Archiv für die Kategorie „Rating“

Aufrechterhaltung der Finanzierung

Dienstag, 20. Dezember 2011

Ganz grundsätzlich ist es überaus risikobehaftet, die Finanzierung eines Unternehmens im Wesentlichen auf das Wohlwollen seiner (einen bzw. einzigen) Hausbank abzustellen. Bei drohenden oder sich abzeichnenden Liquiditätsengpässen vergrößert sich die meist ungewollte Bankenabhängigkeit spürbar. Deutlich wird diese insbesondere, wenn sich höhere Auflagen bei der Prolongation bestehender Kreditlinien ergeben und die Gewährung von neuem Kapital zur Finanzierung der Betriebsmittel mit höheren Anforderungen, etwa zusätzlichen geforderten Kreditsicherheiten, verbunden ist. Wenn eingereichte betriebswirtschaftliche Unterlagen signalisieren, dass sich die Bonität des jeweiligen Unternehmens anhand des Ratings seitens der Bank verschlechtert hat, werden grundsätzlich auch bestehende Sonderkonditionen gestrichen, wodurch sich die Finanzierung im Vergleich zur bisherigen Situation verteuert. Die Anschlussfinanzierung wird bisweilen auch mit strengeren Auflagen als bisher versehen, beispielsweise hinsichtlich der Stellung von Kreditsicherheiten. Im Zusammenspiel mit der Geschäftsführung des Unternehmens werden in der Praxis häufig durch eine Unternehmensberatung sachgerechte Maßnahmen eingeleitet, die darauf abzielen, bestehenden Problemen bei der Generierung eines hinreichenden und nachhaltigen Cashflows zu begegnen. Dies stellt im Erfolgsfall sicher, dass das Unternehmen weiterhin die benötigten Kredite erhält.

Laufzeit von Finanzierungen

Mittwoch, 9. November 2011

Die Laufzeiten von Finanzierungen orientieren sich grundsätzlich an dem Verwendungszweck bzw. an der Art der Investition. Entsprechend kann die Kreditlaufzeit nur wenige Tage betragen, im anderen Extrem auch unbefristet bzw. sehr langfristig vereinbart werden. Unbefristet bzw. “bis auf Weiteres“ vergeben werden insbesondere Dispositionskredite im Privatkundengeschäft der Banken und Sparkassen. Der eingeräumte Dispo steht dem Kontoinhaber damit grundsätzlich unbegrenzt zur Verfügung, solange die Voraussetzungen für die Kreditvergabe – regelmäßiges Einkommen in der aktuellen Höhe, Höhe des Gesamtverschuldungsgrads, keine Beanstandungen in der Kontoführung, keine Negativmerkmale, die dem Kreditinstitut aus externen Quellen bekannt werden – gewahrt bleiben. Befristete Kreditlinien sind hingegen nicht unüblich im Geschäft mit Geschäftskunden, also Unternehmen und Selbstständigen, zumal es sich hierbei oftmals um höhere Kreditbeträge handelt. Die revolvierende Aufrechterhaltung der zur Verfügung gestellten Kreditlinie ist hierbei abhängig von dem Ergebnis der turnusmäßigen Bonitätsprüfung anhand der einzureichenden Geschäftszahlen und damit auch vom Ergebnis des Ratings.
Immobilienfinanzierungen, egal ob zu privaten wohnwirtschaftlichen oder betrieblichen Zwecken, erstrecken sich häufig über eine Zeitspanne von über 30 Jahren. Dies ergibt sich aus den hohen Kreditbeträgen, die über eine entsprechende Laufzeit finanziert werden müssen, um eine monatliche Belastung im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets der Kreditnehmer zu gewährleisten. Bei gleichbleibendem Tilgungssatz verlängert sich die Laufzeit eines Annuitätendarlehens für eine Immobilienfinanzierung, je günstiger sich der Zinssatz darstellt. Bei besonders niedrigen Zinsen, wie sie derzeit für Baugeld verlangt werden, empfiehlt es sich insoweit, nicht an der Tilgung zu sparen, um das Zinsänderungsrisiko zum Ablauf der Festzinsvereinbarungsfrist in Grenzen zu halten.

