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Tipps für die Immobilienfinanzierung

Freitag, 3. Februar 2012

Wer sich heute für eine Baufinanzierung entscheidet, der wird whrscheinlich die nächsten 30 Jahre damit seine Zeit verbringen. Dies liegt zum einen natürlich dran, dass eine Finanzierung über viele Jahre abgeschlossen wird, zum anderen aber auch daran, dass mit der Anschaffung einer Immobilie immer weitere Kosten auf einen zukommen. Dennoch ist die Immobilie eine der besten Möglichkeiten einen Aufbau für die Altersvorsorge zu betreiben. Damit die Jahre mit der Baufinanzierung keine Bauchschmerzen verursachen, heißt es vor Abschluss einer Immobilienfinanzierung die Angebote zu vergleichen. Hierfür könnten beispielsweise Baufinanzierungsrechner genutzt werden, die man im Internet findet. Da nicht nur Banken Baufinanzierungen anbieten, sondern auch viele freie Finanzdienstleister, sollten die möglichen Alternativen einer Immobilienfinanzierung genau berechnet werden. Auch eine zusätzliche Absicherung für eine Anschlussfinanzierung ist sinnvoll, sodass die Absicherung der Zinsen bereits zu Vertragsabschluss der Immobilienfinanzierung gemacht werden kann.

Das klassische Bankdarlehen bei der Immobilienfinanzierung!

Vor einer Immobilienfinanzierung heißt es, die genauen Kosten zu berechnen. Hierzu zählen nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Baunebenkosten wie beispielsweise Renovierungsarbeiten oder Behördenkosten. Mit diesem Kostenplan ausgestattet kann eine Bank oder ein freier Finanzdienstleister aufgesucht werden, sodass ein Angebot zur Baufinanzierung erstellt werden kann. Zur klassischen Baufinanzierung zählt das Annuitätendarlehen. Hierbei entscheidet sich der Kreditnehmer für eine Baufinanzierung, welche mithilfe von monatlichen Raten zurückgezahlt wird. In dieser Rate sind die Zins- und Tilgungskosten enthalten. Zu Beginn der Baufinanzierung wird der Zinsanteil höher sein, da die Darlehenssumme größer ist. Je länger die Laufzeit, umso mehr relativiert sich das Verhältnis zwischen Zins und Tilgung, sodass am Ende eine höhere Tilgungsleistung erbracht werden kann. Sinnvoll für die Baufinanzierung ist eine Zinsfestschreibung. So kann man sich beispielsweise für eine Zinsfestschreibung von 10 Jahren entscheiden. Hierbei ist garantiert, dass der Zinssatz der Immobilienfinanzierung während dieser Zeit nicht geändert wird. Mithilfe eines Fowarddarlehens, welches ebenfalls viele Banken anbieten, kann sogar schon eine Zinsabsicherung für die Zukunft getroffen werden. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Folgefinanzierung der Baufinanzierung in 2 oder 3 Jahren bevorsteht und abgesichert werden soll.

Eigenkapital mit in die Immobilienfinanzierung einbringen!

Eine wichtige Grundregel für die Immobilienfinanzierung sollte die Einbringung von Eigenkapital sein. Durch dieses Eigenkapital wird die Finanzierungssumme verkleinert und der Kunde hat eine geringe Belastung. Auch für die Bank ist die Einbringung von Eigenkapital in die Immobilienfinanzierung sinnvoll, da der Kunde hier seine Sparfähigkeit unter Beweis gestellt hat. Eigenkapital für eine Immobilienfinanzierung kann in Form von Bargeld aber auch durch Eigenleistungen oder eines bereits bezahlten Grundstücks vorhanden sein bzw. erbracht werden. Sollten die Einkommensverhältnisse aber ausreichend gut sein, ist auch eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital möglich. Bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital sollten aber nicht zu viele, besser sogar keine Kredite bestehen, da dann die Darstellung der Finanzierung immer schwieriger wird. Sollten beispielsweise aber nur ein oder zwei kleine Ratenkredite bestehen, könnten diese im Zusammenhang mit der Baufinanzierung ohne Eigenkapital gleich mit umgeschuldet werden.

