Artikel-Schlagworte: „Darlehen“

Was ist günstiger?

Montag, 8. August 2011

Ob Leasing im Vergleich zu einem Darlehen günstiger ist, lässt sich meist nur im konkreten Einzelfall bei einer anstehenden Investitionsentscheidung beurteilen. Die Frage, ob eine klassische Finanzierung auf Kreditbasis günstiger ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Hierzu gilt es, die Gesamtkosten der beiden Finanzierungsvarianten gegenüberzustellen. Bei einem Kredit sind dies die insgesamt zu leistenden Kreditraten, bestehend aus Zins und Tilgung. Beim Leasing ist es zunächst die Summe der meist monatlich fälligen Leasingraten. Zum Vertragsende kommt der Kaufpreis im Falle einer käuflichen Übernahme hinzu. Ist diese nicht gewünscht, können Ausgleichsforderungen in Abhängigkeit von Abweichungen zwischen der vereinbarten und der tatsächlichen Nutzung während der Vertragslaufzeit hinzukommen. Falls eine käufliche Übernahme nicht gewünscht ist und auch keine weitere Nutzung des Investitionsobjektes, indem der Vertrag verlängert wird, ist bei der Vergleichsrechnung für die Alternative der Finanzierung auf Kreditbasis der spätere geplante Verkaufserlös zu subtrahieren. Darüber hinaus sind allerdings noch teils deutliche Unterschiede hinsichtlich der handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Behandlung beider Finanzierungsvarianten zu berücksichtigen. Selbstständige und Unternehmen wenden sich bei anstehenden betrieblichen Investitionen häufig an eine unabhängige, in Fragen rund um die Unternehmensfinanzierung bewanderte Unternehmensberatung, um Pro und Contra beider Alternativen auszuloten.

CAP

Dienstag, 12. Juli 2011

Ein Cap ist eine Begrenzung nach oben hin bei diversen Finanzprodukten und Derivaten. Eine ähnliche Konstruktion liegt einem Cap-Darlehen zugrunde. Hierbei handelt es sich um grundsätzlich variabel verzinsliche Darlehen, die jedoch mit einer Zinsobergrenze ausgestattet sind. In Abhängigkeit von – in der Regel in den Darlehensbedingungen fixierten – Anpassungen des Zinssatzes durch das finanzierende Kreditinstitut ergibt sich für den Zeitraum der getroffenen Zinsvereinbarung, die durchaus bis zum Ende der Darlehenslaufzeit insgesamt dauern kann, ein für den Darlehensnehmer maximal möglicher Zinssatz. Entsprechend ist ein Cap-Darlehen im Hinblick auf das mögliche Zinserhöhungsrisiko ein gewisser Kompromiss zwischen variabel verzinslichen Finanzierungen und Darlehen mit einer Festzinsvereinbarung. Die Effektivzinssätze, die unter sonst gleichen Umständen angeboten werden, bewegen sich für gewöhnlich ebenfalls zwischen den klassischen fixen und variablen Konditionen. Je nachdem, inwieweit die Finanzierung zum Ende der Zinsvereinbarung noch eine Restvaluta aufweist, bedürfen auch Cap-Darlehen bisweilen eine Anschlussfinanzierung.

Gap-Versicherung

Montag, 18. April 2011

Bei einer Gap-Versicherung handelt es sich um eine spezielle Form der Versicherung, die sich unter Umständen im Zusammenhang mit der Finanzierung betrieblichen Anlagevermögens als überlegenswerte Option entpuppen kann. Sie kommt zum Tragen, wenn ein Leasingvertrag vorzeitig beendet wird. Beispielsweise ist dies der Fall wenn der Leasinggegenstand, etwa das Fahrzeug, einen Totalschaden erleidet oder gestohlen wird. Abgesehen von Kulanzregelungen, die einige Anbieter während einer gewissen Karenzzeit ab Vertragsbeginn vorsehen, ist in der Regel kein Tausch des Leasingobjekts möglich. Wenn der Vertrag vorzeitig beendet wird, ist zu beachten, dass grundsätzlich zwei Parteien hieran verdienen, nämlich die Leasinggesellschaft und die refinanzierende Bank. Neben für gewöhnlich anfallenden Vorfälligkeitsentschädigungen gilt es seitens des Leasingnehmers neben dem Restbuchwert des Leasinggegenstands auch die Finanzierungskosten auf einen Schlag abzulösen. Die sich hieraus ergebende Summe übersteigt den Ablösebetrag im Vergleich zu einem Kredit, der unter sonst gleichen Umständen gewährt würde, in aller Regel deutlich. Eben diesen sogenannten Gap, die Differenz zwischen Zeitwert und Ablösebetrag, kann man bei einigen Anbietern durch eine entsprechende Gap-Versicherung absichern. Wie bei allen Versicherungen gilt, dass der Interessent einen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen sollte, um nicht zu viel zu bezahlen. In jedem Fall sollte sich der Kunde bei der vor der Investition im Raum stehenden Frage, ob Leasing oder Kredit die bessere Alternative für ihn ist, einen Tilgungsplan bzw. eine Entwicklung des Ablösebetrags bei planmäßigem Vertragsverlauf vorlegen lassen, um das Risiko beziffern zu können. Letztlich führen Überlegungen rund um den Gap und entsprechende Risiken und Versicherungskosten zu der Frage, ob alternative Finanzierungsmöglichkeiten zum Leasing – insbesondere ein klassisches Darlehen – nicht günstiger sind. Als Ansprechpartner hierfür ist eine unabhängige Unternehmensberatung geeignet.

