31. August 2010
Die Finanzplanung eines Unternehmens beinhaltet auch eine Investitionsplanung. Hierbei ist zum Einen der entsprechende Kapazitätseffekt innerhalb des betrieblichen Leistungsprozesses zu berücksichtigen, zum Anderen sind die unmittelbaren Auswirkungen auf die Liquidität und die Ertragslage des Unternehmens zu planen. Im Zusammenhang mit jeder Investition ist von daher ein Kredit von vorn herein aufgrund der Wechselwirkung mit der Liquiditäts- und Ertragslage seitens der Unternehmung unter Einbeziehung aller Entscheidungsträger von hervorgehobener Bedeutung.
Grundsätzlich gilt, dass das Anlagevermögen, dass dem Betrieb entsprechend langfristig oder zumindest mittelfristig zur Verfügung stehen soll, lang- bzw. mittelfristig zu finanzieren. Die entsprechenden Anteile von Fremdkapital sollten entsprechend eine volumengewichtete mittlere Laufzeit haben, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer möglichst nicht unterschreiten sollte. In der Praxis werden derartige Finanzierungen von Kreditinstituten über ein sogenanntes Annuitätendarlehen zur Verfügung gestellt, wie es auch bei einer privaten Baufinanzierung zum Einsatz kommt.
Sofern der Grundsatz der fristenkongruenten Finanzierung nicht eingehalten wird, kann es mittel- bis langfristig zu Problemen bei der Unternehmensfinanzierung kommen. Eine Unternehmensberatung, die in Fragen rund um die Investitions- und Finanzplanung versiert ist, sollte zu Rate gezogen werden, wenn sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu langfristigen Verbindlichkeiten mit einem Charakter von Dauerschulden entwickeln.
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26. August 2010
Eine Unternehmensberatung beschäftigt sich sehr häufig mit Fragestellungen rund um das Thema Unternehmensfinanzierung. Als neuen Ratgeber haben wir wichtige Tipps aus der Praxis für die Praxis zusammengstellt. Dieses “ABC der Unternehmensfinanzierung” steht ab sofort zur Verfügung.
Schlagworte: Ratgeber, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
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26. August 2010
Einer der wichtigsten Aspekte im Rahmen einer Existenzgründung sind Haftungsgefahren. Dies beginnt bei der Frage nach der Rechtsform, die das künftige Unternehmen haben soll. Bei Rechtsformen, die die Haftung gegenüber Dritten auf das Gesellschaftsvermögen beschränken, sollten sich Existenzgründer im Vorfeld bewusst sein, dass die Haftungsbegrenzung in der Praxis gegenüber Kreditinstituten und damit für betriebliche Kredite grundsätzlich nicht greift. Kreditvergaben an eine GmbH, eine Ltd. und eine UG (haftungsbeschränkt) erfolgen grundsätzlich nur, wenn sie zur Sicherung durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafter unterlegt sind. Der Bedarf an betrieblichen Versicherungen ist in Abhängigkeit vom Risikogehalt der Geschäftstätigkeit zu prüfen. Zumindest eine betriebliche Haftpflichtversicherung wird in aller Regel unumgänglich sein.
Da letztendlich das Privatvermögen des Unternehmers einem Haftungsrisiko unterliegt, sofern es sich nicht um geschütztes Altersvorsorge-Vermögen handelt (Riester, Rürup, Betriebliche Altersvorsorge), empfiehlt es sich, den Gesamtkomplex der Haftung mit einer versierten Unternehmensberatung im Vorfeld der Existenzgründung ganzheitlich zu besprechen.
Schlagworte: Altersvorsorge, Existenzgründer, Existenzgründung, haftung, Kredite, Rechtsformen, Unternehmensberatung, Versicherungen
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24. August 2010
Mit einem Kredit wird dem Kreditnehmer für eine zeitlich befristete Zeit Kaufkraft gegen Zahlung eines Zinses als Entschädigung für den Nutzungsverzicht des Kreditgebers zur Verfügung gestellt. Der Begriff „Kredit“ hat seinen Ursprung in der lateinischen Sprache. Er leitet sich „credere“ ab, was glauben und vertrauen bedeutet. Im Moment der Kreditvergabe vertraut der Kreditgeber (auch Creditor oder Gläubiger) darauf, dass der Kreditnehmer (auch Schuldner oder Debitor) ihm das Geld zurückzahlt. Ob der Schuldner finanziell überhaupt in der Lage ist, das Geld zurückzuzahlen, wird der Gläubiger durch Prüfung der Bonität im Vorwege absichern. Doch dennoch muss er auch bei eigentlicher Zahlungsfähigkeit darauf vertrauen, sein Geld zurück zu bekommen. Zu den bekanntesten Kreditformen gehören der Dispositionskredit, das Anschaffungsdarlehen und der Hypothekarkredit.