Zinsgünstige Darlehen für die Immobilienfinanzierung nutzen!

Neben dem Thema Eigenkapital und Bankdarlehen bei der Immobilienfinanzierung sollte auch die Aufnahme eines zinsgünstigen Darlehens bedacht werden. Diese Darlehen haben den Vorteil, dass sie mit einem besonders günstigen Zinssatz und einer niedrigen Tilgung ausgestattet sind. Somit hat der Kunde keine hohe monatliche Belastung zu einem günstigen Preis. Da zinsgünstige Darlehen jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen beantragt werden können, muss hier eine genau Kreditprüfung stattfinden. Solche Darlehen für die Baufinanzierung werden von den Ländern oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) angeboten und oftmals einfach nur als Förderdarlehen bezeichnet. Bei der KfW müssen bestimmte Kriterien wie energieeffizientes Bauen oder altersgerechtes Bauen nachgewiesen werden. Das Baugeld bzw. die Konditionen von Förderdarlehen sind meistens subventioniert und liegen daher oftmal unter dem üblichen Kapitalniveau. Besteht noch kein Bausparvertrag, so ist es manchmal sinnvoll diesen mit der Baufinanzierung gemeinsam abzuschließen, da auch dieser für eine spätere Folgefinanzierung genutzt werden kann.

Vergleichen, aber richtig!

Freitag, 13. Januar 2012

Wer sich fragt, ob er nicht insgesamt zu viel für seine Versicherungen zahlt, liegt vermutlich nicht ganz falsch, falls er dies instinktiv vermutet. Das Problem ist hierbei, dass es alles andere als einfach ist, eine Versicherung hinsichtlich ihrer Preiswürdigkeit mit einer anderen, gleichwertigen zu vergleichen. Bereits die Gleichwertigkeit lässt sich bei näherer Betrachtung nicht ohne Weiteres beurteilen. Die eine Police hat diesen Zusatz, der beitragsfrei mitversichert ist, die andere ein anderes Extra, welches irgendwie nützlich erscheint. So gesehen, ist der Preis einer Versicherung nur begrenzt aussagekräftig. Dies sollte man bedenken, wenn man sich auf Online-Portale begibt. Diese suggerieren, für gewisse Vorgaben die günstigsten Tarife herauszufiltern. Abgesehen davon, dass sich längst nicht alle relevanten Anbieter auf diese Weise in einen Kostenvergleich einbeziehen lassen, stellt sich oftmals die Frage, ob ein wenig mehr Versicherungsumfang zu einem minimalen Aufpreis gegenüber dem nominal günstigeren Angebot einer anderen Gesellschaft nicht womöglich doch eine vorteilhafte Investition ist. Spätestens beim sprichwörtlichen Kleingedruckten wird deutlich, dass Versicherungen schwer zu vergleichende Produkte sind. Bei einem Kredit ist dies grundsätzlich einfacher: Für mehrere Angebote mit gleicher Flexibilität, was die Möglichkeit von kostenlosen Sondertilgungen angeht, kann man relativ einfach ein Ranking erstellen, indem man den Effektivzinssatz als Kriterium heranzieht. Der günstigste Kredit ist insoweit derjenige, um den man sich zuallererst bemühen sollte. Bei Versicherungen gilt dieses Prinzip, dass die günstigste schlicht die empfehlenswerteste ist, im Grunde nur für eine Risiko-Lebensversicherung, wie sie häufig in Zusammenhang mit dem Abschluss einer Baufinanzierung zur finanziellen Absicherung der Angehörigen für den Fall eines Falles abgeschlossen wird. Bei gleicher Versicherungssumme ergibt sich die Höhe der Versicherungsprämie aufgrund der persönlichen Antragsdaten. Lediglich die Höhe des Sofortrabatts ist für die Zukunft schwierig zu beurteilen. Diese hängt im Wesentlichen von der Ertragsentwicklung bzw. der Überschussbeteiligung der jeweiligen Versicherungsgesellschaft ab. Entsprechend sollte man sich bei einem unabhängigen Finanzdienstleister eine zweite Meinung einholen, inwieweit das Risiko unerwarteter Preiserhöhungen während der Vertragslaufzeit einzuschätzen ist. Gegebenenfalls kann also auch das “eigentlich” zweitgünstigste Angebot insgesamt die Nase vorn haben. Bei allen anderen Gattungen von Versicherungen ist dies, wie gesagt, ohnehin der Fall. Der Preis ist hier jeweils ein wichtiges, aber auf keinen Fall das alleinentscheidende Kriterium.