Analyse des Finanzierungsaufwands

Donnerstag, 22. September 2011

Der Finanzierungsaufwand, bestehend aus Zinsen, Bearbeitungsgebühren für Kredite und Nebenkosten des Geldverkehrs wie Kontoführungsgebühren umfasst in vielen Unternehmen einen wesentlichen Teil des Budgets und verzehrt entsprechend einen nicht unerheblichen Teil des Rohgewinns. Sofern die gesamten Kosten der Finanzierung eine steigende Tendenz aufweisen aufgrund zunehmender Höhe der Verbindlichkeiten und/oder ansteigender Zinsen aufgrund einer allgemeinen Zinserhöhung bzw. auch einer Verschlechterung der Bonität infolge schwächerer Ratingergebnisse, besteht Handlungsbedarf. Um einer Überschuldung entgegenzuwirken, die sich dadurch manifestiert, dass der Kapitaldienst nicht oder nicht mehr vollständig aus dem verfügbaren Cashflow erbracht werden kann, ist eine rechtzeitige Einleitung einer Konsolidierung der Finanzsphäre angezeigt. Für Unternehmen ist eine Konsolidierung in der Regel komplexer zu handhaben als eine drohende Überschuldungssituation bei Privathaushalten. Sie setzt insbesondere eine Ursachenanalyse der gestiegenen Kosten für die Finanzierung des Betriebs voraus. Das Ergebnis einer Unternehmensanalyse seitens einer unabhängigen Unternehmensberatung kann in der Praxis beispielsweise darauf hinauslaufen, dass Investitionsvorhaben über einen längeren Zeitraum nicht planmäßig mittel- bis langfristig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, sondern durch Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits finanziert wurden. Hierdurch wurde der Grundstein gelegt für eine spätere finanzielle Schieflage des Unternehmens, sofern angestrebte Umsatzziele nicht erreicht wurden und/oder Zinsänderungsrisiken schlagend wurden, woraufhin zusätzlicher Finanzierungsbedarf durch noch teurere Kredite in Form von Lieferantenkrediten und Verzicht auf Skonto gedeckt werden musste.

Zu teuer finanziert

Freitag, 3. Juni 2011

Wenn ein Unternehmen sich maßgeblich über kurzfristige Kredite finanziert in Gestalt einer Dauerinanspruchnahme der Betriebsmittelkreditlinie auf dem Kontokorrentkonto, ist dies an Flexibilität zwar kaum zu überbieten, jedoch zweifellos eine sehr, genauer gesagt zu teure Form der Unternehmensfinanzierung. Die permanente Inanspruchnahme eines Bodensatzes an täglich rückzahlbaren Geldern ist – analog zum Dispo bei Privathaushalten – eine alles andere als günstige Form der Refinanzierung. Überdies weisen einschlägige betriebswirtschaftliche Kennzahlen bei einem Szenario mit maßgeblich kurzfristiger Restlaufzeit der betrieblichen Verbindlichkeiten überaus schwache Werte aus, verbunden mit Ratings, die ihrerseits für verschlechterte Finanzierungsbedingungen sorgen können, die sich nach der erfolgten Jahresabschlussanalyse durch die Hausbank in Schwierigkeiten bei der Anschlussfinanzierung in Anspruch genommener Kredite manifestieren können. Eine Umschuldung des Bodensatzes von kurzfristigem Fremdkapital in mittel- bis langfristige Darlehensmittel ist eine Option, die man unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die bilanziellen Verhältnisse, den Zinsaufwand und die finanzielle Stabilität durch Reduzierung des latenten Zinserhöhungsrisikos mit einer bankenunabhängigen Unternehmensberatung durchdiskutieren sollte.

