Wer die Dienste einer Unternehmensberatung in Anspruch nehmen möchte, sollte sich vergewissern, dass diese unabhängig agieren kann und im Rahmen der vereinbarten Dienstleistung und bei der Abarbeitung des Auftrags frei von Interessenkonflikten agieren kann. Wenn beispielsweise ein Konsolidierungskonzept erarbeitet werden soll und die betraute Unternehmensberatungsgesellschaft zur Unternehmensgruppe der Hausbank des Unternehmens gehört, ist nicht ohne Weiteres davon auszugehen, dass lediglich und ausschließlich die Interessen des Auftragnehmers vertreten werden. Hellhörig sollten Unternehmen insoweit werden, wenn ihnen bei Verhandlungen über die Konditionen für eine anstehende Anschlussfinanzierung oder bei der Bilanzbesprechung empfohlen wird, externe Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, hierbei jedoch just eine Beratungsgesellschaft mehr oder minder dringend nahegelegt wird.
Archiv für die Kategorie „Krisenmanagement“
Unabhängigkeit
Dienstag, 30. August 2011Transferleistungen prüfen
Mittwoch, 23. Februar 2011Insbesondere bei kleinen inhabergeführten Betrieben, wie etwa einer Existenzgründung, die sich noch in der Anfangsphase befindet, hat die finanzielle Privatsphäre einen wesentlichen Einfluss auf die betrieblichen Finanzen, da sie maßgeblich die Höhe des verzehrten Cashflows beeinflusst. Einerseits ist zu prüfen, inwieweit in der privaten Lebenshaltung und bei den privaten Fixkosten Einsparpotenziale gegeben sind, um den Betrieb entlasten zu können. Andererseits bestehen bei einer unbefriedigenden Ertragssituation des Betriebes und damit einer unzureichenden Einkommenssituation des oder der Geschäftsinhaber häufig Ansprüche auf staatliche Transferleistungen. In Betracht kommen insbesondere Wohngeld als Mietzuschuss bzw. ein Lastenzuschuss, falls der Antragsteller in eigenen vier Wänden wohnt und eine laufende Baufinanzierung zu bedienen ist.
Die Stabilisierung, die der Bezug staatlicher Transferleistungen mit sich bringt, kann einen wertvollen Baustein in der gesamten Konsolidierung des Unternehmens darstellen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, bei einer sich abzeichnenden Krisensituation die gesamten Finanzen sowie die Wertschöpfungskette und die Branchensituation durch eine neutrale und bankenunabhängige Unternehmensberatung analysieren zu lassen.
Rote Zahlen
Montag, 31. Januar 2011Letztlich kann ein Unternehmen nicht dauerhaft über seine Verhältnisse leben. Genau dies passiert jedoch, wenn nachhaltig rote Zahlen geschrieben und somit Verluste eingefahren werden. Diese schmälern die Kapitaldecke, so dass die Finanzierung des Betriebes sich zunehmend schwieriger gestaltet, da Kreditgeber wie Banken, Sparkassen und Lieferanten weniger Vertrauen in die Rückführung ihrer Kredite aufbringen bzw. dies nicht mehr aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen oder institutseigener Grundsätze darstellen können.
Entsprechend gilt es, grobe Schnitzer bei der Unternehmensfinanzierung zu vermeiden. Zu den verbreiteten, aber vermeidbaren Fehlern hierbei zählt es, langfristige Investitionen, die das Sachanlagevermögen betreffen, durch die Inanspruchnahme bereitgestellter Kreditlinien auf dem Kontokorrentkonto zu finanzieren. Im Rahmen einer bis auf Weiteres zugesagten Kreditlinie vollzieht sich dies zwar bequem ohne zusätzliche Kreditverhandlungen. Zum einen ist diese Art der Finanzierung jedoch auch bei günstigen Konditionen für den Kontokorrentkredit deutlich teurer im Vergleich zu einer Darlehensfinanzierung, zum anderen gerät der Betrieb nicht selten in eine Reinvestitionsfalle, wenn im Zuge der Inanspruchnahme der Kreditlinien keine Tilgungsleistungen erbracht werden. Bevor die Krise schlagend wird, sollte entsprechend rechtzeitig eine Unternehmensberatung eingeschaltet werden.
Liquiditätsdruck
Mittwoch, 26. Januar 2011Eine umfassende und sorgsam erstellte Liquiditätsvorschau ist gewissermaßen das Herzstück jeder Finanzplanung eines Unternehmens. Sie ist insbesondere für junge Betriebe, die sich in der Phase der Existenzgründung befinden, von essentieller Bedeutung.
Liquiditätsdruck ist die Vorstufe zur Illiquidität. Diese wiederum ist mit einer Pflicht zur Insolvenzantragstellung verbunden, gleichbedeutend mit dem Aus für das Unternehmen und nicht selten auch erheblichen Restschulden für den Geschäftsinhaber.