Tilgung von betrieblichen Finanzierungen

Donnerstag, 5. Januar 2012

Die Mindesttilgung bestimmt grundsätzlich bei einer Finanzierung deren längstmögliche Laufzeit. Während im Geschäft mit Privatkunden auch Darlehen zur freien Verwendung – meist allerdings als Ratenkredit – vergeben werden, ist dies im Kreditgeschäft an Unternehmen und beruflich Selbstständige vergleichsweise unüblich. So wird sich ein Finanzierungsangebot eines Kreditinstituts stets an der vorgesehenen Investition orientieren; gegebenenfalls stellt sich heraus, dass die vom Kunden favorisierte Darlehenslaufzeit schwerlich zu realisieren ist. Bei einer kürzeren Laufzeit steigt aufgrund der schnelleren Tilgung entsprechend der zu erbringende Kapitaldienst in Form der Darlehensannuität an.
Bei einer privaten Baufinanzierung hat sich eine Mindesttilgung von einem Prozent der Darlehenssumme zuzüglich ersparter Zinsen branchenweit als Standard herausgebildet. Bei gewerblichen Finanzierungen hingegen orientieren sich Kreditinstitute hinsichtlich der maximalen Darlehenslaufzeit bisweilen an den steuerlichen AfA-Sätzen.
Eine Besonderheit ergibt sich bei Umstrukturierungen der Unternehmensfinanzierung im Zuge der Konsolidierung. Für aufgelaufene Kontokorrentkredite, die in ein grundsätzlich zinsgünstigeres Konsolidierungsdarlehen umgeschuldet werden, sind bislang im Ergebnis keine Tilgungsleistungen erbracht worden. Die Darlehenslaufzeit entscheidet somit wesentlich über den – trotz des Zinsvorteils – höheren zu erbringenden Kapitaldienst infolge der einsetzenden Tilgung. Bei beabsichtigten betrieblichen Konsolidierungsdarlehen wird in der Praxis im Vorfeld häufig eine bankenunabhängige Unternehmensberatung eingebunden.