Mit einem Dispositionskredit erhält der Kreditnehmer für einen allgemeinen Verwendungszweck Geld. Der Kredit wird einmalig beantragt und kann ab diesem Zeitpunkt bis zu einem vereinbarten Kreditbetrag genutzt werden. Man geht dabei von einem vorübergehenden und kurzfristigen Geldbedarf aus. In der Regel liegt die Höhe dieses Kredites zwischen einem und drei Monatsgehältern. Eine zeitliche Einschränkung findet nicht statt. Auch die Rückzahlung ist dem Kreditnehmer freigestellt, da keine festen Raten vereinbart werden. Da das Konto des Kreditnehmers der Bank bereits bekannt ist, findet auch keine weitere Besicherung statt.
Ein Anschaffungsdarlehen findet seine Verwendung bei langlebigen Konsumgütern wie zum Beispiel dem Jahreswagen oder auch eine Weltreise. Er kann besondere Wünsche ermöglichen. Man erhält dieses Darlehen ab einer Höhe von 2.000 Euro bis zu 30.000 Euro. Zur Bestimmung der Laufzeit dient zunächst die Höhe des Darlehens, dann der Verdienst des Kreditnehmers. Sie kann zwischen 6 Monaten und 6 Jahren liegen. Zurückgezahlt wird der Kredit durch vertraglich festgesetzte Raten. Die Höhe der Raten richtet sich dabei auch wieder nach der Höhe des Darlehens und der nach dem Gehalt des Schuldners. Bei diesem Darlehen ist eine Absicherung notwendig sowie eine Prüfung der Kreditfähigkeit. Absicherung kann das Einbehalten des Kfz-Briefes sein oder aber auch eine Gehaltsabtretung genauso wie eine Bürgschaft.
Möchte man ein Grundstück oder Haus sowie eine Eigentumswohnung erwerben, nimmt man einen Hypothekarkredit in Anspruch. Er kann auch für Sanierungs- und Umbauarbeiten verwendet werden. Der Begriff Hypothekarkredit meint eigentlich ein langfristiges Darlehen, das durch die Eintragung des Grundpfandrechtes abgesichert wird. Bei der Höhe des Auszahlungsbetrages gibt es nach oben hin keine Grenze, vergeben werden in der Regel allerdings Darlehen zwischen 30.000 Euro und 300.00 Euro. Eine Begrenzung der Laufzeit gibt es im Grunde auch nicht. Sie richtet sich nach der Höhe des Kredites. Gängig sind Finanzierungen zwischen 5 Jahren und 25 Jahren. Die Rückzahlung erfolgt monatlich oder vierteljährlich in gleichbleibenden Raten. Die Höhe der Raten richtet sich auch hier nach der Höhe der Kreditsumme und dem Verdienst des Kreditnehmers. Die Absicherung erfolgt durch die Belastung einer Hypothek oder durch eine vereinbarte Grundschuld.
Weiterhin gibt es noch unterschiedliche Kreditarten wie zum Beispiel den Ratenkredit, Barkredit, Sofortkredit, Kleinkredit, das Beamtendarlehen, eine Bau- oder Immobilienfinanzierung oder auch die Autofinanzierung.
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23. August 2010
Der Umstand, dass Kredite bonitätsabhängig vergeben werden, ist ein uralter Hut. Lediglich in jüngerer Zeit ist die Vokabel “bonitätsabhängig” in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelangt, da Kreditinstitute auch im Privatkundengeschäft für Ratenkredite individuelle Konditionen eingeführt haben. Diese werden grundsätzlich anhand des EDV-gestützten Scorings ermittelt und weichen in der Regel nicht unerheblich von den mit Fußnoten und/oder Sternchen versehenen Top-Konditionen aus der Werbung ab. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Umsetzung der neuen EU-Verbraucherkreditrichtlinie diese Praxis eindämmen wird.
