Artikel-Schlagworte: „Bonität“

Bilanzstrukturen

Montag, 2. Mai 2011

In Zeiten steigender Zinsen besteht die Gefahr eines sich selbst verstärkenden Effekts mit unschönen Auswirkungen auf Bilanzstrukturen und damit Rating sowie Bonität eines Unternehmens. Im Falle der Anpassung der Konditionen bestehender Kredite durch die finanzierenden Kreditinstitute an deren gestiegene Refinanzierungskosten verteuert sich die Finanzierung insgesamt. Insbesondere die Zinssätze für die Betriebsmittelkreditlinie auf dem betrieblichen Kontokorrentkonto sind hiervon betroffen. Auch Darlehen ohne Festzinsvereinbarung, also variabel verzinslich ausgestattete, sind von Zinssteigerungen betroffen. Hierdurch ist ein höherer Kapitaldienst die Folge. Im Falle betroffener Darlehen erhöht sich die Leistungsrate bei gleichbleibender Tilgung. Somit geht mit einer höheren Verzinsung zwar keine Verlängerung der Laufzeit einher, die Differenz aus bisheriger und künftig höherer Annuität spielgelt sich jedoch als zusätzlicher Zinsaufwand liquiditätswirksam auf dem Kontokorrentkonto wider. Der Cashflow, der für Investitionen und Verzehr, beispielsweise durch Privatentnahmen bzw. Geschäftsführergehälter, zur Verfügung steht, sinkt somit. Fatal kann es sich auswirken, wenn die Bilanzstrukturen des Unternehmens bislang ohnehin durch einen hohen Anteil an kurzfristigem Fremdkapital, gekennzeichnet sind. Ein hoher Anteil von Kontokorrentverbindlichkeiten ist einerseits mit einer erhöhten Anfälligkeit für Zinserhöhungen, andererseits mit einer niedrigen Anlagendeckung verbunden. Diese im Rahmen der Unternehmensanalyse gängige Kennzahl verdeutlicht, indem langfristig zur Verfügung stehendes Kapital – Eigenkapital sowie langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital – ins Verhältnis zum Anlagevermögen des Unternehmens gesetzt werden. Eine bislang maue Relation verschlechtert sich durch den geschilderten Effekt zwangsläufig. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass kurzfristige Finanzierungsmittel, sofern sie über das KK-Konto dargestellt werden, mit schlechteren Konditionen verbunden sind. Mit Hilfe einer Unternehmensberatung sollte in einem Szenario steigender Zinsen bei gegebener Anfälligkeit eines Betriebes die Zinsreagibilität der gesamten Finanzierung auf den Prüfstand gestellt werden; anhand alternativer Berechnungen möglicher Umschuldungsvarianten und Umstrukturierungsmöglichkeiten lassen sich im Idealfall eine höhere Stabilität und günstigere Finanzierungskonditionen gleichermaßen realisieren.

Wie verbessern Unternehmen ihre Bonität?

Mittwoch, 27. April 2011

Die Kapitaldienstbelastung senken oder die Kapitaldienstgrenze erhöhen: Dies sind die beiden Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, um die Bonität eines Unternehmens aus Bankensicht zu verbessern. Beide Optionen müssen sich im Übrigen nicht ausschließen, sondern können auch parallel beschritten werden, da sie im Hinblick auf das Ziel, die Relation von betrieblichem Cashflow und betrieblichem Kapitaldienst zu verbessern, gleichgerichtet sind. Da die Jahresabschlüsse, die zur Unternehmensanalyse herangezogen werden, von der Geschäftsführung bzw. dem Inhaber zu unterzeichnen sind und diese die maßgebliche Grundlage für das daraus abgeleitete Rating darstellen, ist auch der Kapitaldienst, die Summe von zu erbringenden Zins- und Tilgungsleistungen, uneingeschränkt als Chefsache im Unternehmen zu begreifen. Welche Optionen im Einzelfall unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Gegebenheiten zur Verfügung stehen, kann seitens der Entscheidungsträger innerhalb des Unternehmens mit den jeweiligen Kundenbetreuern der Kreditinstitute besprochen werden oder, insbesondere wenn sich Probleme abzeichnen, mit einer bankenneutralen und unabhängigen Unternehmensberatung.
Sich abzeichnende Probleme betreffen einerseits die Anschlussfinanzierung im Falle bislang befristet zur Verfügung gestellter Kredite, andererseits die Konditionen der Fremdfinanzierung. Die Konditionen wiederum beinhalten sowohl die Höhe der Zinssätze für bereitgestellte und/oder in Anspruch genommene Finanzierungen als auch deren Besicherung. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, inwieweit das private Vermögen der Gesellschafter bzw. Inhaber einer vertraglichen Haftung für betriebliche Verbindlichkeiten unterzogen ist.