Spezielle Versicherung für die Finanzierung

Freitag, 23. Dezember 2011

Leasing kann sich als eine überaus teure Form der Finanzierung entpuppen. Dies ist dann der Fall, wenn der Vertrag vorzeitig beendet wird. Beispielsweise ist dies der Fall wenn der Leasinggegenstand, etwa das Fahrzeug, einen Totalschaden erleidet oder gestohlen wird. Abgesehen von Kulanzregelungen, die einige Anbieter während einer gewissen Karenzzeit ab Vertragsbeginn vorsehen, ist in der Regel kein Tausch des Leasingobjekts möglich. Wenn der Vertrag vorzeitig beendet wird, ist zu beachten, dass grundsätzlich zwei Parteien hieran verdienen, nämlich die Leasinggesellschaft und die refinanzierende Bank. Neben für gewöhnlich anfallenden Vorfälligkeitsentschädigungen gilt es seitens des Leasingnehmers neben dem Restbuchwert des Leasinggegenstands auch die Finanzierungskosten auf einen Schlag abzulösen. Die sich hieraus ergebende Summe übersteigt den Ablösebetrag im Vergleich zu einem Kredit, der unter sonst gleichen Umständen gewährt würde, in aller Regel deutlich.
Das Risiko, dass dieser sogenannte Gap, die Differenz zwischen Zeitwert und Ablösebetrag zum Tragen kommt, kann bei einigen Anbietern durch eine entsprechende Gap-Versicherung abgesichert werden. Wie bei allen Versicherungen gilt, auch wenn es sich hierbei um eine relativ junge und noch nicht sehr weit verbreitete Police handelt, dass der Interessent einen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen sollte, um nicht zu viel zu bezahlen. In jedem Fall sollte sich der Kunde bei der vor der Investition im Raum stehenden Frage, ob Leasing oder Kredit die bessere Alternative für ihn ist, einen Tilgungsplan bzw. eine Entwicklung des Ablösebetrags bei planmäßigem Vertragsverlauf vorlegen lassen, um das Risiko beziffern zu können.

Aufrechterhaltung der Finanzierung

Dienstag, 20. Dezember 2011

Ganz grundsätzlich ist es überaus risikobehaftet, die Finanzierung eines Unternehmens im Wesentlichen auf das Wohlwollen seiner (einen bzw. einzigen) Hausbank abzustellen. Bei drohenden oder sich abzeichnenden Liquiditätsengpässen vergrößert sich die meist ungewollte Bankenabhängigkeit spürbar. Deutlich wird diese insbesondere, wenn sich höhere Auflagen bei der Prolongation bestehender Kreditlinien ergeben und die Gewährung von neuem Kapital zur Finanzierung der Betriebsmittel mit höheren Anforderungen, etwa zusätzlichen geforderten Kreditsicherheiten, verbunden ist. Wenn eingereichte betriebswirtschaftliche Unterlagen signalisieren, dass sich die Bonität des jeweiligen Unternehmens anhand des Ratings seitens der Bank verschlechtert hat, werden grundsätzlich auch bestehende Sonderkonditionen gestrichen, wodurch sich die Finanzierung im Vergleich zur bisherigen Situation verteuert. Die Anschlussfinanzierung wird bisweilen auch mit strengeren Auflagen als bisher versehen, beispielsweise hinsichtlich der Stellung von Kreditsicherheiten. Im Zusammenspiel mit der Geschäftsführung des Unternehmens werden in der Praxis häufig durch eine Unternehmensberatung sachgerechte Maßnahmen eingeleitet, die darauf abzielen, bestehenden Problemen bei der Generierung eines hinreichenden und nachhaltigen Cashflows zu begegnen. Dies stellt im Erfolgsfall sicher, dass das Unternehmen weiterhin die benötigten Kredite erhält.

Rente für Selbstständige

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Selbstständige, die keine oder nur unbedeutende Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung aufgebaut haben und auch keinem berufsständischen Versorgungswerk angehören, sind hinsichtlich ihrer privaten Altersvorsorge auf sich allein gestellt. Unternehmer müssen entsprechend selbst aktiv werden, um für die Zeit nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben finanzielle Vorsorge zu treffen. In aller Regel stellt der Betrieb bzw. das Unternehmen den maßgeblichen Vermögenswert dar. Dieser kann im Zuge einer Nachfolgeregelung veräußert oder verpachtet werden. Aus dem Verkaufserlös sind zunächst bestehende private Verbindlichkeiten, etwa aus einer restlich bestehenden privaten Immobilienfinanzierung zu begleichen. Liquides Vermögen, das zum laufenden Lebensunterhalt verbraucht werden kann, lässt sich mit Hilfe staatlicher Förderung nur durch eine Basis-Rente (auch Rürup-Rente genannt) ansparen. Diese spezielle Form einer privaten Rentenversicherung garantiert eine lebenslange Leibrente und kann um eine entsprechende Hinterbliebenenversorgung erweitert werden. Die staatliche Förderung vollzieht sich durch die steuerliche Begünstigung der Beiträge. In der Sparphase reduziert sich die Steuerlast durch Berücksichtigung der Beiträge bis zu 20.000 € (40.000 € bei zusammenveranlagten Ehegatten) jährlich als Sonderausgaben im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung. Wie bei der geseetzlichen Rente auch, sind allerdings keine Kapitalauszahlungen möglich. Die Höhe der monatlichen Rente ergibt sich aus der Höhe der insgesamt eingezahlten Beiträge, der Laufzeit und der Rendite nach Kosten der jeweiligen Geldanlage. Die Rendite lässt sich auf längere Sicht im Vergleich zu klassischen Versicherungen erfahrungsgemäß dadurch steigern, dass in Fonds investiert wird. Gute Fondspolicen beinhalten neben der Chance auf höhere Renditen auch eine garantierte Mindestverzinsung.