Konsolidierung

Dienstag, 31. Mai 2011

Eine Konsolidierung ist für ein Unternehmen angezeigt, wenn es Schwierigkeiten gibt, bestehende Kredite überhaupt zu prolongieren oder dies nur zu schlechteren Konditionen vonstatten geht. Sofern – was der Regelfall ist – ein Unternehmen mit einer Hausbank zusammenarbeitet, die den wesentlichen Teil der Unternehmensfinanzierung bereitstellt, besteht in der Praxis ein nicht zu unterschätzendes Abhängigkeitsverhältnis. Insbesondere besteht eine deutliche Abhängigkeit der Kreditbedingungen vom Rating des Unternehmens, welches die Bonität und damit die Finanzierungsbedingungen aus Sicht des jeweiligen Kreditinstituts wesentlich beeinflusst und im Falle einer Negativentwicklung somit beeinträchtigt.
Sofern eine Anschlussfinanzierung zu vertretbaren Konditionen auf Probleme stößt, kann es eine Option darstellen, Alternativen mit Hilfe einer bankenunabhängigen Unternehmensberatung auszuloten. Gegebenenfalls kann ein Teil der Finanzierungen zu anderen Banken umgeleitet werden; bisweilen gilt es auch, konzeptionell tätig zu werden, um eine Ursachenforschung für quantitativ feststellbare Fehlentwicklungen im Unternehmen zu betreiben und Maßnahmen zur Begrenzung oder Gegensteuerung in die Wege zu leiten.
Entscheidend ist hierbei, dass der Betrieb auf Augenhöhe mit seinen Kapitalgebern verhandeln kann und insofern die erarbeiteten Konzepte zur Konsolidierung plausibel und widerspruchsfrei sind und nachvollziehbare Annahmen unter Berücksichtigung der Entwicklung des Betriebes im Zeitablauf enthalten. Ebenso sollte man sich allerdings darauf einstellen, dass die Neigung von Kreditinstituten im Zeitalter des Basel-III-Akkords in der Praxis abgenommen hat, Kredite auf Blankobasis zur Verfügung zu stellen.

Bilanzstrukturen

Montag, 2. Mai 2011

In Zeiten steigender Zinsen besteht die Gefahr eines sich selbst verstärkenden Effekts mit unschönen Auswirkungen auf Bilanzstrukturen und damit Rating sowie Bonität eines Unternehmens. Im Falle der Anpassung der Konditionen bestehender Kredite durch die finanzierenden Kreditinstitute an deren gestiegene Refinanzierungskosten verteuert sich die Finanzierung insgesamt. Insbesondere die Zinssätze für die Betriebsmittelkreditlinie auf dem betrieblichen Kontokorrentkonto sind hiervon betroffen. Auch Darlehen ohne Festzinsvereinbarung, also variabel verzinslich ausgestattete, sind von Zinssteigerungen betroffen. Hierdurch ist ein höherer Kapitaldienst die Folge. Im Falle betroffener Darlehen erhöht sich die Leistungsrate bei gleichbleibender Tilgung. Somit geht mit einer höheren Verzinsung zwar keine Verlängerung der Laufzeit einher, die Differenz aus bisheriger und künftig höherer Annuität spielgelt sich jedoch als zusätzlicher Zinsaufwand liquiditätswirksam auf dem Kontokorrentkonto wider. Der Cashflow, der für Investitionen und Verzehr, beispielsweise durch Privatentnahmen bzw. Geschäftsführergehälter, zur Verfügung steht, sinkt somit. Fatal kann es sich auswirken, wenn die Bilanzstrukturen des Unternehmens bislang ohnehin durch einen hohen Anteil an kurzfristigem Fremdkapital, gekennzeichnet sind. Ein hoher Anteil von Kontokorrentverbindlichkeiten ist einerseits mit einer erhöhten Anfälligkeit für Zinserhöhungen, andererseits mit einer niedrigen Anlagendeckung verbunden. Diese im Rahmen der Unternehmensanalyse gängige Kennzahl verdeutlicht, indem langfristig zur Verfügung stehendes Kapital – Eigenkapital sowie langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital – ins Verhältnis zum Anlagevermögen des Unternehmens gesetzt werden. Eine bislang maue Relation verschlechtert sich durch den geschilderten Effekt zwangsläufig. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass kurzfristige Finanzierungsmittel, sofern sie über das KK-Konto dargestellt werden, mit schlechteren Konditionen verbunden sind. Mit Hilfe einer Unternehmensberatung sollte in einem Szenario steigender Zinsen bei gegebener Anfälligkeit eines Betriebes die Zinsreagibilität der gesamten Finanzierung auf den Prüfstand gestellt werden; anhand alternativer Berechnungen möglicher Umschuldungsvarianten und Umstrukturierungsmöglichkeiten lassen sich im Idealfall eine höhere Stabilität und günstigere Finanzierungskonditionen gleichermaßen realisieren.

