umständen langjährigen Nachzahlungen von Rentenversicherungsbeiträgen in sich.
Wer als nicht rentenversicherungspflichtig eingestuft wird oder sich für einen befristeten Zeitraum von der Versicherungspflicht befreien lässt und keine freiwilligen Beiträge entrichtet, verfügt zwar über einen zusätzlichen Liquiditätspuffer, der in quasi jeder Anlaufphase einer Existenzgründung willkommen ist. Andererseits jedoch entsteht bzw. vergrößert sich auf längere Sicht eine Lücke bei der Altersvorsorge.
Eine anlässlich der Existenzgründung sorgsam durchgeführte Finanzplanung berücksichtigt diese Lücke, die oftmals auch mit einem vergleichsweise geringen Budget bei langen Zeiträumen zu schließen ist. Eine Unternehmensberatung, die parallel in die Erstellung und Prüfung des Business Plans eingebunden ist, ist hierbei ein geeigneter Partner, auch bei der Frage, welche Vor- und Nachteile einzelne Möglichkeiten zur privaten Vorsorge aufweisen.
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Vorsorge nicht vergessen
Mittwoch, 23. März 2011Zu günstig oder zu teuer?
Freitag, 11. März 2011Wie kalkuliert man seine Preise? Diese Frage stellt sich für jedes Unternehmen, und zwar permanent. Die Kalkulation betrifft jedes einzelne angebotene Produkt, egal ob es sich um einen Handelsbetrieb, ein Industrieunternehmen oder einen Betrieb aus dem Dienstleistungssektor handelt.
Das Festsetzen von Preisen gestaltet sich dann besonders dann schwierig, wenn es an Erfahrungswerten mangelt. Wenn ein Unternehmen neu in dem jeweiligen Marktsegment agiert, beispielsweise bei einer Ausweitung des bestehenden Sortiments, bei einem kompletten Markteintritt oder auf einem neuen Vertriebsweg, steht die Preiskalkulation auf unsicheren Füßen. Dementsprechend ist dies für junge Betriebe in der Phase der Existenzgründung eine besondere Herausforderung und eine kritische Erfolgsgröße.
Die Praxis zeigt aus Sicht einer begleitenden Unternehmensberatung, dass mitunter die Gefahr besteht, dass Existenzgründer sich gleichsam unter Wert verkaufen. Dies bedeutet, dass der Versuch unternommen wird, einen erfolgreichen Markteintritt “über den Preis“ zu realisieren. Dies kann funktionieren, muss es aber nicht. Der Erfolg einer solchen Strategie hängt insbesondere von den herrschenden Wettbewerbsbedingungen ab. Diese unterscheiden sich erheblich in einzelnen Branchen. Ein Ergebnis der Analyse der Preiskalkulation durch eine Unternehmensberatung kann beispielsweise darin bestehen, dass einzelne Produkte “über den Preis“ angeboten werden müssen, während für andere aufgrund etwa bestehender Differenzierungsmöglichkeiten gegenüber dem Angebot der Wettbewerber das Durchsetzen einer höheren Marge realisierbar erscheint. Man stellt hierbei in der Praxis regelmäßig auf besondere Alleinstellungsmerkmale seines Produkts oder seiner Dienstleistung ab, um einen im Vergleich zunächst höher erscheinenden Preis begründen zu können.
Was ist für einen Business Plan wichtig?
Freitag, 11. Februar 2011Der Business Plan für eine vorgesehene Existenzgründung enthält zunächst eine verbale Erläuterung der Geschäftsidee bzw. des Gründungsvorhabens sowie einen (häufig umfangreichen) Zahlenteil, der die geplante Geschäftsentwicklung komprimiert und übersichtlich darstellt. Hierunter fallen eine Umsatz- und Ertragsvorschau, eine Kapitalbedarfsplanung und eine Liquiditätsvorschau.
Wie umfangreich der Business Plan im Einzelfall zu sein hat und über welchen Zeitrahmen sich das Zahlenwerk zu erstrecken hat, kann nicht pauschal angegeben werden. Zum einen hängt dies von der Komplexität des Geschäftsvorhabens ab, zum anderen vom Adressaten. Beispielsweise kann ein (knapp gehaltener) Business Plan ausreichend für einen Antrag auf den Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit sein, während für die Bereitstellung von Finanzierungen durch öffentliche Förderinstitute eine noch tiefere und ausführlichere Darstellung erforderlich sein kann.
Grundsätzlich ist es jedoch erforderlich, dass das Zahlenwerk in sich geschlossen und widerspruchsfrei ist. Zudem muss es in Verbindung mit der Branchensituation plausibel sein und von dem Selbstständigen in spe erläutert und vertreten werden können. Insbesondere, wenn keine einschlägigen kaufmännischen oder betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vorhanden sind, empfiehlt es sich, eine Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung bei der Erstellung des Business Plans einzugehen.