Eine mangelnde Liquiditätsplanung, die sowohl die betriebliche Sphäre als auch – insbesondere bei Anlaufverlusten – den Privatbereich abdeckt, ist bei nicht wenigen Existenzgründungen die Quelle eines späteren Konsolidierungsbedarfs bzw. die Ursache für notwendiges Krisenmanagement. Gewöhnungsbedürftig sind hierbei in der Anlaufphase häufig die Zusammenhänge zwischen Rentabilität, Liquidität und Kapitalbedarf sowie die sachgerechte buchhalterische Behandlung staatlicher Zuschüsse. Eine Unternehmensberatung kann im Rahmen einer Existenzgründung sehr gute Dienste darin leisten, die Erstellung des Business Plans zu begleiten und in der Anlaufphase ein Controlling im Sinne einer Soll-Ist-Analyse des Liquiditätsstatus zu implementieren.
Privatentnahmen
Montag, 17. Januar 2011Bei Problemen hinsichtlich der Unternehmensfinanzierung, die auf einer zunehmenden Zurückhaltung seitens der finanzierenden Kreditinstitute beruhen, sind grundsätzlich Zweifel an der Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens ursächlich, im schlimmeren Fall bereits offensichtliche Mängel.
Neben Maßnahmen, die zu einer Kapitaldienstentlastung führen, gilt es, Optionen zu einer Steigerung der Kapitaldienstgrenze zu prüfen. Hierunter fallen einerseits Möglichkeiten, Umsatzsteigerungen zu realisieren, andererseits ist auszuloten, inwieweit Kostensenkungen vorgenommen werden können. Für beide Zielrichtungen bietet sich die Einbindung einer Unternehmensberatung mit Know-how in der jeweiligen Branche an. Ebenso betrifft dies den dritten zentralen Punkt, der geeignet ist, eine Steigerung der Kapitaldienstgrenze herbeizuführen: Die Bindung des betrieblichen Cashflows durch Privatentnahmen des Inhabers bzw. entsprechend Geschäftsführergehälter. Eine Konsolidierung der privaten Finanzen, beispielsweise durch Umschuldungen privat aufgenommener Kredite, kann insoweit auch zu einer merklichen Entlastung der betrieblichen Sphäre beitragen.
Angespannte Liquidität
Mittwoch, 24. November 2010Die häufigste Ursache für eine Liquidation oder gar Insolvenzantragspflicht von Unternehmen ist die Zahlungsunfähigkeit. Diese resultieren sehr häufig aus chronischen Cashflow-Problemen des Betriebes. Diese lassen sich häufig nur nachhaltig beseitigen, wenn einerseits die Grundrentabilität des Unternehmens ein im Branchenvergleich zufriedenstellendes Niveau erreicht und andererseits die Kapitalkosten ein vertretbares Maß nicht überschreiten. Dies wiederum lässt sich mit Hilfe einer Unternehmensberatung durch Branchenvergleiche hinsichtlich der Kapitalstruktur und anhand von Konditionsvergleichen feststellen. Gegebenenfalls bietet es sich hierauf aufbauend an, ein ganzheitliches Konzept zur Neustrukturierung der Unternehmensfinanzierung in die Wege zu leiten.
Derartige Überlegungen gelten grundsätzlich für Betriebe jeder Größe, Branche und Rechtsform. Im Zuge einer Existenzgründung besteht somit die herausragende Chance, die Finanzierungsstruktur von Grund auf solide zu gestalten und mit Hilfe dynamischer Kennzahlen, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit einem Existenzgründungscoach, kontinuierlich zu überwachen.
Liquiditätsstatus
Freitag, 24. September 2010In Krisenzeiten eines Unternehmens gilt es, sowohl Kosten- als auch Erlösstrukturen zu analysieren, zu stabilisieren und im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zu optimieren. Für eine qualifizierte Unterstützung hierbei bietet es sich an, eine Unternehmensberatung zu Rate zu ziehen. Ein besonderes Augenmerk bei der Konsolidierung ist auf die Finanzsituation bzw. den Liquiditätsstatus des Betriebes zu richten. Dies ergibt sich unmittelbar aus dem Umstand, dass jedes Unternehmen auf das Wohlwollen seiner Kreditgeber angewiesen ist, bestehende Kreditlinien aufrecht zu erhalten oder gegebenenfalls auch kurzfristig auszuweiten. Insbesondere bei kleineren Betrieben, die inhabergeführt sind oder sich noch in der Phase der Existenzgründung befinden, hat die finanzielle Privatsphäre einen wesentlichen Einfluss auf den Verzehr des betrieblichen Cashflows und damit auf die betrieblichen Finanzen insgesamt. Einerseits ist zu prüfen, inwieweit im privaten Bereich Einsparpotenziale gegeben sind, die den Betrieb somit entlasten können, andererseits bestehen bei einer unbefriedigenden Ertragssituation des Betriebes und damit einer unzureichenden Einkommenssituation des oder der Geschäftsinhaber häufig Ansprüche auf staatliche Transferleistungen. In Betracht kommen insbesondere Wohngeld als Mietzuschuss bzw. ein Lastenzuschuss, falls der Antragsteller in eigenen vier Wänden wohnt und eine laufende Baufinanzierung zu bedienen hat.