Fremdfinanzierung

Montag, 7. März 2011

Eine Fremdfinanzierung beinhaltet kurz gesagt die Aufnahme von Fremdkapital. Hierbei werden Kredite oder Darlehen aufgenommen; sehr große Unternehmen, die sich am Kapitalmarkt refinanzieren, begeben ergänzend Anleihen. Fremdkapital steht einem Unternehmen im Gegensatz zum Eigenkapital grundsätzlich nur befristet zur Verfügung. Es reduziert sich insbesondere durch planmäßige und außerplanmäßige Tilgungen.
Neben Rückstellungen aller Couleur stellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten die maßgebliche Position innerhalb des Fremdkapitals für nahezu jedes Unternehmen dar. In einzelnen Branchen können auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber sonstigen Kreditoren wie Lieferanten einen bedeutenden Umfang einnehmen.
Grundsätzlich ist für ein Unternehmen eine ausgewogene Struktur der Unternehmensfinanzierung hinsichtlich der Restlaufzeiten anzustreben. Die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer sollte im Übrigen mit der Vermögensstruktur, dem Verhältnis von Umlauf- und Anlagevermögen, im Einklang stehen.

Funktion einer Bankauskunft

Dienstag, 25. Januar 2011

Eine Bankauskunft ist genauer gesagt eine Bank-an-Bank-Auskunft. Sie dient dazu, vorwiegend allgemein gehaltene Informationen über die finanziellen Verhältnisse eines Dritten zu erhalten. Schon aus Gründen des Datenschutzes sind die damit verbundenen Regularien streng. Auskünfte erteilen nur Kreditinstitute an andere Kreditinstitute aufgrund einer schriftlichen Anfrage. Diese kann in dessen Eigeninteresse geschehen, etwa weil der (gemeinsame) Kunde einen Antrag auf Durchführung einer Finanzierung gestellt hat, oder für einen Kunden. Dies muss aus der Anfrage eindeutig hervorgehen.
Über wen Auskünfte erteilt werden, ist ebenfalls geregelt. Auskünfte über Privatpersonen werden seitens der Hausbank nur erteilt, wenn diese im Vorfeld für den konkreten Anlass eine Ermächtigung erteilt haben. Bei juristischen Personen, also Unternehmen, ist es umgekehrt: Sofern der Kunde nicht zuvor grundsätzlich oder im Einzelfall der Auskunftserteilung widersprochen hat, kann die Hausbank eine Bankauskunft erteilen. Der Anlass der Anfrage muss ebenfalls ersichtlich sein, um das für die Auskunftserteilung geforderte berechtigte Interesse des Anfragenden zu dokumentieren. Weit verbreitet ist das Bankauskunftsverfahren im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen, beispielsweise im Zusammenhang mit der Gewährung von verlängerten Zahlungszielen, einer Form des Lieferantenkredites.
Privatkunden können mit einer Bankauskunft insoweit konfrontiert werden, wenn sie bei einem Kreditinstitut, mit dem sie bislang nicht in Geschäftsverbindung stehen, einen Kredit, beispielsweise einen günstigen Ratenkredit beantragen wollen. Nicht wenige Banken haben nämlich für Neukunden die Einholung einer Bankauskunft von dem kontoführenden Kreditinstitut als Bestandteil der einzureichenden Unterlagen vorgesehen, um das Krediturteil auf einer sichereren Basis treffen zu können.