Altersvorsorge mit Steuervorteilen
Freitag, 4. Februar 2011Die sogenannte Rürup-Rente (Basisrente) ermöglicht es jedermann, steuerlich begünstigt seine private Altersvorsorge zu stärken. Jeder kann somit in den Genuss der staatlichen Förderung seiner Beiträge gelangen. Diese besteht, anders als bei Riester, jedoch nicht aus Zulagen, sondern nur aus Steuervergünstigungen. Diese werden – sofern ein entsprechendes zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet wird – allerdings in höherem Ausmaß wirksam, da bis zu 20.000 € pro Jahr steuerwirksam angelegt werden können, während die Riester-Förderung je Person und Jahr im Ergebnis auf 2.100 € beschränkt ist. Voraussetzung dafür, dass die eingezahlten Beiträge für einen Rürup-Vertrag als Sonderausgaben das zu versteuernde Einkommen in dem Maße senken, dass die effektive Steuerbelastung sinkt, ist entsprechend, dass ein ausreichendes Einkommen erwirtschaftet wurde. Bei einer Existenzgründung ist hiervon in der Anlaufphase für gewöhnlich vergleichsweise selten auszugehen. Wie bei allen Varianten der Geldanlage sollten steuerliche Überlegungen daher nicht das vorrangige Motiv sein. Die Rürup-Rente ist ganz überwiegend den Rahmenbedingungen der gesetzlichen Rentenversicherung nachempfunden. Hieraus erklärt sich auch ihr wesentlicher Nachteil, die sehr eingeschränkte Flexibilität. Anders als bei Riester und staatlich nicht geförderten Formen der privaten Altersvorsorge sind keine Kapitalauszahlungen möglich, sondern lediglich lebenslange Rentenleistungen.
Riester für Existenzgründer
Mittwoch, 2. Februar 2011Auch für angehende Selbstständige ist die private Altersvorsorge ein Thema. Genauer gesagt, ist dies insbesondere im Rahmen einer Existenzgründung ein wesentlicher Aspekt. Einerseits gilt es zu klären, inwieweit bestehende Verträge zu welchen Rahmenbedingungen fortgeführt werden können und sollen. Andererseits gilt es, neu entstehende Lücken ausfindig zu machen und diese im Rahmen der individuellen Möglichkeiten zu schließen. Im Hinblick auf die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge sind insbesondere zwei Vertragsformen, die unter den Bezeichnungen “Riester“ und “Rürup“ bekannt sind, von Interesse. Riester ist insbesondere eine Option für diejenigen, die staatlich gefördert werden durch Zulagen und Steuervergünstigungen. Die staatliche Förderung sorgt einerseits für eine Mindestrendite der langfristigen Geldanlage und stellt andererseits sowohl eine Garantie zumindest der eingezahlten Beträge als auch einen Schutz vor Zugriffen Dritter sicher (sogenanntes Schonvermögen im Zusammenhang mit Hartz IV). Wer als Selbstständiger nicht gefördert wird, weil er nicht als rentenversicherungspflichtig eingestuft ist, und auch keinen entsprechenden Ehepartner vorweisen kann, für den kann sich ein Riester-Vertrag, auch wenn er nicht gefördert wird, dennoch lohnen im Hinblick auf die Renditechancen bei gleichzeitig bestehender Beitragsgarantie. Der Riester-Vertrag wird insoweit wie eine konventionelle private Rentenversicherung behandelt.
Neuer Ratgeber zur Existenzgründung
Mittwoch, 19. Januar 2011Neuer Ratgeber von FMW: Das ABC der Existenzgründung ermöglicht Interessierten ab sofort, sich einen kompakten Überblick über zahlreiche praxisrelevante Aspekte bei dem Schritt in die berufliche Selbstständigkeit zu verschaffen. Wie alle Ratgeber der FMW Unternehmensberatung steht auch dieser Service kostenlos zur Verfügung.
Organisation der Finanzen nicht unterschätzen
Freitag, 14. Januar 2011Eine mitunter gewöhnungsbedürftige Erfahrung im Rahmen einer Existenzgründung für den Neu-Selbstständigen ist das Hinzukommen einer betrieblichen Sphäre zusätzlich zu den privaten Finanzen. Beide Sphären sind nicht zu vermischen, sondern strikt zu trennen.
Die privaten Finanzen werden wie bisher über das private Girokonto als Drehscheibe des unbaren Zahlungsverkehrs abgewickelt. Daueraufträge und Lastschriftzahlungen für private Kosten wie etwa die private Miete verbleiben dort. Transferzahlungen wie das Kindergeld werden ebenfalls weiterhin auf dem Privatkonto verbucht. Der Umfang der Transferzahlungen kann im Übrigen in der Anlaufphase einer Existenzgründung zunehmen. Beispielsweise sind auch Selbstständige grundsätzlich antragsberechtigt für Wohngeld als Mietzuschuss bzw. für einen Lastenzuschuss (bei selbstgenutztem Wohneigentum, für das eine Baufinanzierung zu bedienen ist). Ein Gründungszuschuss, der von der Agentur für Arbeit gewährt wird, falls die Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus erfolgt, wird auf dem Privatkonto verbucht!