Für Unternehmen und beruflich Selbstständige ändert sich an der bisherigen Handhabung nichts, wonach die Bonität als Zusammenspiel von wirtschaftlicher und persönlicher Kreditwürdigkeit kontinuierlich durch das jährliche Rating neu unter Beweis gestellt werden muss. Die Konditionen für bereitgestellte Kredite sowie die Bereitschaft der Banken, das Unternehmen durch die Bereitstellung von Finanzierungen weiterhin zu begleiten, werden weiterhin von den Ergebnissen der Jahresabschlussanalyse, der Kontoführung und der Qualität der zur Verfügung gestellten Kreditsicherheiten abhängen. Werden Probleme bei der Unternehmensfinanzierung unübersehbar, die sich beispielsweise durch eine zunehmende Ausschöpfung der Kreditlinie äußern, empfliehlt es sich, beizeiten eine Unternehmensberatung zur Ursachen- und Schwachstellenanalyse einzuschalten.
Schlagworte: Bonität, bonitätsabhängig, Finanzierung, Finanzierungen, Jahresabschluss, Jahresabschlussanalyse, Konditionen, Kredit, Kredite, Kreditsicherheiten, Kreditvergabe, Kreditwürdigkeit, Rating, Verbraucherkredit, Verbraucherkreditrichtlinie
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23. August 2010
Die Unternehmensberatung, häufig auch „Consulting“ genannt, bietet Dienstleistungen an, die für andere Unternehmen erbracht werden. Die Unternehmensberater sind dabei auf den Bereich spezialisiert, in dem sie Beratung anbieten. Dieses Spezialisierung kann durch ein Studium erworben worden sein und danach folgender Berufspraxis oder aber auch durch jahrelange berufliche Erfahrung in dem Bereich. Man benötigt nicht, wie oft noch angenommen, für die Ausübung als Unternehmensberater eine Hochschulabschluss.
Die Beratungsleistung teilt sich in unterschiedliche Bereiche auf. Sie kann eine klassische Managementberatung mit Schwerpunkt auf Strategie, Organisation, Führung und Marketing eines Unternehmens sein oder sie bietet spezialisierte Beratungsdienstleistungen an, wie zum Beispiel in Bereichen der IT-Struktur oder der Personalberatung. Die Personalberatung umfasst nicht nur das sogenannte „High Potential Development“ und „Head Hunting“, das für Führungskräfte angeboten wird, sondern sie bietet auch weitaus breiter gefasste Konzepte im Bereich der Personalentwicklung an, so zum Beispiel Maßnahmen zu Training und Weiterbildung von Mitarbeitern und Führungskräften.
Oft werden Unternehmensberater mit einem massiven Arbeitsplatzabbau in Zusammenhang gebracht, wenn dem Abbau ihr Beratungsprozess vorangegangen ist. Und dass sie für die Ausübung ihres Berufes keine bestimmte wissenschaftliche Qualifikation benötigen, macht ihren Ruf auch nicht besser. Dass die Beratung nicht immer nur zum Abbau von Personal führt, sollte hierbei aber auch erwähnt werden. Denn durch die oben bereits beschriebenen Coachingmaßnahmen sorgen sie vielmehr dafür, dass die Belegschaft motiviert wird, um die Arbeitsabläufe zu optimieren. In diesen Fällen dient die Beratung besonders dem Personal und nicht dem Abbau oder Austausch von Mitarbeitern.
Die Unterstützung eines Unternehmens ist sehr vielfältig. Sie reicht von der Management- und Organisationsberatung in allen grundlegenden Fragen bis zur genauesten Ausarbeitung neuer personeller Konzepte und der Beratung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Auch das Klientel einer Unternehmensberatung kann sehr unterschiedlich sein. Die Branchen sind weit gefächert. Ob nun kleine Firmen, wie Bäckereien oder Handwerksbetriebe, oder die aufstrebende Softwareentwicklungsfirma, immer mehr nehmen die Arbeit einer Unternehmensberatung in Anspruch.
Auch wenn es für die Ausbildung eines Unternehmensberaters keine Vorschriften gibt, so gibt es doch einen Berufs- oder Ehrenkodex. Diese Grundsätze der Beratung wurde von der Vereinigung der Unternehmensberater festgesetzt. Ein Unternehmensberater muss zum einen unabhängig von einem Dritten sein. Bei der Wahl des Kunden eines Lieferanten oder Marktpartners wird ihn der Unternehmenspartner nicht beeinflussen, sondern immer nur objektiv entscheiden. Ein Berater muss über die Kompetenz auf seinem beratenden Gebiet verfügen. Deshalb wird er nur in den Bereichen arbeiten, in denen er über ausreichend Erfahrung verfügt. Er sollte hierzu nachweislich Kompetenz erlangt haben. Ganz wichtig ist das Element der Vertraulichkeit. Alle erworbenen Kenntnisse und Informationen werden nicht an Dritte weitergegeben.