Vollfinanzierung

Mittwoch, 12. Januar 2011

Unter einer Vollfinanzierung versteht man eine Investition, die vollständig durch Aufnahme von Fremdkapital durchgeführt wird. In der Praxis vollzieht sich eine solche Finanzierung dadurch, dass der Kaufpreis in voller Höhe durch neu valutierte Kredite oder Darlehen durch Kreditinstitute beglichen wird.
Für ein Unternehmen hat eine Vollfinanzierung den Vorteil, dass das bestehende Eigenkapital geschont wird. Unter der Maßgabe, dass die Investition sich als rentabel herausstellen soll, muss diese rechnerisch jedoch eine höhere Rendite erwirtschaften als die Finanzierungskosten, bemessen nach dem Effektiven Jahreszins. Auch ist zu beachten, dass die Eigenkapitalquote sinkt, was sich negativ auf das Rating des Unternehmens auswirken kann. Überdies steigt im Vergleich zu einer Mischfinanzierung mit einem teilweisen Eigenkapitalanteil der Kapitaldienst an.
Für gewöhnlich üben Kreditinstitute bei der Durchführung von Vollfinanzierungen für Unternehmen und beruflich Selbstständige eine größere Zurückhaltung als im Privatkundengeschäft. Im Gegensatz zu einer privaten Baufinanzierung können – auch bei geordneten finanziellen Verhältnissen – Kreditverhandlungen über eine betriebliche Investition ohne entsprechenden Eigenkapitaleinsatz der Gesellschafter schwierig werden. Sofern eine anstehende betriebliche Investition vollständig durch Fremdkapitalaufnahme realisiert werden soll, kann in der Bereitstellung zusätzlicher Kreditsicherheiten seitens des Unternehmens gegebenenfalls eine Verhandlungsmasse liegen. Eine Kontaktaufnahme zu einer Unternehmensberatung mit Tätigkeitsschwerpunkt Unternehmensfinanzierung kann überdies hilfreich sein.

Kurzfristige Kredite

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Die Laufzeit eines Kredites orientiert sich grundsätzlich an dem Verwendungszweck der entsprechenden Finanzierung. Entsprechend kann die Kreditlaufzeit nur wenige Tage betragen, gegebenenfalls auch unbefristet bzw. sehr langfristig vereinbart werden. Unbefristet bzw. “bis auf Weiteres“ vergeben werden insbesondere Dispositionskredite im Privatkundengeschäft der Banken und Sparkassen. Der eingeräumte Dispo steht dem Kontoinhaber damit grundsätzlich unbegrenzt zur Verfügung, solange die Voraussetzungen für die Kreditvergabe (regelmäßiges Einkommen in der aktuellen Höhe, Höhe des Gesamtverschuldungsgrads, keine Beanstandungen in der Kontoführung, keine Negativmerkmale, die dem Kreditinstitut aus externen Quellen wie der Schufa bekannt werden) gewahrt bleiben. Da Sollsalden vom Kreditnehmer täglich ohne Kündigung zurückgeführt werden können, handelt es sich um einen kurzfristigen Kredit, auch wenn dieser dauerhaft eingeräumt ist.
Befristete Kreditlinien sind hingegen nicht unüblich im Geschäft mit Geschäftskunden, also Unternehmen und Selbstständigen, zumal es sich hierbei oftmals um höhere Kreditbeträge handelt. Die revolvierende Aufrechterhaltung der zur Verfügung gestellten Kreditlinie ist hierbei abhängig von dem Ergebnis der turnusmäßigen Bonitätsprüfung anhand der einzureichenden Geschäftszahlen. Neben der notwendigen Ausstattung mit Betriebsmittelkrediten ist es Aufgabe der Finanzplanung, dafür Sorge zu tragen, dass die Struktur der Unternehmensfinanzierung ein dem betrieblichen Anlagevermögen angemessenes Volumen an langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet. Bei einer notwendigen Neustrukturierung ist es oftmals sinnvoll, die Dienste einer in Finanzierungsfragen versierten Unternehmensberatung in Anspruch zu nehmen.