Wie verbessern Unternehmen ihre Bonität?

Mittwoch, 27. April 2011

Die Kapitaldienstbelastung senken oder die Kapitaldienstgrenze erhöhen: Dies sind die beiden Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, um die Bonität eines Unternehmens aus Bankensicht zu verbessern. Beide Optionen müssen sich im Übrigen nicht ausschließen, sondern können auch parallel beschritten werden, da sie im Hinblick auf das Ziel, die Relation von betrieblichem Cashflow und betrieblichem Kapitaldienst zu verbessern, gleichgerichtet sind. Da die Jahresabschlüsse, die zur Unternehmensanalyse herangezogen werden, von der Geschäftsführung bzw. dem Inhaber zu unterzeichnen sind und diese die maßgebliche Grundlage für das daraus abgeleitete Rating darstellen, ist auch der Kapitaldienst, die Summe von zu erbringenden Zins- und Tilgungsleistungen, uneingeschränkt als Chefsache im Unternehmen zu begreifen. Welche Optionen im Einzelfall unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Gegebenheiten zur Verfügung stehen, kann seitens der Entscheidungsträger innerhalb des Unternehmens mit den jeweiligen Kundenbetreuern der Kreditinstitute besprochen werden oder, insbesondere wenn sich Probleme abzeichnen, mit einer bankenneutralen und unabhängigen Unternehmensberatung.
Sich abzeichnende Probleme betreffen einerseits die Anschlussfinanzierung im Falle bislang befristet zur Verfügung gestellter Kredite, andererseits die Konditionen der Fremdfinanzierung. Die Konditionen wiederum beinhalten sowohl die Höhe der Zinssätze für bereitgestellte und/oder in Anspruch genommene Finanzierungen als auch deren Besicherung. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, inwieweit das private Vermögen der Gesellschafter bzw. Inhaber einer vertraglichen Haftung für betriebliche Verbindlichkeiten unterzogen ist.

Analyse des Zahlenwerks

Freitag, 1. April 2011

Wenn ein Unternehmen von einer Unternehmensberatung durchleuchtet wird, ist ein häufiger Befund, dass ein erhebliches Sparpotenzial hinsichtlich der Finanzierungskosten ungenutzt bleibt. Der Kapitaldienst könnte also durch Einleitung geeigneter Maßnahmen reduziert werden. Entsprechend stiege der frei verfügbare Cashflow, der für Investitionen und/oder Verzehr durch den/die Eigentümer zur Verfügung stünde. Dies wiederum ließe wesentliche betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die unter anderem auf den Liquiditätsstatus des Unternehmens abzielen, eine spürbare Verbesserung erfahren. Ein besseres Rating seitens der Unternehmensanalyse im Zuge der Jahresabschlussanalyse durch die finanzierenden Kreditinstitute wäre ein weiterer Nebeneffekt.
Ein Ansatzpunkt, die dargestellten Effekte zu bewerkstelligen, ist die gesamte Struktur der Unternehmensfinanzierung des Unternehmens. Dies betrifft das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital bzw. die Eigenkapitalquote. Weiterhin ist von Bedeutung, wie sich die Restlaufzeit des bereitgestellten Fremdkapitals darstellt, d.h., in welchem Umfang planmäßige Tilgungen zu erbringen sind. Diese schmälern neben den anfallenden Zinsen die betriebliche Liquidität; zudem ist die Frage der jeweiligen Refinanzierung im Vorfeld zu berücksichtigen.
Die Konditionen der bereitgestellten Finanzierungsmittel sind in der Praxis oft eine weitere Stellschraube. Es lässt sich nämlich sehr häufig feststellen, dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht. Eine Verbesserung der bestehenden Situation kann insbesondere im Rahmen anstehender Prolongationen langfristiger Kredite, bei denen die Zinsbindungsfrist ausläuft, erzielt werden. Einerseits gilt es auszuloten, inwieweit die Hausbank zu Zugeständnissen hinsichtlich der Zinskonditionen bewogen werden kann, andererseits kann unter Umständen eine Umschuldung zu einer anderen Bank eine Option darstellen, um günstigere Kredite zu erhalten.