Einmalanlagen

Dienstag, 6. Dezember 2011

Die Einmalanlage höherer Beträge ist für Selbstständige unter mehreren Aspekten zu prüfen: Liquidität bzw. Verfügbarkeit und Zugriffsschutz Dritter bzw. Eignung als Bestandteil der privaten Altersvorsorge. Darüber hinaus gilt wie bei jeder Geldanlage naturgemäß der Zusammenhang zwischen Rendite und Risiko. Bei Selbstständigen, insbesondere, wenn die Geschäfte gut gehen, ist die Nachsteuerrendite hierbei das primär zu berücksichtigende Kriterium. Allerdings gilt es auch den im Zusammenhang mit Steuern wichtigsten Grundsatz überhaupt zu beherzigen, nämlich den, nichts aus rein steuerlichen Motiven heraus in die Wege zu leiten. Die Transparenz schließlich ist ebenfalls ein nicht zu vernachlässigender Aspekt, nicht nur, aber insbesondere bei höheren Beträgen. Staatliche Fördermöglichkeiten können die Rendite aufpäppeln, beispielsweise durch Anlage von Geldern bei Versicherungen als Basis-Rente. Hier gibt es mittlerweile gut strukturierte Investmentmöglichkeiten zu vertretbaren Kosten, über die man sich bei unabhängigen Finanzdienstleistern, die nicht an das Produktangebot einzelner Gesellschaften gebunden sind, informieren sollte. Inwieweit man auf die noch kürzere Mindestlaufzeit bestimmter Geldanlageformen bis zur frühestmöglichen Verfügbarkeit mit dem 60. Geburtstag (ab 2012 ist dies für Neuabschlüsse der 62. Geburtstag) Wert legt, kann auch von Bedeutung sein.

Rote Zahlen

Mittwoch, 30. November 2011

Letztlich kann ein Unternehmen nicht dauerhaft über seine Verhältnisse leben. Genau dies passiert jedoch, wenn nachhaltig rote Zahlen geschrieben und somit Verluste eingefahren werden. Diese schmälern die Kapitaldecke, so dass die Finanzierung des Betriebes sich zunehmend schwieriger gestaltet, da Kreditgeber wie Banken, Sparkassen und Lieferanten weniger Vertrauen in die Rückführung ihrer Kredite aufbringen bzw. dies nicht mehr aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen oder institutseigener Grundsätze darstellen können.
Entsprechend gilt es, grobe Schnitzer bei der Unternehmensfinanzierung zu vermeiden. Hierzu lässt sich zählen, langfristige Investitionen, die das Sachanlagevermögen betreffen, durch die Inanspruchnahme bereitgestellter Kreditlinien auf dem Kontokorrentkonto zu finanzieren. Im Rahmen einer bis auf weiteres zugesagten Kreditlinie vollzieht sich dies zwar bequem ohne zusätzliche Kreditverhandlungen. Andererseits ist diese Art der Finanzierung auch bei günstigen Konditionen für den Kontokorrentkredit deutlich teurer im Vergleich zu einer Darlehensfinanzierung. Zudem gerät der Betrieb nicht selten in eine Reinvestitionsfalle, wenn im Zuge der Inanspruchnahme der Kreditlinien keine Tilgungsleistungen erbracht werden. Zum Zwecke einer Neustrukturierung der Finanzierung wenden sich Unternehmen in der Praxis häufig an eine bankenunabhängige Unternehmensberatung.

