Artikel-Schlagworte: „Betriebsmittel“

Unternehmensfinanzierung

Freitag, 26. November 2010

Die Finanzierung eines Unternehmens ist vielfach des Pudels Kern in Bezug auf einen notwendigen Konsolidierungsbedarf. Eine Unternehmensanalyse hat häufig zum Ergebnis, dass keine fristgerechte Finanzierung des Anlagevermögens vorgenommen wurde. Hierbei wurden langfristige Investitionen über kurzfristiges Fremdkapital durch eine Inanspruchnahme der bereitgestellten Kreditlinie auf dem Betriebsmittelkonto finanziert. Dies hat in der Regel zur Folge, dass aus dem Cashflow heraus keine oder nur unzureichende Tilgungsleistungen erbracht werden, wodurch die Anlagendeckung – eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, auf die Kreditinstitute im Rahmen der Bonitätsprüfung verstärktes Augenmerk richten – beeinträchtigt wird. Zudem stellt sich Zinsbelastung des Unternehmens bei dieser Form der Finanzierung absolut und relativ weitaus höher dar, als sie notwendig wäre. Eine mittel- bis langfristige Darlehensaufnahme brächte im Vergleich deutlich günstigere Konditionen mit sich. Bereits dieser Effekt ist geeignet, eine deutliche Ersparnis zu realisieren.

Im Zuge einer Existenzgründung werden derartige Szenarien idealerweise im Vorfeld durchleuchtet. Hierbei wird häufig eine qualifizierte Unternehmensberatung in die Analyse eingebunden.

Konsolidierung

Dienstag, 27. Juli 2010

Sofern auf dem Geschäftskonto eines Unternehmens oder beruflich Selbstständigen Sollsalden mit steigender Tendenz auf dem Kontokorrentkonto auftreten, besteht Handlungsbedarf. Falls die höhere Inanspruchnahme nachvollziehbar auf einer Ausweitung des Geschäftsumfangs beruht, verbunden mit einem steigenden Bedarf an einer Finanzierung von Betriebsmitteln, kann eine dauerhafte (bei Saisonbetrieben gegebenenfalls auch befristete) Erhöhung des KK-Limits bereits die ideale Lösung für Kreditgeber und Kreditnehmer darstellen.

Falls jedoch eine tiefergehende Analyse durch das finanzierende Kreditinstitut oder eine bankenunabhängige, neutrale Unternehmensberatung zeigt, dass der kurzfristige Finanzierungsbedarf, der sich in der steigenden Inanspruchnahme der Kreditlinie widerspiegelt, nicht im Einklang mit den Umsatzzahlen steht, kommen andere Ursachen in Betracht, beispielsweise eine nicht ausreichende Finanzplanung, rückläufige Rentabilität, steigende Debitorenlaufzeiten und/oder eine nicht fristenkongruente Finanzierung des betrieblichen Anlagevermögens. In diesen Fällen gilt es, eine Konsolidierung der Kredite des Betriebes in die Wege zu leiten mit dem Ziel, die Finanzierungskosten zu senken und die Bilanzrelationen zu verbessern.