Kredite zur Existenzgründung

Dienstag, 12. April 2011

Der Kapitalbedarf für eine Existenzgründung lässt sich bei einem Start-up von überschaubarer Größe manchmal komplett aus eigenen Mitteln bestreiten. Meistens werden jedoch Kredite in einem gewissen Umfang benötigt. Ratenkredite kommen hierbei grundsätzlich nur für überschaubare Beträge in Betracht. Ansonsten werden Darlehen zur betrieblichen Finanzierung beantragt. Der Unterschied liegt insbesondere in den unterschiedlichen Konditionen beider Finanzierungsvarianten. Während Ratenkredite vornehmlich standardisiert vergeben werden, bedarf es bei einem Darlehen einer individuellen Prüfung der Finanzierung durch das jeweilige Kreditinstitut. Für Unternehmen, auch Selbstständige, gilt ohnehin die Besonderheit, dass die Bonitätsprüfung auch laufend erfolgt. Hierfür sind turnusmäßig Jahresabschlüsse und betriebswirtschaftliche Auswertungen seitens der Kunden einzureichen. Die Besicherung eines Darlehens ist in aller Regel ebenfalls abweichend von einem herkömmlichen Kredit, wie er für Privatpersonen zur freien Verwendung oder zur Anschaffung von Konsumgütern vergeben wird. Grundsätzlich sind Kreditsicherheiten ebenso wie die Zinssätze im Geschäft mit Firmenkunden Verhandlungssache. Beide Vertragsbedingungen hängen allerdings auch voneinander ab. Je besser ein Darlehen abgesichert ist, desto günstigere Konditionen kann ein Kunde grundsätzlich im Vergleich zu einem Blankokredit erwarten. Eine Unternehmensberatung, die mit Fragen der betrieblichen Finanzierung eingehend vertraut ist und mit diversen Kreditinstituten zusammenarbeitet, kann durch eine Analyse der bestehenden Kreditverträge und Berücksichtigung der Marktgegebenheiten im Einzelfall die gesamten Finanzierungskosten im Zuge der Existenzgründung und für bereits etablierte Betriebe durchaus nicht unwesentlich verringern.

Alternativen bei der Fremdfinanzierung

Montag, 4. April 2011

Manchmal wird Leasing als die günstigere Alternative zu einem Kredit als Form der Finanzierung gewählt oder zumindest als solche angeboten. Ob es im konkreten Einzelfall tatsächlich die günstigere Variante ist, ist allerdings fraglich und erst nach eingehenden Überlegungen zu beurteilen. Ab und zu ist Leasing einfach auch nur zweite Wahl, weil die Hausbank bei der Kreditvergabe abwinkt. Es gibt in der Tat die Konstellation, dass ein Kunde nicht für einen Kredit in der gewünschten Höhe gut ist, hingegen einen Leasingvertrag erhält. Der Unterschied zwischen beiden Varianten liegt in der Differenz hinsichtlich der monatlichen Belastung. Diese ist beim Leasing grundsätzlich niedriger. Dies ergibt sich daraus, dass der Kunde während der vereinbarten Vertragslaufzeit nicht vollständig tilgt. Vielmehr ist ein Leasingvertrag so kalkuliert, dass der aus Sicht des Leasinggebers, der Leasinggesellschaft, noch nicht amortisierte Teil der Finanzierung approximativ dem Zeitwert des Leasinggegenstands zum Ende der Grundleasingzeit entspricht. Der Kunde als Leasingnehmer tilgt in diesem Zeitraum somit nur den kalkulierten Werteverzehr bzw. die Wertminderung.
Auch zum Ende der Vertragslaufzeit gibt es Unterschiede zu einer klassischen Finanzierung durch Aufnahme eines Darlehens oder Kredits: Kann oder muss man den Leasinggegenstand käuflich übernehmen, falls ja, zu welchen Konditionen? Im Übrigen ist – hier unterscheiden sich Leasing und Kredit nicht – vor Vertragsabschluss noch zu prüfen, inwieweit das Leasingangebot des Herstellers/Verkäufers im Vergleich zu anderen Leasinggesellschaften günstig ist. Gegebenenfalls holt man Angebote der Konkurrenz ein, zum Beispiel mit Hilfe einer unabhängigen Unternehmensberatung.