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19. August 2010
Sonderzahlungen, die beim Leasing häufig zum Einsatz gelangen, reduzieren die monatliche Belastung. Anders als Sondertilgungen bei einem Kredit sind Leasing-Sonderzahlungen jedoch nur zu Vertragsbeginn möglich. Mitunter liegen sie im Interesse des Leasingnehmers, teilweise werden sie auch von der finanzierenden Leasinggesellschaft zur Auflage gemacht, wenn eine Vollfinanzierung nicht darstellbar ist.
Nicht unproblematisch ist es, wenn eine Sonderzahlung zur Senkung des Risikos von Seiten der Leasinggesellschaft gefordert wird, der entsprechende Betrag jedoch nicht vom Kunden aus eigenen Mitteln aufgebracht werden kann. Die hierzu notwendige Fremdfinanzierung verteuert die gesamte Finanzierung insbesondere dann, wenn sie zu Lasten des Kontokorrentkontos erfolgt. In diesen Fällen sollte das Für und Wider des Abschlusses eines Leasingvertrages überdacht werden, beispielsweise indem hierzu eine Unternehmensberatung zu Rate gezogen wird. Ein klassischer Kredit als Alternative kann insbesondere hinsichtlich der vom Kunden zu stellenden Sicherheiten als flexibler angesehen werden. Während Leasinggesellschaften in aller Regel nicht mit weiteren Sicherheiten über das wirtschaftliche Eigentum am Leasingobjekt arbeiten und etwaige zu hohe kalkulierte Risiken über eine Reduzierung des Obligos durch geforderte Sonderzahlungen abdecken, sind Kreditinstitute in dieser Hinsicht flexibler. Dies kann unter Umständen bei einer knapp kalkulierten Finanzierung den Ausschlag für eine Bewilligung geben.
Schlagworte: Bonität, Finanzierung, Kredit, Leasing, Leasing-Sonderzahlung, Obligo, Sondertilgung, Sonderzahlung, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
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13. August 2010
Die Sicherungsübereignung (kurz auch SÜ) von beweglichen Wirtschaftsgütern ist eine weit verbreitete Form der Kreditsicherung. Hierbei wird ein Gegenstand, der durch die bereitgestellte Finanzierung erworben werden soll, dem jeweiligen Kreditinstitut sicherungshalber übereignet. Dies bedeutet, dass die finanzierende Bank juristische Eigentümerin ist, die Rechte hieraus jedoch nur geltend machen kann, wenn der zugrunde liegende Kredit nicht vereinbarungsgemäß bedient wird und nachhaltige Zahlungsstörungen vorliegen.
Ein sehr häufiger Anwendungsfall für eine Sicherungsübereignung ist die PKW-Finanzierung über einen Ratenkredit oder ein Darlehen. Dadurch, dass das Kreditinstitut sicherungshalber Eigentümer wird, ist der Kreditnehmer rein rechtlich lediglich Fahrzeugbesitzer, wie beispielsweise auch beim Leasing. Im Zuge einer Baufinanzierung spielt eine SÜ selten eine Rolle. Mitunter kann es jedoch fraglich sein, inwieweit bewegliche Gegenstände in bzw. auf dem Objekt wesentliche Bestandteile sind oder der Zubehörhaftung unterliegen, also im Verwertungsfall der Immobilie herangezogen werden können, so dass gegebenenfalls zur Sicherheit ein ergänzender SÜ-Vertrag geschlossen wird.
Eine vergleichbare Problematik ergibt sich für Unternehmen nicht selten dahingehend, dass ihr Umlaufvermögen einerseits als Kreditsicherheit gegenüber der Hausbank fungieren soll, andererseits noch Eigentumsvorbehalten von Lieferanten unterliegen kann. Dieses Problem bei der Unternehmensfinanzierung begleitet Unternehmen von der Existenzgründung an.