Für die langfristige Finanzierung

Mittwoch, 23. November 2011

Annuitätendarlehen für die langfristige Finanzierung
Eine Baufinanzierung umfasst einen Zeitraum von bisweilen über 40 Jahren. Dies ergibt sich aus der hohen Darlehenssumme, die es zu tilgen gilt. Die Mindesttilgung, die Banken und Sparkassen bei der Vergabe von Darlehen für eine Immobilienfinanzierung voraussetzen, beläuft sich auf jährlich 1 Prozent zuzüglich ersparter Zinsen.
Ohne die Tilgung ersparter Zinsen beliefe sich der Darlehenszeitraum bei einer jährlich Tilgung von einem Prozent des Darlehensbetrages auf 100 Jahre. Die ersparten Zinsen erhöhen jedoch die Tilgungsleistung dadurch, dass die Darlehensrate während der Dauer der Festzinsbindung konstant bleibt, der Zinsanteil jedoch mit jeder geleisteten Tilgung sinkt. Der Zinsanteil sinkt, da sich die ausstehende Darlehensschuld als Bemessungsgrundlage für die Zinsberechnung mit jeder Tilgungsleistung reduziert.
Dadurch, dass bei einem Annuitätendarlehen, der klassischen Finanzierungsvariante für eine Immobilie, die ersparten Zinsen nicht die Darlehensrate reduzieren, sondern gewissermaßen durch zusätzliche Tilgungsanteile ersetzt werden, bleibt die Darlehensrate konstant. Der in der Darlehensrate enthaltene Tilgungsanteil steigt sukzessive an; die Tilgung der ausstehenden Darlehensvaluta erhöht sich mit jeder Darlehensrate, und zwar absolut und prozentual. Dies beschleunigt die Tilgung der Baufinanzierung und führt zu einer deutlich schnelleren Entschuldung, als es eine Tilgung von jährlich einem Prozent vermuten lässt. In Abhängigkeit von den Darlehenszinsen ergibt sich somit eine Laufzeit der Immobilienfinanzierung von rund 40 Jahren. Die Wirkungsweise einer höheren Tilgung oder einer einprozentigen Tilgung bei unterschiedlichen Darlehenszinssätzen kann man mit einem Baufinanzierungsrechner, wie er beispielsweise im Internet vielfach angeboten wird, leicht nachvollziehen.

Förderung sinkt

Donnerstag, 17. November 2011

Für Selbstständige, die nur deshalb in den Genuss der Riester-Förderung kommen, weil sie dank ihres rentenversicherungspflichtigen oder verbeamteten Ehegatten einen reinen Zulagenvertrag ohne eigene Beiträge abgeschlossen haben, ändert sich ab kommendem Jahr etwas: In jedem Fall, egal, ob man unmittelbar oder “huckepack” (also mittelbar) gefördert wird durch Zulagen und/oder Steuervorteile, ist künftig der sogenannte Sockelbetrag von 60 € jährlich vom Anleger aus eigenen Mitteln aufzubringen! Dadurch, dass es den Effekt einer Umsonst-Rente nun nicht mehr gibt, kann man von einer Kürzung der Förderung sprechen. Andererseits waren diese Umsonst-Renten ohnehin nur ein geringes Zubrot und kaum geeignet, bestehende Lücken in der privaten Altersvorsorge wirksam zu schließen. Die Riester-Rente bleibt im Übrigen weiterhin eine attraktive Option.