Besonderheiten beim Leasing

Montag, 21. Februar 2011

Leasing ist eine besondere Form der Finanzierung. Es handelt sich um eine Mischung zwischen einer klassischen Kreditaufnahme, einem Mietvertrag und einem Mietkaufvertrag. Die einzelnen Elemente sind im jeweiligen Einzelfall unterschiedlich stark ausgeprägt. Der Leasingnehmer erwirbt kein Eigentum an dem Leasingobjekt, sondern mietet es von der Leasinggesellschaft. Diese wiederum kauft das Objekt und refinanziert den Kauf oftmals über ein Kreditinstitut. Die Leasinggesellschaft und das Kreditinstitut gehören mitunter demselben Konzern an. Während der Laufzeit des Leasingvertrages zahlt der Leasingnehmer monatliche Leasingraten. Diese sind fest vereinbart und unterliegen entsprechend keinem Zinsänderungsrisiko bei steigenden Zinssätzen. Die Leasingraten beinhalten die Abnutzung des Leasingobjekts, bemessen nach den Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die Finanzierungskosten sowie Verwaltungskosten und die kalkulierte Marge der Leasinggesellschaft unter Berücksichtigung eventueller Kreditausfallrisiken.
Im Vergleich zu einer klassischen Finanzierung auf Darlehensbasis ist der Kapitaldienst in Form der monatlichen Leasingrate in aller Regel niedriger als eine entsprechende Kreditrate. Dies hängt insbesondere damit zusammen, dass beim Leasing die rechnerische Tilgung nur bis zum kalkulierten Restwert des Leasinggegenstands zum Ende der Vertragslaufzeit erfolgt. Bei einem Kredit hingegen ist die Kreditsumme zum Ende der Kreditlaufzeit vollständig durch die Tilgungsanteile der Kreditraten zurückgezahlt. Dass Leasing insgesamt nicht die günstigere Form der Finanzierung darstellen muss (und in der Praxis oft auch nicht wird), lässt sich, gegebenenfalls unter Mithilfe einer auf Fragen rund um die Unternehmensfinanzierung spezialisierten Unternehmensberatung ermitteln.

Darlehen für Existenzgründer

Freitag, 28. Januar 2011

Ein Darlehen ist die gängigste Kreditart für die Durchführung einer mittel- bis langfristigen Finanzierung. Darlehen werden von grundsätzlich allen Banken und Sparkassen sowie von bestimmten öffentlichen Förderinstitutionen vergeben. Darlehensnehmer können sowohl Privatpersonen als auch Betriebe jeder Couleur von der Existenzgründung bis hin zum Großunternehmen sein.
Im Gegensatz zu einem Ratenkredit, der vornehmlich für die Finanzierung des privaten Konsums vergeben wird, ist ein Darlehen grundsätzlich für längerfristige Finanzierungen angelegt. In aller Regel weisen Darlehen günstigere Konditionen auf als ein Ratenkredit, beinhalten allerdings auch höhere Mindestbeträge. Häufig werden für die Gewährung eines Darlehens gesonderte Kreditsicherheiten von Seiten des Kreditinstituts verlangt. Die Konditionen für ein Darlehen richten sich nach der Darlehenslaufzeit, der Darlehenshöhe, der Bonität des Kreditnehmers und gegebenenfalls nach der Werthaltigkeit der zur Verfügung gestellten Kreditsicherheiten.
Es empfiehlt sich, für die Wahl des Finanzierungspartners angemessene Zeit zu verwenden, da sich die Konditionen einzelner Banken und Sparkassen nicht unbeträchtlich unterscheiden. Bei der Gesamtfinanzierung einer Existenzgründung sollte unbedingt die Möglichkeit geprüft werden, günstige öffentliche Mittel einzubinden. Dies sollte bei einer qualifizierten und unabhängigen Finanzberatung Standard sein.

Darlehen oder Ratenkredit?

