In Krisenzeiten eines Unternehmens gilt es, sowohl Kosten- als auch Erlösstrukturen zu analysieren, zu stabilisieren und im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zu optimieren. Für eine qualifizierte Unterstützung hierbei bietet es sich an, eine Unternehmensberatung zu Rate zu ziehen. Ein besonderes Augenmerk bei der Konsolidierung ist auf die Finanzsituation bzw. den Liquiditätsstatus des Betriebes zu richten. Dies ergibt sich unmittelbar aus dem Umstand, dass jedes Unternehmen auf das Wohlwollen seiner Kreditgeber angewiesen ist, bestehende Kreditlinien aufrecht zu erhalten oder gegebenenfalls auch kurzfristig auszuweiten. Insbesondere bei kleineren Betrieben, die inhabergeführt sind oder sich noch in der Phase der Existenzgründung befinden, hat die finanzielle Privatsphäre einen wesentlichen Einfluss auf den Verzehr des betrieblichen Cashflows und damit auf die betrieblichen Finanzen insgesamt. Einerseits ist zu prüfen, inwieweit im privaten Bereich Einsparpotenziale gegeben sind, die den Betrieb somit entlasten können, andererseits bestehen bei einer unbefriedigenden Ertragssituation des Betriebes und damit einer unzureichenden Einkommenssituation des oder der Geschäftsinhaber häufig Ansprüche auf staatliche Transferleistungen. In Betracht kommen insbesondere Wohngeld als Mietzuschuss bzw. ein Lastenzuschuss, falls der Antragsteller in eigenen vier Wänden wohnt und eine laufende Baufinanzierung zu bedienen hat.
Archiv für die Kategorie „Krisenmanagement“
Liquiditätsstatus
Freitag, 24. September 2010Konsolidierung
Dienstag, 21. September 2010Wenn die Kapitaldienstfähigkeit offenkundig durch eine ansteigende Verschuldung nicht mehr gegeben ist, da die zu erbringenden Zins- und Tilgungsleistungen nicht mehr vollständig erwirtschaftet werden, ist dringender Konsolidierungsbedarf für ein Unternehmen angezeigt. Eine qualifizierte Unternehmensberatung kann sich den beiden zur Verfügung stehenden Stellschrauben eingehend widmen. Dies sind Möglichkeiten zur Steigerung der Kapitaldienstgrenze, insbesondere durch Steigerung des Cashflows, sowie Optionen zur Kapitaldienstentlastung, sprich Reduzierung der zu leistenden Zins- und Tilgungsleistungen, etwa durch eine Umstrukturierung der Unternehmensfinanzierung.
Konsolidierung
Dienstag, 27. Juli 2010Sofern auf dem Geschäftskonto eines Unternehmens oder beruflich Selbstständigen Sollsalden mit steigender Tendenz auf dem Kontokorrentkonto auftreten, besteht Handlungsbedarf. Falls die höhere Inanspruchnahme nachvollziehbar auf einer Ausweitung des Geschäftsumfangs beruht, verbunden mit einem steigenden Bedarf an einer Finanzierung von Betriebsmitteln, kann eine dauerhafte (bei Saisonbetrieben gegebenenfalls auch befristete) Erhöhung des KK-Limits bereits die ideale Lösung für Kreditgeber und Kreditnehmer darstellen.
Falls jedoch eine tiefergehende Analyse durch das finanzierende Kreditinstitut oder eine bankenunabhängige, neutrale Unternehmensberatung zeigt, dass der kurzfristige Finanzierungsbedarf, der sich in der steigenden Inanspruchnahme der Kreditlinie widerspiegelt, nicht im Einklang mit den Umsatzzahlen steht, kommen andere Ursachen in Betracht, beispielsweise eine nicht ausreichende Finanzplanung, rückläufige Rentabilität, steigende Debitorenlaufzeiten und/oder eine nicht fristenkongruente Finanzierung des betrieblichen Anlagevermögens. In diesen Fällen gilt es, eine Konsolidierung der Kredite des Betriebes in die Wege zu leiten mit dem Ziel, die Finanzierungskosten zu senken und die Bilanzrelationen zu verbessern.
Krisenmanagement
Dienstag, 15. Juni 2010Unternehmen in Krisensituationen bedürfen eines Konzepts zur nachhaltigen finanziellen Gesundung des Betriebes. Dieses Konzept sollte unter Mithilfe einer von den Kreditgebern unabhängigen Unternehmensberatung erstellt werden bzw. zumindest von dieser auf Plausibilität geprüft werden. Insbesondere bei inhabergeführten kleineren Betrieben und jungen Unternehmen, die sich noch in der Phase der Existenzgründung befinden, spielen die privaten Finanzen zudem eine wesentliche Rolle bei der Konsolidierung. Eine Entlastung des betrieblichen Cashflows lässt sich durch einen Mietzuschuss (Wohngeld) bewerkstelligen. Bevor bei EFH- oder ETW-Besitzern eine private Baufinanzierung zu platzen droht, empfiehlt es sich, einen Lastenzuschuss (das Pendant zum Wohngeld) zu beantragen.
Bilanzpolitik
Mittwoch, 2. Juni 2010Ein Wechsel der Bilanzpolitik von konservativ nach progressiv bleibt im Zuge der Jahresabschlussanalyse durch die kreditgebenden Banken nicht unbeobachtet. Beispiele hierfür, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Vergleich zur bisherigen Handhabung tendenziell “stärker“ darzustellen, sind die Aktivierung von Bilanzierungshilfen, die Realisierung stiller Reserven, Sale-and-lease-back sowie die Einbeziehung von Verwaltungs- und Fremdkapitalkosten in die Herstellungskosten. Seitens des Unternehmens sollte erwogen werden, eine Unternehmensberatung bei derartigen Maßnahmen parallel zu Rate zu ziehen, damit die Einmaleffekte durch eine geänderte Bilanzpolitik nicht verpuffen, und um ein vorzeigbares Konzept für die nachhaltige Unternehmensentwicklung zu erarbeiten.