Was bringt ein Rating für ein Unternehmen?

Mittwoch, 30. März 2011

Ein Rating bringt für ein Unternehmen zunächst einen Erkenntniswert, wie seine Kreditwürdigkeit durch die Hausbank eingeschätzt wird. Nicht selten ergibt sich hierdurch weiterhin ein gewisses Maß an Unruhe im Hause, ausgelöst durch einen sich abzeichnenden Handlungsbedarf.
Wie kam es zu dieser Entwicklung? Die Bonitätsbeurteilung durch die kreditgebenden Banken war für Unternehmen stets eine kritische Erfolgsgröße gewesen. Sie unterlag in der Vergangenheit hinsichtlich ihrer Intensität häufig Schwankungen bedingt durch das Ausmaß der bankaufsichtsrechtlichen Vorgaben an die Kreditinstitute. So hat die Aufhebung wesentlicher Ausführungsbestimmungen der Bankenaufsicht zur Auslegung des § 18 Kreditwesengesetz, der die Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern zum Inhalt hat, zunächst für eine branchenweite Lockerung bei der Prüfungsintensität der Banken gegenüber ihren Firmen- und Unternehmenskunden geführt. Im Gegenzug allerdings wurde dieser Effekt durch die Einführung bzw. verfeinerte Ausgestaltung bankinterner Ratingprozesse, ausgelöst durch den sogenannten Basel-II-Akkord, überkompensiert. Waren ehedem nur sehr große Unternehmen, die sich auf dem Kapitalmarkt refinanzieren, gezwungen, ihr Zahlenwerk in der gebotenen Tiefe analysieren und beurteilen zu lassen, werden nunmehr auch kleine und mittlere Unternehmen, die auf Kredite angewiesen sind, mit einem Rating seitens ihrer Hausbank(en) konfrontiert.
Unternehmen sind gut beraten, diesem Prozess die gebotene Beachtung zu schenken. Eine Unternehmensberatung, die mit der Methodik des Ratings unter Berücksichtigung spezieller branchenspezifischer Usancen vertraut ist, macht sich durch eine Stärken-Schwächen-Analyse bezogen auf die wirtschaftlichen Verhältnisse (Jahresabschluss und Gesellschafterebene) und qualitative Bewertungen seitens der Banken häufig bereits dadurch bezahlt, dass sie die mit einem schwächeren Rating einhergehenden höheren Kosten der Finanzierung vermeiden helfen kann.

Richtig finanziert?

Montag, 14. März 2011

Eine ausgewogene Kapitalstruktur, bestehend aus Eigenkapital, langfristigem Fremdkapital und kurzfristigen Fremdmitteln, ist von immenser Bedeutung für jedes Unternehmen, vom Start-up, das soeben der Existenzgründung entschlüpft ist, bis hin zum Großbetrieb. Kreditinstitute stellen im Rahmen der Bonitätsprüfung, die sich nicht nur im Zuge der Beantragung neuer Kredite, sondern auch laufend durch turnusmäßige Auswertung der Jahresabschlüsse und unterjähriger betriebswirtschaftlicher Auswertungen vollzieht, in wesentlichem Maße auf eine ausgewogene Kapitalstruktur und damit die gesamte Finanzierung des Unternehmens ab. Insbesondere gelten die Eigenkapitalquote eines Unternehmens und die Anlagendeckung – das Verhältnis von langfristigem Fremdkapital zum Sachanlagevermögen – als wichtige Indikatoren für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Eine Unternehmensberatung, die die einschlägigen betrieblichen Kennzahlen unter Berücksichtigung der jeweiligen Branchensituation im Zusammenspiel mit der Geschäftsleitung analysiert und steuert, ist hierbei als eine wertvolle Investition aufzufassen, spätestens, wenn sich abzeichnet, dass das Unternehmen mit einem schlechteren Rating durch seine Hausbank konfrontiert wird.