Schlagworte: Autofinanzierung, Baufinanzierung, Darlehen, Eigentum, Eigentumsvorbehalt, Existenzgründung, Finanzierung, Finanzierungen, Immobilie, Immobilienfinanzierung, Kredit, Kredite, Kreditsicherheiten, Kreditsicherung, Leasing, PKW, PKW-Finanzierung, Ratenkredit, Ratenkredite, Sicherungsübereignung, SÜ, Umlaufvermögen, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung, Verwertung, Zubehör
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6. August 2010
Eine Bürgschaft ist eine klassische Form der Kreditsicherung. Hierbei steht der Bürge dafür ein, dass der vergebene Kredit vom Kreditnehmer entsprechend den Regelungen der zugrunde liegenden Finanzierung zurückgezahlt wird. Im Falle von Zahlungsstörungen kann sich das finanzierende Kreditinstitut somit an den Bürgen halten. Bei einer Begleichung der Forderung durch den Bürgen kann sich dieser als Folge des gesetzlichen Forderungsübergangs an den Kreditnehmer als Hauptschuldner wenden.
Die Bürgschaft spielt im Privatkundengeschäft der Banken und Sparkassen eine vergleichsweise seltene Rolle, sieht man von Mietbürgschaften ab. Bei einer Baufinanzierung treten Kunden mitunter als Bürgschaftsnehmer einer Bürgschaft der Hausbank zugunsten des Bauunternehmens hinsichtlich der Vertragserfüllung auf.
Kredite an juristische Personen, beispielsweise eine GmbH, werden in aller Regel durch Kreditinstitute nur dann vergeben, wenn sie durch Bürgschaften der Gesellschafter abgesichert sind. Die persönliche Haftung der Gesellschafter bei Aufnahme einer Finanzierung lässt sich gegenüber Kreditinstituten kaum vermeiden. Gegenüber Lieferanten mag dies im Zweifelsfall anders zu gestalten sein. Hierbei wiederum sollten die Konditionen für etwaige Lieferantenkredite, gegebenenfalls unter Einbeziehung einer Unternehmensberatung, jedoch unbedingt ins Kalkül gezogen werden.
Schlagworte: Baufinanzierung, Bürgschaft, Finanzierung, haftung, Konditionen, Kredit, Kreditsicherheiten, Lieferantenkredit, Mietbürgschaft, Unternehmensberatung, Unternehmensfinanzierung
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2. August 2010
Eine Bankauskunft (genauer: Bank-an-Bank-Auskunft) dient dazu, vorwiegend allgemein gehaltene Informationen über die finanziellen Verhältnisse eines Dritten zu erhalten. Schon aus Gründen des Datenschutzes sind die damit verbundenen Regularien streng. Auskünfte erteilen nur Kreditinstitute an andere Kreditinstitute aufgrund einer schriftlichen Anfrage. Diese kann aus Eigeninteresse geschehen, etwa weil der (gemeinsame) Kunde einen Antrag auf Durchführung einer Finanzierung gestellt hat, oder für einen Kunden, beispielsweise einen Lieferanten. Dies muss aus der Anfrage eindeutig hervorgehen.
Über wen Auskünfte erteilt werden, ist ebenfalls geregelt. Auskünfte über Privatpersonen werden seitens der Hausbank nur erteilt, wenn diese im Vorfeld für den konkreten Anlass eine Ermächtigung erteilt haben. Bei Unternehmen ist es umgekehrt: Sofern der Kunde nicht zuvor grundsätzlich oder im Einzelfall der Auskunftserteilung widersprochen hat, kann die Hausbank eine Bankauskunft erteilen. Der Anlass der Anfrage muss ebenfalls ersichtlich sein, um das erforderliche berechtigte Interesse des Anfragenden zu dokumentieren. Zu beachten für Unternehmen ist, dass die Häufung bzw. ein Anstieg von Auskunfsanfragen über sie durch Dritte bisweilen als ein Indikator für Zweifel hinsichtlich der Bonität gewertet werden kann. Zahlreiche Auskunftsanfragen von Lieferanten deuten im Übrigen darauf hin, dass ein wesentlicher Anteil der Unternehmensfinanzierung nicht über Kredite von Kreditinstituten, sondern die Inanspruchnahme von gewährten Zahlungszielen der Kreditoren erfolgt.
Schlagworte: Auskunft, Auskünfte, Bankauskunft, Berechtigtes Interesse, Bonität, Finanzierung, Kredite, Kreditoren, Unternehmensfinanzierung, Zahlungsziel
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