Darlehen oder Ratenkredit?

Freitag, 17. Dezember 2010

Ein Darlehen ist die klassische Form für die Bereitstellung mittel- bis langfristiger Finanzierungen durch Kreditinstitute. Die Laufzeiten richten sich nach dem Verwendungszweck und reichen von kurzfristigen Krediten auf Darlehensbasis bis hin zu rd. 30 Jahren für eine Immobilienfinanzierung. Es stehen grundsätzlich diverse Tilgungsmöglichkeiten zur Verfügung. In der Praxis dominiert das sogenannte Annuitätendarlehen. Die regelmäßig zu leistende konstante Darlehensrate setzt sich hierbei aus einem mit zunehmender Laufzeit abnehmenden Zinsanteil und einem ansteigenden Tilgungsanteil zusammen. Das Gegenstück ist das sogenannte Festdarlehen, das bis zum Ende seiner Laufzeit nicht direkt getilgt wird; parallel werden hierfür sogenannte Tilgungssurrogate wie etwa Lebensversicherungen oder Fonds angespart, die das Darlehen zum Laufzeitende in einer Summe ablösen sollen.
Darlehen für mittlere Laufzeiten sind in ihrer Ausgestaltung einem Ratenkredit sehr ähnlich. Sie sind allerdings in aller Regel mit günstigeren Konditionen versehen, erfordern aber meist einen höheren zu finanzierenden Mindestbetrag sowie eine entsprechende Bonität des Kreditnehmers. Hinsichtlich der genauen Ausgestaltung der jeweiligen Finanzierungsvariante mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen bietet es sich im Zweifel an, eine Unternehmensberatung mit Expertise in Fragen rund um die Unternehmensfinanzierung zu kontaktieren.

Was bedeutet Bonität?

Dienstag, 28. September 2010

Der Begriff Bonität kann als Synonym für Kreditwürdigkeit angesehen werden. Neben der persönlichen Kreditwürdigkeit, die schwer quantifizierbar ist, da sie die Vertrauenswürdigkeit bzw. Integrität des Kreditnehmers betrifft, spielt insbesondere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bei der Bonitätsprüfung eine Rolle. Hierbei gehen Kreditinstitute bei der Prüfung eines Antrags auf eine Finanzierung der Frage nach, inwieweit der Kunde “gut“ für den jeweiligen Betrag ist.
Während im Geschäft mit Privatkunden heutzutage die Bonitätsprüfung grundsätzlich standardisierten und EDV-gestützten Prozessen folgt, stellt sich das Kreditgeschäft im Firmenkundenbereich mit Unternehmen und beruflich Selbstständigen komplexer dar. Die Bonitätsprüfung erfolgt grundsätzlich nicht nur bei Antragstellung, sondern fortlaufend durch Auswertung der einzureichenden Jahresabschlüsse und gegebenenfalls unterjähriger betriebswirtschaftlicher Auswertungen. In Verbindung mit dem Rating des Kunden entscheiden auch Sicherheiten, die vom Kreditnehmer zur Risikobegrenzung zur Verfügung gestellt werden, über die Bewilligung, Prolongation und/oder Konditionen bereitgestellter Kredite. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Finanzierungen auf Blankobasis, also ohne eine gesonderte Vereinbarung von Kreditsicherheiten, eine sehr gute Bonität des Kunden erfordern. Dies gilt gleichermaßen für eine Vollfinanzierung, bei der seitens des Kunden kein Eigenkapital eingesetzt wird. Bei einer verschlechterten Bonität eines Unternehmens, die ihn zumindest seitens des Ratings seiner Hausbank attestiert wird, kann es zielführend sein, eine bankenunabhängige und somit neutrale Unternehmensberatung zu konsultieren, um Alternativen bei der künftigen Finanzierung auszuloten.