Freitag, 17. Dezember 2010

Ein Darlehen ist die klassische Form für die Bereitstellung mittel- bis langfristiger Finanzierungen durch Kreditinstitute. Die Laufzeiten richten sich nach dem Verwendungszweck und reichen von kurzfristigen Krediten auf Darlehensbasis bis hin zu rd. 30 Jahren für eine Immobilienfinanzierung. Es stehen grundsätzlich diverse Tilgungsmöglichkeiten zur Verfügung. In der Praxis dominiert das sogenannte Annuitätendarlehen. Die regelmäßig zu leistende konstante Darlehensrate setzt sich hierbei aus einem mit zunehmender Laufzeit abnehmenden Zinsanteil und einem ansteigenden Tilgungsanteil zusammen. Das Gegenstück ist das sogenannte Festdarlehen, das bis zum Ende seiner Laufzeit nicht direkt getilgt wird; parallel werden hierfür sogenannte Tilgungssurrogate wie etwa Lebensversicherungen oder Fonds angespart, die das Darlehen zum Laufzeitende in einer Summe ablösen sollen.
Darlehen für mittlere Laufzeiten sind in ihrer Ausgestaltung einem Ratenkredit sehr ähnlich. Sie sind allerdings in aller Regel mit günstigeren Konditionen versehen, erfordern aber meist einen höheren zu finanzierenden Mindestbetrag sowie eine entsprechende Bonität des Kreditnehmers. Hinsichtlich der genauen Ausgestaltung der jeweiligen Finanzierungsvariante mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen bietet es sich im Zweifel an, eine Unternehmensberatung mit Expertise in Fragen rund um die Unternehmensfinanzierung zu kontaktieren.

Lohnt eine Restschuldversicherung?

Montag, 22. November 2010

Bei der Aufnahme einer Finanzierung größeren Ausmaßes, beispielsweise einer Baufinanzierung, werden häufig und sinnvollerweise die Risiken, die darin bestehen, dass die Hinterbliebenen nach dem Tod des Alleinverdieners die Immobilie finanziell nicht halten können, durch eine Risikolebensversicherung abgesichert.
Bei kleineren und mittleren Finanzierungen, zu denen auch eine Existenzgründung zählen kann, wird bisweilen jedoch von Seiten des Kreditinstituts eine sogenannte Restschuldversicherung ins Spiel gebracht. Diese lohnt sich durchaus, jedoch nur für den Anbieter und den Vermittler, nicht für den Kunden. Bei einer Einbeziehung der Versicherungskosten könnte sich im Ergebnis der Effektive Jahreszins in einer Größenordnung von rund 5 Prozentpunkten verteuern. Als preisgünstigere Alternative steht für Kreditnehmer eine klassische Risikolebensversicherung zur Verfügung, deren Versicherungssumme sich degressiv fallend an die planmäßig ausstehende Restschuld der Darlehen bzw. Kredite anpasst.
Hinsichtlich einer nicht unnötig teuren Finanzierung empfiehlt es sich, auch auf derartige Feinheiten zu achten. Eine bankenunabhängige und neutrale Unternehmensberatung kann hierbei ein wertvoller Ansprechpartner sein.

Vollfinanzierung

Freitag, 1. Oktober 2010

Unter einer Vollfinanzierung versteht man eine Investition, die vollständig durch Aufnahme von Fremdkapital durchgeführt wird. In der Praxis erfolgt hierbei eine Finanzierung, bei der der Kaufpreis in voller Höhe durch neu valutierte Kredite oder Darlehen durch Kreditinstitute beglichen wird.
Für ein Unternehmen hat eine Vollfinanzierung den Vorteil, dass das bestehende Eigenkapital geschont wird. Unter der Maßgabe, dass die Investition sich als rentabel herausstellen soll, muss diese rechnerisch jedoch eine höhere Rendite erwirtschaften als die Finanzierungskosten, bemessen nach dem Effektiven Jahreszins. Auch ist zu beachten, dass die Eigenkapitalquote sinkt, was sich negativ auf das Rating des Unternehmens auswirken kann. Überdies steigt im Vergleich zu einer Mischfinanzierung mit einem teilweisen Eigenkapitalanteil der Kapitaldienst an.
Für gewöhnlich üben Kreditinstitute bei der Durchführung von Vollfinanzierungen für Unternehmen und beruflich Selbstständige eine größere Zurückhaltung als im Privatkundengeschäft. Sofern eine anstehende betriebliche Investition vollständig durch Fremdkapitalaufnahme realisiert werden soll, kann in der Bereitstellung zusätzlicher Kreditsicherheiten seitens des Unternehmens gegebenenfalls eine Verhandlungsmasse liegen. Im Übrigen kann eine ortsansässige und unabhängige Unternehmensberatung aufgrund ihrer lokalen Marktkenntnis bei der Wahl geeigneter Finanzierungspartner hilfreich sein.