Die betrieblichen Kosten werden über das neu zu eröffnende Geschäftsgirokonto abgewickelt. Erfahrungsgemäß kann es als Existenzgründer nicht vollständig unproblematisch sein, einen Kontokorrentkredit, das Pendant zum privaten Dispositionskredit, zu erhalten. Eine Unternehmensberatung, die in die Existenzgründung eingebunden ist, beispielsweise weil sie im Rahmen der Erstellung des Business Plans oder bei der fachlichen Stellungnahme zur Beantragung des Gründungszuschusses tätig war, kennt in der Regel auch den regionalen Bankenmarkt und kann einschätzen, welche Kreditinstitute grundsätzlich Existenzgründungen begleiten möchten bzw. inwieweit branchenspezifische Präferenzen bei einzelnen Instituten bestehen. Etwaige Defizite in der üblicherweise durch noch geringe Umsätze geprägten Anlaufphase einer Existenzgründung werden durch Einlagen zu Lasten des Privatkontos auf dem Geschäftsgirokonto beseitigt. Zu vermeiden sind Dauerinanspruchnahmen kurzfristiger Kredite.
Versicherungen für Existenzgründer
Mittwoch, 5. Januar 2011Betriebliche Versicherungen sind in Abhängigkeit vom Tätigkeitsbereich des Unternehmens und damit vom Risikogehalt der Geschäftstätigkeit zu prüfen. Eine betriebliche Haftpflichtversicherung wird in aller Regel unumgänglich sein, um drohende Haftungsrisiken gegenüber Dritten im Umfang zu begrenzen bzw. auszuschließen. In einem Zuge kauft man hierdurch auch passiven Rechtsschutz, den Schutz vor unberechtigten Ansprüchen, ein. Welche Risiken in welchem Umfang bestehen und wie bzw. wodurch abzusichern oder zu begrenzen sind, ist grundsätzlich von den individuellen Gegebenheiten abhängig.
Da letztendlich das Privatvermögen des Unternehmers einem Haftungsrisiko unterliegt, sofern es sich nicht um geschütztes Altersvorsorge-Vermögen handelt (Riester, Rürup, erworbene bAV-Ansprüche), sollte jedoch der Gesamtkomplex der Haftung mit einer versierten Unternehmensberatung im Vorfeld einer Existenzgründung ganzheitlich besprochen werden.
Gründungszuschuss für angehende Selbstständige
Freitag, 3. Dezember 2010Der Gründungszuschuss stellt aktuell das maßgebliche staatliche Förderinstrument dafür dar, Menschen aus der Arbeitslosigkeit heraus zu einem erfolgreichen Sprung in die berufliche Selbstständigkeit zu verhelfen. Der Gründungszuschuss ist gewissermaßen das Nachfolgeproramm der “Ich-AG“. Ein zentraler Unterschied zwischen der ehemaligen Ich-AG und dem Gründungszuschuss besteht darin, dass man diesen nicht quasi automatisch durch Antragstellung erhält. Vielmehr setzt die Bewilligung voraus, dass dem angehenden Existenzgründer in einem Gutachten die Tragfähigkeit seines Vorhabens attestiert wird. Dieses Gutachten bzw. diese fachkundige Stellungnahme umfasst sowohl das der Existenzgründung zugrunde liegende Geschäftsmodell als auch die Beurteilung der persönlichen und fachlichen Voraussetzungen des angehenden Existenzgründers.
Für diese fachkundige Stellungnahme können beispielsweise die Dienste einer mit Fragen rund um die Existenzgründung vertrauten Unternehmensberatung in Anspruch genommen werden. Neben der Unterstützung auf dem formalen Weg zur erfolgreichen Bewilligung des Gründungszuschusses durch die Agentur für Arbeit bietet eine Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung die Möglichkeit, drüber hinausgehende Fragestellungen rund um das Thema Unternehmensfinanzierung zu erörtern.
Business Plan
Mittwoch, 1. Dezember 2010Ein Business Plan für eine Existenzgründung enthält üblicherweise eine Darstellung der Geschäftsidee bzw. des Gründungsvorhabens sowie ein häufig umfangreiches Zahlenwerk, das die geplante Geschäftsentwicklung komprimiert darstellt. Hierunter fallen eine Umsatz- und Ertragsvorschau, eine Kapitalbedarfsplanung und eine Liquiditätsvorschau.
Wie umfangreich ein Business Plan im Einzelfall zu sein hat und über welchen Zeitrahmen sich das Zahlenwerk zu erstrecken hat, lässt sich nicht pauschal beantworten. Dies hängt einerseits von der Komplexität des Geschäftsvorhabens ab, andererseits vom Adressaten. Beispielsweise kann ein Business Plan zwar ausreichend für einen Antrag auf den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit sein, während für Kredite öffentlicher Förderinstitute noch eine tiefere Darstellung erforderlich ist.
Ganz grundsätzlich lässt sich feststellen, dass das Zahlenwerk in sich geschlossen und widerspruchsfrei zu sein hat und plausibel unter Berücksichtigung der Branchensituation von dem angehenden Existenzgründer erläutert und vertreten werden kann. Insbesondere, wenn dieser über keine einschlägigen kaufmännischen oder betriebswirtschaftlichen Kenntnisse verfügt, kann eine Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung bei der Erstellung des Business Plans überaus hilfreich sein.