Was bedeutet bonitätsabhängig?

Montag, 23. August 2010

Der Umstand, dass Kredite bonitätsabhängig vergeben werden, ist ein uralter Hut. Lediglich in jüngerer Zeit ist die Vokabel “bonitätsabhängig” in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelangt, da Kreditinstitute auch im Privatkundengeschäft für Ratenkredite individuelle Konditionen eingeführt haben. Diese werden grundsätzlich anhand des EDV-gestützten Scorings ermittelt und weichen in der Regel nicht unerheblich von den mit Fußnoten und/oder Sternchen versehenen Top-Konditionen aus der Werbung ab. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Umsetzung der neuen EU-Verbraucherkreditrichtlinie diese Praxis eindämmen wird.
Für Unternehmen und beruflich Selbstständige ändert sich an der bisherigen Handhabung nichts, wonach die Bonität als Zusammenspiel von wirtschaftlicher und persönlicher Kreditwürdigkeit kontinuierlich durch das jährliche Rating neu unter Beweis gestellt werden muss. Die Konditionen für bereitgestellte Kredite sowie die Bereitschaft der Banken, das Unternehmen durch die Bereitstellung von Finanzierungen weiterhin zu begleiten, werden weiterhin von den Ergebnissen der Jahresabschlussanalyse, der Kontoführung und der Qualität der zur Verfügung gestellten Kreditsicherheiten abhängen. Werden Probleme bei der Unternehmensfinanzierung unübersehbar, die sich beispielsweise durch eine zunehmende Ausschöpfung der Kreditlinie äußern, empfliehlt es sich, beizeiten eine Unternehmensberatung zur Ursachen- und Schwachstellenanalyse einzuschalten.

Sonderzahlungen

Donnerstag, 19. August 2010

Sonderzahlungen, die beim Leasing häufig zum Einsatz gelangen, reduzieren die monatliche Belastung. Anders als Sondertilgungen bei einem Kredit sind Leasing-Sonderzahlungen jedoch nur zu Vertragsbeginn möglich. Mitunter liegen sie im Interesse des Leasingnehmers, teilweise werden sie auch von der finanzierenden Leasinggesellschaft zur Auflage gemacht, wenn eine Vollfinanzierung nicht darstellbar ist.

Nicht unproblematisch ist es, wenn eine Sonderzahlung zur Senkung des Risikos von Seiten der Leasinggesellschaft gefordert wird, der entsprechende Betrag jedoch nicht vom Kunden aus eigenen Mitteln aufgebracht werden kann. Die hierzu notwendige Fremdfinanzierung verteuert die gesamte Finanzierung insbesondere dann, wenn sie zu Lasten des Kontokorrentkontos erfolgt. In diesen Fällen sollte das Für und Wider des Abschlusses eines Leasingvertrages überdacht werden, beispielsweise indem hierzu eine Unternehmensberatung zu Rate gezogen wird. Ein klassischer Kredit als Alternative kann insbesondere hinsichtlich der vom Kunden zu stellenden Sicherheiten als flexibler angesehen werden. Während Leasinggesellschaften in aller Regel nicht mit weiteren Sicherheiten über das wirtschaftliche Eigentum am Leasingobjekt arbeiten und etwaige zu hohe kalkulierte Risiken über eine Reduzierung des Obligos durch geforderte Sonderzahlungen abdecken, sind Kreditinstitute in dieser Hinsicht flexibler. Dies kann unter Umständen bei einer knapp kalkulierten Finanzierung den Ausschlag für eine Bewilligung geben.